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    Autoritarismus

    Autoritarismus ist eine Herrschaftsform, die sich durch eine stark zentralisierte Kontrolle und eingeschränkten Pluralismus kennzeichnet. Sie unterscheidet sich von Demokratie auf der einen und dem Totalitarismus auf der anderen Seite. In Bezug auf Russland kam es 2016 zu einem Streit zwischen Politologen: Während Ekaterina Schulmann Russland als ein hybrides Regime einstufte, in dem autokratische und demokratische Elemente vorkommen, definierte Grigori Golossow Russland als ein klassisches autoritäres Regime.

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    Jelzinsche Wirtschaftspolitik

    Kurze Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verabschiedete der erste Präsident der Russischen Föderation Boris Jelzin (1931–2007) Wirtschaftsreformen, die einen radikalen wirtschaftlichen Umbruch bedeuteten. Die größte Planwirtschaft der Welt wurde 1992 quasi über Nacht zur freien Marktwirtschaft nach westlichem Vorbild. Außenhandel, Preise und die Währung waren nicht länger reguliert, staatliche Ausgaben wurden gekürzt und Betriebe privatisiert. Die unmittelbare Folge dieser Reformen war eine Wirtschaftskrise. Die mit ihr einhergehende Hyperinflation vernichtete die Vermögen von Millionen Bürgern.

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    beide Stühle (Gorbatschow als Präsident und Generalsekretär)

    Kurz vor Ende der Sowjetunion führte Michail Gorbatschow (geb. 1931) 1990 das Amt des Staatspräsidenten ein. Somit war er gleichzeitig sowjetischer Staatspräsident und Generalsekretär der KPdSU. Die Schaffung eines präsidialen Systems sollte den Einfluss der KPdSU auf den sowjetischen Regierungsapparat eindämmen. Die Entmachtung der Partei führte jedoch zur Erosion des politischen Fundaments Gorbatschows, der 1991 als Präsident zurücktrat.

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    Wodka (Medvedev)

    Die in Russland sehr populäre Spirituose wurde laut historischen Quellen zum ersten Mal 1405 im Königreich Polen gebrannt. 

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    Ein Held unserer Zeit

    Der russische Schriftsteller Michail Lermontow (1814–1841) entstammte einem schottischen Adelsgeschlecht. Wie auch Alexander Puschkin in seinem Versroman Jewgeni Onegin, schaffte Lermontow in seinem Roman Ein Held unserer Zeit die Figur des überflüssigen Menschen – einen aufgeklärten Intellektuellen, der tatenlos die als ungerecht empfundene Welt um sich beobachtet. Mit dieser Figur werden gegenwärtig in Russland oft solche Menschen verglichen, die zwar kritisch über die politische Ordnung denken, sich aber mit Galgenhumor, Pessimismus und Hilflosigkeit in der inneren Migration verkriechen und nichts gegen diese Ordnung unternehmen.

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    Jewgeni Onegin

    Jewgeni Onegin ist ein zwischen 1823 und 1830 entstandener Versroman des russischen Dichters Alexander Puschkin (1799–1837). Puschkins Urgroßvater stammte aus Afrika, vermutlich aus der Region Äthiopien, Tschad oder Kamerun. In Jewgeni Onegin schafft Puschkin die Figur des überflüssigen Menschen – ein aufgeklärter Dandy, der tatenlos die als ungerecht empfundene Welt um sich beobachtet. Mit dieser Figur werden gegenwärtig in Russland oft solche Menschen verglichen, die zwar kritisch über die politische Ordnung denken, sich aber mit Galgenhumor, Pessimismus und Hilflosigkeit in der inneren Migration verkriechen und nichts gegen diese Ordnung unternehmen.

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    Olga von Kiew

    Olga von Kiew (geschätzt 920–969) war eine Fürstin, die über das mittelalterliche Großreich Kiewer Rus waltete. Sie entstammte einem Waräger-Geschlecht, die als eine Teilgruppe der skandinavischen Wikinger gelten. 

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    Bomben auf Woronesh

    Die ironische (und oft galgenhumorige) Formel Bomben auf Woronesh steht für die häufige Annahme, dass Gegensanktionen Russland mehr schaden als die Sanktionen selbst. 

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    Magnitka

    Magnitka ist die Koseform von Magnitogorski metallurgitscheski Kombinat (internationale Bezeichnung: Magnitogorsk Iron and Steel Works). Gegenwärtig ist es eines der größten russischen Stahlunternehmen. Die Vorläufer der Magnitka spielten im 19. Jahrhundert eine große Rolle bei der Industrialisierung Russlands. Zeitweise wurden die Werke von dem deutsch-belgischen Unternehmen Wogau & Co. geführt, das vor 1917 umsatzmäßig zu den größten Konzernen Russlands gehörte. Auch einige deutsche Geologen spielten wesentliche Rollen bei der Entwicklung der Magnitka. 

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