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    Chowanschtschina

    Als Chowanschtschina wird der Moskauer Aufstand 1682 bezeichnet, der vom hohen Militär und Gouverneur Iwan Chowanski (Anf. 17. Jh.–1682) angeführt wurde. Chowanski, der zunächst Partei für die Regentin Sofia ergriff, wandte sich im Verlauf des Aufstands von ihr ab und soll eine Verschwörung gegen die Zarenfamilie geplant haben. Im September 1682 wurde Chowanski verhaftet und hingerichtet. Dank der gleichnamigen Oper von Mussorgski gehört diese Episode der russischen Geschichte zum Allgemeinwissen.

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    Pugatschowschtschina

    Als Pugatschowschtschina wird der Aufstand bezeichnet, der sich in den Jahren 1773–1775 rund um den Ural-Fluss ereignete und von Jemeljan Pugatschow angeführt wurde. Die Geschichte des Aufstandes, der auch als Russischer Bauernkrieg bekannt ist, wurde von Alexander Puschkin in der Erzählung Kapitanskaja dotschka (dt. Die Hauptmannstochter) und im Buch Geschichte des Pugatschow’schen Aufruhrs beschrieben. Die Pugatschowschtschina wird oft als Inbegriff des russischen Aufruhrs verstanden, der laut Puschkin „sinn- und schonungslos“ sei.

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    Brand von Moskau 1812

    Nach der verlustreichen Schlacht von Borodino im September 1812 tritt die russische Armee den Rückzug an, und Napoleon marschiert mit seiner Armee in Moskau ein. Dort beginnt am 14. September ein Brand, der über vier Tage andauert und weite Teile der Stadt zerstört. Große Teile der russischen Armee und der Bevölkerung hatten die Stadt kurz vorher geräumt, was die Vermutung nahelegt, die Russen hätten den Brand selbst entfacht.

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    Geografie ist Schicksal

    Der Ausspruch „Geografie ist Schicksal“ geht zurück auf Napoleon (1769–1821). Er verleiht einer geopolitischen Theorie Ausdruck, wonach die geographischen Gegebenheiten bestimmter Regionen strategische, ökonomische und politische Vorteile bieten. Die Kontrolle dieser Regionen ist demnach ein entscheidender Faktor im Kampf um die globale Vorherrschaft. Napoleon soll die Aussage kurz vor seinem Russlandfeldzug im Jahre 1812 getätigt haben. 

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    Jewgeni Tschitschwarkin

    Jewgeni Tschitschwarkin (geb. 1974) ist ein russischer Unternehmer und Opoositioneller. Seit Juni 2022 zählt er zu sogenannten „ausländischen Agenten“.

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    Buratino-Geschosse

    TOS-1 „Buratino“ ist ein gepanzerter Mehrfachraketenwerfer. Er ist benannt nach Buratino, der russischen Version der italienischen Kinderbuchfigur Burratino (dt. Pinocchio). TOS-1 wurde in den 1980er Jahren in der Sowjetunion entwickelt und kam unter anderem im Afghanistan-Krieg und im zweiten Tschetschenienkrieg zum Einsatz. Mit den Jahren modifiziert, ist TOS-1 noch heute Bestandteil der russischen Militärtechnik.

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    das Maul zu stopfen

    In der staatlichen Radiosendung Westi.FM ging es unter anderem um die Radiojournalistin Xenia Larina von Echo Moskwy, als Wladimir Solowjew eine hetzerische Zuhörer-SMS vom Bildschirm vorlas: Darin heißt es unter anderem, solchen Kritikern müsse man „das verdammte Maul stopfen”. Solowjow, der auch bekannt ist für seine Verbalattacken gegen Oppositionelle und den Westen, machte das Zitat nicht kenntlich. Im Radio klang der Text wie seine eigene Aussage, nur auf dem Videomitschnitt wird deutlich, dass er vom Bildschirm abliest. Zahlreiche unabhängige Medien sahen eine Absicht darin und bezichtigten Solowjow der bewussten Hetze gegen kritische Journalisten.  

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    Tabakdose gegen die Schläfe

    Anspielung auf die Ermordung des Zaren Paul I. (1754–1801), der einem Attentat durch Verschwörer zum Opfer fiel. Laut unbestätigten Quellen sollen die Verschwörer den Zaren mit einer goldenen Tabakdose erschlagen und danach mit einer Schärpe erwürgt haben.

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    Poprawka (Gesetz)

    Das am 22. November 2017 beschlossene Gesetz sieht eine Möglichkeit vor, Websites sogenannter unerwünschter Organisationen ohne Gerichtsbeschluss zu blockieren. Laut Initiatoren dient das Gesetz dem Ziel, Diskreditierungen russischer Politik zu unterbinden.

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    Komitee zum Schutz von Journalisten

    Laut der NGO Komitee zum Schutz von Journalisten wurden in Russland seit 1993 58 Journalisten während der Berufsausübung getötet. In der Zeit von 2007 bis 2017 wurden zwölf Morde verübt, lediglich in drei Fällen wurden die Täter gefasst und bestraft. Komitee zum Schutz von Journalisten ist eine Organisation, die sich für Pressefreiheit und Menschenrechte von Journalisten einsetzt.

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