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    Nikolaj Durow

    Nikolaj Durow (geb. 1980) ist ein russischer Mathematiker und Informatiker. Gemeinsam mit seinem Bruder Pawel Durow gründete er im Jahr 2006 das russische facebook-Pendant VKontakte und war bis 2013 leitender Entwickler des Netzwerkes. 2013 rief er den Messenger-Dienst Telegram mit ins Leben, der bei vielen Usern wegen seiner besonderen Datensicherheit beliebt ist. Durow hält zwei Doktortitel und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ableger des Instituts für Mathematik der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg.

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    Weißmeer-Ostsee-Kanal

    Der Belomorkanal (dt. Weißmeer-Ostsee-Kanal) ist  eine 227 Kilometer lange Wasserstraße, die die Ostsee mit dem Weißen Meer verbindet. Der Kanal wurde Anfang der 1930er Jahre auf Befehl Stalins von Gulag-Häftlingen erbaut. Während dessen Errichtung starben Schätzungen zufolge rund 12.800 Menschen. 

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    Lodeinoje Pole

    Lodeinoje Pole ist eine Stadt in der Oblast Leningrad mit rund 20.000 Einwohnern. Zu Zeiten der Stalinschen Säuberungen befand sich hier ein Straf- und Arbeitslager, in dem rund 3000 Menschen interniert waren.

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    Sekirnaja Gora

    Sekirnaja Gora (dt. Sekirnaja Berg) ist ein Hügel auf der Hauptinsel der Solowezki-Gruppe, auf dem sich seit dem 19. Jahrhundert eine Einsiedelei des Solowezki Klosters befand. Dieses wurde in den 1920er Jahren in eine Abteilung des Straf- und Arbeitslagers für politische Häftlinge umgewandelt. Hier waren die Karzer (Kerker) für besonders schwere Bestrafungen untergebracht. 

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    großes Gedenkbuch (Anspielung auf Juri Dmitrijew)

    Gemeint ist Juri Dmitrijews 2002 herausgekommenes Buch Pominalnyje Spiski Karelii (dt. Totengedenklisten Kareliens). Auch sein im Jahr 2000 vollendetes und 2016 erschienenes Buch Ich pomnit Rodina (dt. Die Heimat erinnert sich an sie) bezeichnet Dmitrijew als Gedächtnisbuch des Karelischen Volkes. Die Werke beinhalten biografische Angaben über die karelischen Opfer des Großen Terrors.

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    Schrankwand in russischen Wohnungen

    In der russischen Wohnsoziologie wird die Schrankwand häufig als ästhetischer Mittelpunkt der typischen, sowjetischen Wohnung dargestellt. Die Schränke waren zumeist wuchtig, hatten üblicherweise eine (möglichst beleuchtete) Glasvitrine, in der dekoratives Geschirr aus Kristallglas (Böhmisches Kristallglas) drapiert war. Eine deutsche Entsprechung findet sich in etwa im Phänomen des sogenannten Gelsenkirchener Barocks.  

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    Chottabytsch

    In Anlehnung an die gleichnamige Figur aus dem Märchen des sowjetischen Schriftstellers Lasar Lagin (1903–1979). Darin wird der Protagonist Chottabytsch als ein langbärtiger und zotteliger Dschinn dargestellt. 

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    Kuropaty

    Kuropaty (belaruss. Kurapaty) ist ein Gebiet in der Nähe der belarussischen Hauptstadt Minsk, das dem sowjetischen Innenministerium NKWD während der Stalinschen Säuberungen als Hinrichtungsstätte diente. Verschiedenen Schätzungen zufolge wurden hier bis zu 250.000 Menschen getötet und in Massengräbern verscharrt. In der sowjetischen Propaganda wurde Kurapaty als ein Ort nationalsozialistischer Verbrechen dargestellt.

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    Kommunarka (Gedenkfriedhof)

    Kommunarka ist heute ein Gedenkfriedhof in der Oblast Moskau. In den 1930er und 1940er Jahren wurden hier Schätzungen zufolge rund 11.000 Menschen hingerichtet und in Massengräbern verscharrt.  

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    Butowo-Poligon

    Der Butowo-Poligon war zwischen den 1930er und 1950er Jahren eine Hinrichtungsstätte in der Oblast Moskau. Allein während des Großen Terrors wurden hier schätzungsweise rund 20.000 Menschen getötet. Unter ihnen gab es viele Geistliche, deshalb gilt das Gebiet für die Russisch-Orthodoxe Kirche als ein Ort ihres Martyriums. Der ehemalige Patriarch Alexis II. nannte den Butowo-Poligon das „russische Golgota“. 

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