Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Adam Dikajew

    Der in Tschetschenien lebende Adam Dikajew hat sich Ende 2017 auf Instagram unflätig über Wladimir Putin und Ramsan Kadyrow geäußert. Einige Tage später veröffentlichte er ein Video, in dem er sich davon distanzierte. Da er sich in dem Clip offensichtlich selbsterniedrigend zeigte, gingen Beobachter davon aus, dass Dikajew von Kadyrows Umfeld dazu genötigt worden war.

    Von

  • Gnose

    vegetarische Zeiten

    Der Ausdruck „vegetarische Zeiten“ wird der russischen Dichterin Anna Achmatowa (1889–1966) zugeschrieben. So nannte sie die Regierungszeit Stalins vor dem Großen Terror 1937–1938, also eine Zeit, in der noch nicht Hunderttausende von Menschen ermordet wurden. Der Ausdruck wird im Russischen oft auch für die Bezeichnung der Nach-Stalin-Zeit verwendet, die durch Entstalinisierung mit Lockerung des totalitären Regimes gekennzeichnet war. 

    Von

  • Gnose

    einen herben Schlag versetzen (Solowei-Interview)

    Anspielung auf die häufige Annahme, dass sowohl Dimitri Medwedew als auch Alexej Uljukajew zur Elitengruppe der sogenannten Wirtschaftsliberalen gehören. Diese sollen sich schon seit einigen Jahren in Konflikt mit den Silowiki befinden – Vertreter der russischen Sicherheitsorgane. 

    Von

  • Gnose

    Waleri Solowei

    Waleri Solowei (geb. 1960) ist ein russischer Historiker und Politologe. Er war Professor am Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) – eine Hochschule, die als Kaderschmiede für die zukünftige politische Elite des Landes gilt. Im Juni 2019 gab Solowei bekannt, dass er entlassen wurde, er selbst sieht politische Motive dahinter. Solowei gehört zu den bekanntesten und am meisten zitierten Politikwissenschaftlern Russlands. Er versteht sich als liberaler Demokrat, in seinen Studien vertritt er aber oft ethno-nationalistische Standpunkte. Trotz seiner häufigen Kritik an Putin werden Solowei enge Beziehungen zum Kreml nachgesagt, vermutlich wegen seines Insider-Wissens gelten seine politischen Prognosen für viele als sehr verlässlich.

    Von

  • Gnose

    Eschtschkere

    Eschtschkere ist ein Begriff aus dem Hip-Hop-Jargon. Ausgehend vom englischen „let’s get it“, hat sich in der US-amerikanischen Rap-Szene die Kurzversion „esketit“ etabliert. Eschtschkere ist eine Abwandlung davon.

    Von

  • Gnose

    Kasan

    Kasan ist die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan. Die Stadt mit rund 1,2 Millionen Einwohnern liegt rund 800 Kilometer östlich von Moskau. Wegen der gut erhaltenen Altstadt und des UNESCO-Weltkulturerbes Kasaner Kreml gilt Kasan für viele als eine der schönsten Städte Russlands.

    Von

  • Gnose

    Gidon Kremer

    Gidon Kremer (geb. 1947) ist ein lettisch-deutscher Violinist. Er begann seine Karriere in der Sowjetunion, verließ das Land aber Ende der 1970er Jahre. Kremers Œuvre umfasst Werke sowohl klassischer als auch zeitgenössischer Komponisten.

    Von

  • Gnose

    Weshliwy Otkas

    Weshliwy Otkas (dt. „Höfliche Absage“) ist eine Rockband aus Moskau. Seit ihrer Gründung im Jahr 1985 hat die Band 13 Alben veröffentlicht. Sie gehört zu den Lieblingen des kritischen Feuilletons und gilt als eine der einflussreichsten russischen Gruppen des Experimental-Rock.

    Von

  • Gnose

    Leonid Fjodorow

    Leonid Fjodorow (geb. 1963) ist der Frontmann der offiziell 1983 gegründeten Band AuktYon. Die Leningrader/St. Petersburger Gruppe experimentiert mit unterschiedlichen Musikstilen wie (Post-)Punk, Jazz und Ska. Immer wieder durch längere Pausen unterbrochen, veröffentlichen sie bis heute.

    Von

  • Gnose

    Magnitka (zu Kurilla-Interview)

    Magnitka ist die Koseform von Magnitogorski metallurgitscheski Kombinat (internationale Bezeichnung: Magnitogorsk Iron and Steel Works). Gegenwärtig ist es eines der größten russischen Stahlunternehmen. Die Vorläufer der Magnitka spielten im 19. Jahrhundert eine große Rolle bei der Industrialisierung Russlands. Zeitweise wurden die Werke von dem deutsch-belgischen Unternehmen Wogau & Co. geführt, das vor 1917 umsatzmäßig zu den größten Konzernen Russlands gehörte. Auch einige deutsche Geologen spielten wesentliche Rollen bei der Entwicklung der Magnitka. Am massiven Ausbau des Werks in den 1930er Jahren waren viele US-amerikanische Spezialisten beteiligt. 

    Von