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    Gorkowski Awtomobilny Sawod

    Gorkowski Awtomobilny Sawod (dt. Gorkier Automobilwerk) hieß bis Ende 1932, als Nishni Nowgorod in Gorki umbenannt wurde, Nishegorodski Awtomobilny Sawod (dt. Nishni Nowgoroder Automobilwerk). Nach der Rückbenennung der Stadt in Nishni Nowgorod im Jahr 1990 blieb der Firmenname jedoch weiter bestehen. Gegründet Anfang 1932 mit Hilfe und Lizenzen des US-amerikanischen Unternehmens Ford, gehörte das Werk zu den wichtigsten Automobilherstellern des Landes. Sowohl die Staatskarosse Tschaika als auch die prestigereiche Autoreihe Wolga wurden in Gorki hergestellt. 

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    Wolgograder Traktorenwerk

    Das Wolgograder Traktorenwerk, das seit seiner Gründung im Jahr 1930 bis zur Umbenennung der Stadt 1961 Stalingrader Traktorenwerk hieß, war zeitweise die größte Traktorenfabrik des Landes. Projektiert und größtenteils gebaut von US-amerikanischen Spezialisten, wurde hier 1939 auch die erste automatisierte Fließbandfertigung der Sowjetunion eingesetzt. Bis zum Kriegsbeginn 1941 kam mehr als jeder zweite Traktor des Landes aus Stalingrad. Während des Krieges wurde die Fabrik zu einem der größten Rüstungshersteller. 2002 wurde das Unternehmen in vier eigenständige Firmen aufgeteilt, 2005 ging es bankrott.

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    Industrialisierung der Sowjetunion

    Als Industrialisierung der Sowjetunion wird der Übergang vom Agrar- zum Industriestaat bezeichnet. Er erfolgte in den Jahren 1929–1941, in dieser Zeit betrug das jährliche Wirtschaftswachstum rund drei bis sechs Prozent. Vor diesem Hintergrund hat sich in den 2000er Jahren eine Formel etabliert, die Stalin als „effektiven Manager“ darstellt. Stalin-Anhänger bringen sie vor, um die „Notwendigkeit“ der tiefgreifenden Reformen der 1930er Jahre zu unterstreichen, die letztendlich auch die „faschistische Gefahr“ gebannt hätten. Die Gegner dieser Formel betonen, dass Stalin über Leichen ging, um das Land zu industrialisieren. 

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    Spurweite der russischen Eisenbahn

    Die Spurweite der russischen Eisenbahn beträgt 1520 Millimeter. Da sie um 85 Millimeter breiter ist als die sogenannte Normalspur, gehört sie zu den Breitspuren. Um eine Grenze nach Westeuropa zu passieren, werden die Spuren gewechselt, neuerdings setzt der russische Bahnkonzern RZD auch Züge mit automatischen Umspuranlagen ein.

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    Zigeuner (Nossow)

    Im Original „Zigeunerin“. Im Russischen wird mit den Bezeichnungen für Roma recht unkritisch umgegangen. In Russland gibt es 200.000 bis 250.000 Roma. Viele leben abseits der Gesellschaft in improvisierten Vierteln, oft ohne Anschluss an die kommunale Infrastruktur. Antiziganismus ist in Russland weit verbreitet, es herrschen viele Vorurteile gegenüber Roma. Demgegenüber greift Nossow hier das Motiv der schönen Zigeunerin auf, das in der russischen Literatur eine lange Tradition hat (z. B. im Poem Zygany von Alexander Puschkin).

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    Staroskudelsk

    Ein fiktiver Name, die Stadt existiert nicht. Umbenennungen von Städten waren nach dem Zerfall der Sowjetunion häufig, bekanntestes Beispiel ist Leningrad, das seit 1991 wieder St. Petersburg heißt. Auch andere Stellen im Text weisen darauf hin, dass die Binnengeschichte, die von Rostislaw Borissowitsch erzählt wird, in den 1990er Jahren angesiedelt ist.

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    Sanatorium

    Zu Zeiten der Sowjetunion waren Sanatorien, vor allem die an der Schwarzmeerküste auf der Halbinsel Krim, beliebte Kur- und Erholungseinrichtungen für die Bevölkerung. Für den Aufenthalt brauchte es ein ärztliches Attest, die Kosten trug der Staat. Noch heute sind die Einrichtungen beliebt, auch wenn sie inzwischen kostenpflichtig sind. Die Sanatorien und Kurorte sind in der russischen Literatur ein häufiger Topos: Menschen begegnen sich dort und erzählen Geschichten, die zu Binnenerzählungen werden.

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    Väterchen Frost

    Ded Moros (dt. „Väterchen Frost“) ist ursprünglich eine Figur aus russischen Märchen. Etwa seit dem Ende der 1930er Jahre erfüllt sie beim Neujahrsfest ungefähr die Funktion des Weihnachtsmanns. Im Selbstbild der Sowjetunion als atheistischer Staat waren zuvor sowohl der Tannenbaum als auch Ded Moros als quasi-religiöse Symbole verfemt.

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    Wolga (Auto)

    Wolga ist die Sammelbezeichnung für eine Produktionsreihe von bekannten sowjetischen und russischen Autos. Das Automobilwerk Gorki (GAZ) fing 1956 mit der Produktion an, bis 2010 verließen rund 20 Modelle das Werk in Gorki, das seit 2010 Nishni Nowgorod heißt. Zu Zeiten der Sowjetunion galt der Wolga als eines der besten sowjetischen Autos. 

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    Kawkaskaja Plenniza

    Kawkaskaja Plenniza, ili nowyje Prikljutschenija Schurika (dt. Die Gefangene aus dem Kaukasus oder die neuen Abenteuer Schuriks) ist eine 1967 uraufgeführte Kino-Komödie des Regisseurs Leonid Gaidai (1923–1993). Im Zentrum der Handlung steht ein Brautraub – eine vor allem im Kaukasus anzutreffende Praktik, die in der Sowjetunion trotz strafrechtlicher Verfolgung teilweise fortbestand. Der Film erreichte laut offizieller Angabe mehr als 76 Millionen Kinozuschauer.

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