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    Rodismus

    Der Rodismus bezeichnet eine zeitgenössische religiöse Strömung, die sich auf die historischen Glaubenssysteme und Mythen der Slawen beruft. Die Rodisten sehen sich in der Tradition der vorchristlichen und pantheistischen slawischen Religionen, die sie erhalten und fortführen wollen. Dabei beziehen sie sich auf historisch und archäologisch überlieferte Artefakte und Rituale.

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    ewige Klage der Jaroslawna

    Jefrosinja Jaroslawna (zweite Hälfte des 12. Jhs.) war die Ehefrau des Fürsten Igor Swjatoslawitsch und ist Protagonistin des Igorlieds – ein mittelalterliches Epos der Rus. In der sehr reichen Rezeptionsgeschichte des Epos wird Jaroslawna als Inbegriff der treuen Ehefrau dargestellt. In der Sequenz Klage der Jaroslawna bewahrt ihre Liebe den Ehemann auf dem Schlachtfeld vor dem Tod.  

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    Nikolai Polisski

    Nikolai Polisski (geb. 1957) ist ein zeitgenössischer russischer Maler, Bildhauer und der berühmteste Vertreter der russischen Land Art. Die meisten seiner Land Art-Projekte befinden sich im Nikola Lenivets Art Park, dem größten Kunstpark Europas. Im Februar 2017 verbrannte Polisski dort öffentlichkeitswirksam eine kunstvolle Masleniza-Figur (russ. Tschutschelo). Masleniza ist ein Fest mit heidnischen Wurzeln. Zu den wichtigsten Traditionen gehören die Verbrennung von Tschutschelo, Schlittenfahrten, Gesänge, Vergnügungen und das Verzehren von Bliny – eine osteuropäische Variante der Eier- bzw. Pfannkuchen.

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    Chowanschtschina

    Als Chowanschtschina wird der Moskauer Aufstand 1682 bezeichnet, der vom hohen Militär und Gouverneur Iwan Chowanski (Anf. 17. Jh.–1682) angeführt wurde. Chowanski, der zunächst Partei für die Regentin Sofia ergriff, wandte sich im Verlauf des Aufstands von ihr ab und soll eine Verschwörung gegen die Zarenfamilie geplant haben. Im September 1682 wurde Chowanski verhaftet und hingerichtet. Dank der gleichnamigen Oper von Mussorgski gehört diese Episode der russischen Geschichte zum Allgemeinwissen.

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    Pugatschowschtschina

    Als Pugatschowschtschina wird der Aufstand bezeichnet, der sich in den Jahren 1773–1775 rund um den Ural-Fluss ereignete und von Jemeljan Pugatschow angeführt wurde. Die Geschichte des Aufstandes, der auch als Russischer Bauernkrieg bekannt ist, wurde von Alexander Puschkin in der Erzählung Kapitanskaja dotschka (dt. Die Hauptmannstochter) und im Buch Geschichte des Pugatschow’schen Aufruhrs beschrieben. Die Pugatschowschtschina wird oft als Inbegriff des russischen Aufruhrs verstanden, der laut Puschkin „sinn- und schonungslos“ sei.

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    Brand von Moskau 1812

    Nach der verlustreichen Schlacht von Borodino im September 1812 tritt die russische Armee den Rückzug an, und Napoleon marschiert mit seiner Armee in Moskau ein. Dort beginnt am 14. September ein Brand, der über vier Tage andauert und weite Teile der Stadt zerstört. Große Teile der russischen Armee und der Bevölkerung hatten die Stadt kurz vorher geräumt, was die Vermutung nahelegt, die Russen hätten den Brand selbst entfacht.

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    Geografie ist Schicksal

    Der Ausspruch „Geografie ist Schicksal“ geht zurück auf Napoleon (1769–1821). Er verleiht einer geopolitischen Theorie Ausdruck, wonach die geographischen Gegebenheiten bestimmter Regionen strategische, ökonomische und politische Vorteile bieten. Die Kontrolle dieser Regionen ist demnach ein entscheidender Faktor im Kampf um die globale Vorherrschaft. Napoleon soll die Aussage kurz vor seinem Russlandfeldzug im Jahre 1812 getätigt haben. 

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    Jewgeni Tschitschwarkin

    Jewgeni Tschitschwarkin (geb. 1974) ist ein russischer Unternehmer und Opoositioneller. Seit Juni 2022 zählt er zu sogenannten „ausländischen Agenten“.

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    Buratino-Geschosse

    TOS-1 „Buratino“ ist ein gepanzerter Mehrfachraketenwerfer. Er ist benannt nach Buratino, der russischen Version der italienischen Kinderbuchfigur Burratino (dt. Pinocchio). TOS-1 wurde in den 1980er Jahren in der Sowjetunion entwickelt und kam unter anderem im Afghanistan-Krieg und im zweiten Tschetschenienkrieg zum Einsatz. Mit den Jahren modifiziert, ist TOS-1 noch heute Bestandteil der russischen Militärtechnik.

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    das Maul zu stopfen

    In der staatlichen Radiosendung Westi.FM ging es unter anderem um die Radiojournalistin Xenia Larina von Echo Moskwy, als Wladimir Solowjew eine hetzerische Zuhörer-SMS vom Bildschirm vorlas: Darin heißt es unter anderem, solchen Kritikern müsse man „das verdammte Maul stopfen”. Solowjow, der auch bekannt ist für seine Verbalattacken gegen Oppositionelle und den Westen, machte das Zitat nicht kenntlich. Im Radio klang der Text wie seine eigene Aussage, nur auf dem Videomitschnitt wird deutlich, dass er vom Bildschirm abliest. Zahlreiche unabhängige Medien sahen eine Absicht darin und bezichtigten Solowjow der bewussten Hetze gegen kritische Journalisten.  

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