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    Nikita Chruschtschow

    Nikita Chruschtschow (1894–1971) war zwischen 1953 und 1964 Parteivorsitzender der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU). Er übernahm das Amt nach Stalins Tod, 1956 initiierte er mit seiner Geheimrede auf dem XX. Parteitag der KPdSU die Entstalinisierung des Landes. Chruschtschow betrieb ein massives Programm der Aufrüstung, dessen Auswirkungen als eine der Ursachen für die Kuba-Krise 1962 gelten. Seine Annäherung an die BRD sowie seine tiefgreifende Parteireform kosteten ihn viele Unterstützer in der KPdSU-Führung: 1964 wurde Chruschtschow gestürzt, sein Amt übernahm Leonid Breshnew.

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    Sozialistischer Realismus

    Sozialistischer Realismus war seit den 1930er Jahren eine de facto staatlich verordnete Kunstrichtung, die jahrzehntelang die Kunstwelt der Sowjetunion und vieler anderer Ostblockländer prägte. In Kunst, Architektur und Literatur des Sozialistischen Realismus wurden häufig Alltagsszenen realisiert, in denen der Sowjetmensch – analog zur Staatspropaganda – als technikgläubig und optimistisch dargestellt wurde.   

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    Michail Kalatosow

    Michail Kalatosow war ein sowjetischer Regisseur (1903–1973), der gebürtig aus Georgien stammte. Sein 1930 erschienener Film Das Salz Swanetiens gilt als wegweisend für die spätere sowjetische Dokumentarfilmschule. Als einziger Filmemacher der sowjetischen Geschichte bekam er 1958 die Goldene Palme beim Film-Festival in Cannes für seinen Film Die Kraniche ziehen.

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    Jewgenija Ginsburg

    Jewgenija Ginsburg (1904–1977) war eine sowjetische Journalistin und Historikerin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Memoiren, die sie überwiegend ihren Erfahrungen in sowjetischen Arbeitslagern widmete. 1937 wurde Ginsburg Opfer Stalinscher Säuberungen, als angebliche Trotzkistin wurde sie zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ihre auch ins Deutsche übersetzten Erinnerungen stehen in einer Reihe mit den Werken von Warlam Schalamow und Alexander Solschenizyn. 

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    Tamisdat

    Dissidenten kannten unterschiedliche Wege, Literatur unters Volk zu bringen: Im Samisdat, also durch das Abschreiben und Vervielfältigen der Texte. Oder indem Manuskripte ins Ausland geschmuggelt, dort gedruckt und die Bücher dann zurück ins Land geschmuggelt wurden. Das Wort ist angelehnt an den Samisdat (von sam – selbst, isdatelstwo – Verlag) und setzt sich zusammen aus tam (dort) und isdatelstwo (Verlag).  

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    Kolyma

    Kolyma wird oft synonym zu Gulag verwendet – ein System von Arbeitslagern in der Sowjetunion. Im engeren Sinne bezeichnet der Begriff einen Fluss und eine Region im Fernen Osten des Landes. Zu Zeiten der Stalinschen Repressionen befanden sich auf dem Gebiet Kolyma rund 25 Arbeitslager, die jeweils über mehrere Lagerpunkte verfügten. Der sowjetische Schriftsteller und Dissident Warlam Schalamow verbrachte ab 1937 rund 16 Jahre in den Lagern des Gebiets. Er beschrieb seine Erfahrungen in Erzählungen aus Kolyma, die auch ins Deutsche übersetzt wurden. 

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    Sergej Kirow

    Sergej Kirow (1886–1934) war ein Revolutionär und sowjetischer Politiker. Er war Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei der Sowjetunion – dem de facto obersten Entscheidungsgremium des Landes. Kirow galt als ein Günstling Stalins, manchen Historikern zufolge war sein Einfluss auf die politischen Geschicke der UdSSR aber beschränkt. Unter bisher ungeklärten Umständen wurde Kirow 1934 von einem Attentäter erschossen.

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    Stimmzettel von Doppelgängern und Namensvettern

    Anspielung auf eine seit den 1990er Jahren in Russland oft anzutreffende Praxis der Polittechnologie – einem Menü von Strategien und Techniken zur Manipulation des politischen Prozesses. Dazu gehört auch die Aufstellung von Wahlkandidaten, die dem politischen Gegner ähneln oder denselben Namen tragen. Damit soll an den Wahlurnen Verwirrung gestiftet und den Gegnern Stimmen abgenommen werden.

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    Putin als Nachfolger Jelzins

    Im Oktober 2003 gab Jelzin sein erstes großes Interview nach seinem Rücktritt als Präsident Ende 1999. Dabei sagte er, dass er zweimal innerhalb von zwei Wochen die Präsidentschafts-Perspektive an Putin herangetragen habe. Dieser habe sich zunächst dagegen geweigert, dem Ruf zu folgen, erst nach dem zweiten Gespräch soll er sein Zögern überwunden haben und wurde so zu seinem Nachfolger, so Jelzin. Die russische Bedeutung des Begriffs Nachfolger (russ. Prejemnik) bezieht sich in einer bezeichnenden Weise auf eine unverbrüchliche Kontinuität (russ. Prejemstwennost). Der Begriff verdeutlicht hier also eine beabsichtigte personelle Aufeinanderbezogenheit von Jelzin und Putin. 

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    Tag des Politikberaters

    Der internationale Tag des Politikberaters wird alljährlich am 24. Februar begangen. Daneben gibt es in Russland den Tag des Polittechnologen, der am Geburtstag von Niccolò Machiavelli gefeiert wird. 

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