Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Facebook-User vs. Vkontakte-User

    Gemeint ist eine oft anzutreffende Annahme, dass die Mitglieder der liberal-demokratischen Opposition Russlands sich vor allem auf dem US-amerikanischen Portal Facebook austauschen. Demgegenüber würden sie andere Soziale Medien, wie beispielsweise das russische Pendant VKontakte, weitgehend meiden. 

    Von

  • Gnose

    Prochorows Wahlkampagne 2012

    Der russische Oligarch Michail Prochorow (geb. 1965) hat bei der Präsidentschaftswahl 2012 kandidiert, wurde von vielen Beobachtern allerdings nur als ein regierungsnaher Scheinkandidat wahrgenommen. Nach seiner Wahlniederlage, bei der er insgesamt rund 8 Prozent der Stimmen bekam und in Moskau sogar auf dem zweiten Platz landete, gründete er 2012 die liberale Partei Bürgerplattform. Diese trägt seit der Angliederung der Krim jedoch weitgehend den Kurs der russischen Regierung mit. Prochorow zog sich daraufhin von seinem Parteiamt zurück. 2016 gab seine Holding ONEXIM bekannt, dass sie sich aus dem Russland-Geschäft komplett zurückziehen wolle. 

    Von

  • Gnose

    Blondinka w Schokolade

    Die 2008 gedrehte russische Reality-Serie Blondinka w Schokolade (dt. Blondine in Schokolade) war eine Doku-Soap über das Privatleben von Xenia Sobtschak. Der Show-Titel spielte mit sogenannten Blondinenwitzen, das Konzept war ähnlich dem von The Osbournes.

    Von

  • Gnose

    Abstimmung gegen alle

    Bis 2006 gab es bei den Wahlen in Russland auf jedem Stimmzettel die Möglichkeit, gegen alle (Kandidaten) zu stimmen. Jede abgegebene Stimme schlug sich so zwar in der Wahlbeteiligung nieder, zeigte aber auch, dass der Wähler dieser Option keinen der aufgestellten Kandidaten für passend befand. Seit 2014 ist es wieder erlaubt, diese Option auf den Wahlzetteln für Regional- und Kommunalwahlen aufzuführen. Bei der Präsidentschaftswahl 2018 ist diese Option nicht vorgesehen. Die Präsidentschaftskandidatin Xenia Sobtschak präsentiert sich als eine Kandidatin für Protestwähler und benutzt die Schlagwörter „gegen alle“ seit Oktober 2017 in ihrem Wahlprogramm.

    Von

  • Gnose

    Dom 2

    Die boulevardeske Reality-Show Dom 2 (dt. Haus 2), etwa vergleichbar mit Big Brother, wird seit  2004 vom russischen Fernsehsender TNT ausgestrahlt. Bis 2012 moderierte unter anderem Xenia Sobtschak die Show. Die Aufgabe der Teilnehmenden ist es, ein Haus zu bauen und währenddessen einen geeigneten Partner zu finden. Das von den Zuschauern auserwählte Gewinner-Paar erhält am Ende das gebaute Haus. Kulturkritiker bemängeln oft den pornographischen Charakter der Show.

    Von

  • Gnose

    Kompromat

    Als Kompromat wird in Russland kompromittierendes Material bezeichnet, das mutmaßlich Geheimdienste in Dossiers sammeln, um bei Bedarf unliebsame Personen zu erpressen beziehungsweise zu diskreditieren. 

    Von

  • Gnose

    Wahl-Autoritarismus

    Die Herrschaftsform Russlands wird in der Politikwissenschaft oft als Wahl-Autoritarismus beziehungsweise plebiszitärer oder elektoraler Autoritarismus beschrieben. Gemeint ist die Annahme, dass die autoritäre Konsolidierung des Landes unter Putin breiten Anklang in der russischen Gesellschaft findet.

    Von

  • Gnose

    Artikel 81, Absatz 3

    Artikel 81, Absatz 3 der russischen Verfassung schreibt vor, dass ein und dieselbe Person das Präsidentenamt nicht länger als zwei Amtsperioden in Folge innehaben kann.

    Von

  • Gnose

    spezielle Versorgungsstelle (Sowjetunion)

    Sogenannte spezielle Versorgungsstellen (russ. spezraspredeliteli) waren in der Sowjetunion Einrichtungen, in denen hohe Parteifunktionäre und andere Mitglieder der Nomenklatur Güter kaufen konnten, die aufgrund dauerhafter Versorgungsengpässe gemeinhin nicht erhältlich waren.

    Von

  • Gnose

    Festnahmen von Gouverneuren (Herbst 2017)

    Innerhalb von 18 Tagen ersetzte Putin im September und Oktober 2017 insgesamt elf Gouverneure – Vorsitzende der Exekutive russischer Föderationssubjekte. Diese Entscheidungen sorgten in russischen Medien für Spekulationen. Viele Beobachter schätzen die Kündigungswelle als Vorbereitung für die Präsidentschaftswahl 2018 ein: Mit den neuen Gouverneuren wolle Putin seine Machtbasis festigen, so die Argumentation. 

    Von