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    Verbot der Zeugen Jehovas im April 2017

    Im April 2017 stufte das Oberste Gericht der Russischen Föderation die russische Organisation der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas als „extremistisch“ ein. Damit verbot das Gericht diese Gemeinschaft und deren Religionsausübung in Russland.

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    Kader-Zusammensetzung der Staatssicherheitsbehörden der UdSSR: 1935–1939 (Memorial-Veröffentlichung)

    Das 2016 veröffentlichte Verzeichnis Kadrowy sostaw organow gossudarstwennoi besopasnosti SSSR: 1935–1939 (dt. Kader-Zusammensetzung der Staatssicherheitsbehörden der UdSSR: 1935–1939) listet über 40.000 Mitarbeiter des Innenministeriums NKWD auf, die für ihre Verfolgung von sogenannten „Volksfeinden“ staatliche Auszeichnungen bekamen. Erstellt vom russischen Historiker Andrej Shukow, bezeichnet die Menschenrechtsorganisation Memorial die auf nkvd.memo.ru einsehbare Datenbank als „Wikipedia der Henker“.

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    Register für Organisatoren von Informationsverbreitung

    Das Register für Organisatoren von Informationsverbreitung ist eine Liste juristischer und physischer Personen, die Internetportale mit täglichen Besucherzahlen über 3000 verwalten. Es wird, wie auch das Register für Blogs, seit 2014 von der russischen Aufsichtsbehörde Roskomnadsor geführt. Die eingetragenen Organisationen sind gesetzlich verpflichtet, sämtliche Daten ihrer Nutzer, wie zum Beispiel Text-, Audio-, oder Videomitteilungen ein halbes Jahr auf russischen Servern zu speichern und diese ggf. den Sicherheits- und Ermittlungsbehörden zur Verfügung zu stellen.

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    Nikolaj Durow

    Nikolaj Durow (geb. 1980) ist ein russischer Mathematiker und Informatiker. Gemeinsam mit seinem Bruder Pawel Durow gründete er im Jahr 2006 das russische facebook-Pendant VKontakte und war bis 2013 leitender Entwickler des Netzwerkes. 2013 rief er den Messenger-Dienst Telegram mit ins Leben, der bei vielen Usern wegen seiner besonderen Datensicherheit beliebt ist. Durow hält zwei Doktortitel und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ableger des Instituts für Mathematik der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg.

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    Weißmeer-Ostsee-Kanal

    Der Belomorkanal (dt. Weißmeer-Ostsee-Kanal) ist  eine 227 Kilometer lange Wasserstraße, die die Ostsee mit dem Weißen Meer verbindet. Der Kanal wurde Anfang der 1930er Jahre auf Befehl Stalins von Gulag-Häftlingen erbaut. Während dessen Errichtung starben Schätzungen zufolge rund 12.800 Menschen. 

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    Lodeinoje Pole

    Lodeinoje Pole ist eine Stadt in der Oblast Leningrad mit rund 20.000 Einwohnern. Zu Zeiten der Stalinschen Säuberungen befand sich hier ein Straf- und Arbeitslager, in dem rund 3000 Menschen interniert waren.

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    Sekirnaja Gora

    Sekirnaja Gora (dt. Sekirnaja Berg) ist ein Hügel auf der Hauptinsel der Solowezki-Gruppe, auf dem sich seit dem 19. Jahrhundert eine Einsiedelei des Solowezki Klosters befand. Dieses wurde in den 1920er Jahren in eine Abteilung des Straf- und Arbeitslagers für politische Häftlinge umgewandelt. Hier waren die Karzer (Kerker) für besonders schwere Bestrafungen untergebracht. 

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    großes Gedenkbuch (Anspielung auf Juri Dmitrijew)

    Gemeint ist Juri Dmitrijews 2002 herausgekommenes Buch Pominalnyje Spiski Karelii (dt. Totengedenklisten Kareliens). Auch sein im Jahr 2000 vollendetes und 2016 erschienenes Buch Ich pomnit Rodina (dt. Die Heimat erinnert sich an sie) bezeichnet Dmitrijew als Gedächtnisbuch des Karelischen Volkes. Die Werke beinhalten biografische Angaben über die karelischen Opfer des Großen Terrors.

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    Schrankwand in russischen Wohnungen

    In der russischen Wohnsoziologie wird die Schrankwand häufig als ästhetischer Mittelpunkt der typischen, sowjetischen Wohnung dargestellt. Die Schränke waren zumeist wuchtig, hatten üblicherweise eine (möglichst beleuchtete) Glasvitrine, in der dekoratives Geschirr aus Kristallglas (Böhmisches Kristallglas) drapiert war. Eine deutsche Entsprechung findet sich in etwa im Phänomen des sogenannten Gelsenkirchener Barocks.  

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    Chottabytsch

    In Anlehnung an die gleichnamige Figur aus dem Märchen des sowjetischen Schriftstellers Lasar Lagin (1903–1979). Darin wird der Protagonist Chottabytsch als ein langbärtiger und zotteliger Dschinn dargestellt. 

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