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    Shortparis

    Shortparis ist eine um 2012 gegründete Indie-Band, die Musiker leben in Sankt Petersburg. Ihre auf Russisch, Englisch und Französisch vorgetragene Musik kombiniert schwelgerische Melodien mit Stilelementen des Post-Punk. Die international bekannte Band versteht sich als ein Kontrast zur gegenwärtigen Musikszene.

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    Jegor Letow

    Jegor Letow (1964–2008) war Frontmann der Punkband Grashdanskaja Oborona (dt. Bürgerwehr). Er war eine Schlüsselfigur des sogenannten sibirischen Undergrounds, nach seinem Tod wurde er mehrmals als der „Patriarch“ des russischen Punk bezeichnet.

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    Huun-Huur-Tu

    Huun-Huur-Tu ist eine international bekannte Band aus der Republik Tuwa, die im südlichen Teil Sibiriens liegt. Gegründet 1992, verbindet die Gruppe traditionellen tuwinischen Kehlkopfgesang mit modernen Elementen. Huun-Huur-Tu arbeitetn bereits mit namhaften internationalen Künstlern wie Sigur Rós und Frank Zappa zusammen.

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    Polizist geschlagen (Proteste gegen Korruption 26.03.2017)

    Nach offizieller Angabe wurde ein Polizist während der Demonstration in Moskau von Unbekannten gegen den Kopf geschlagen. Der Betroffene wurde demnach mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht, nach Angabe der Ärzte sei er außer Lebensgefahr. Die Untersuchungsbehörde eröffnete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt. 

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    Proteste in Belarus (Schmarotzersteuer/ Frühling 2017)

    Im Februar 2017 begannen in Belarus Proteste anzuschwelen. Auslöser war die sogenannte Schmarotzer-Steuer in Höhe von umgerechnet rund 227 Euro, die seit 2016 alle Arbeitsfähigen entrichten mussten, wenn sie weniger als 183 Tage im Jahr einer geregelten Arbeit nachgehen. Rund 470.000 Belarussen waren von der Steuer betroffen, sie sollten diese bis spätestens 20. Februar 2017 entrichtet haben. Beim Höhepunkt der Proteste am 25. März wurden mehrere hundert Menschen verhaftet. 

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    Badeenten (Anspielung auf Medwedews Ferienvilla)

    Als Symbole des Protests kamen Badeenten zum Einsatz – wie auch bei den Demonstrationen in Hongkong 2013 und in Brasilien 2016, allerdings mit jeweils unterschiedlichen Bedeutungsinhalten. In Russland wurde das Symbol mit Dimitri Medwedew verknüpft. Im September 2016 veröffentlichte nämlich Nawalnys Fonds für Korruptionsbekämpfung (FBK) zahlreiche Hinweise auf sein mutmaßliches Ferienanwesen. Mittels einer Drohne wurde dabei auch ein Privatteich gefilmt, auf dem sich ein Entenhäuschen befindet. Im Runet gab es daraufhin eine rege humoristische Diskussion über das Luxus-Häuschen der Ente. Die bei Protestveranstaltungen häufig benutzten Badeentchen waren eine Anspielung darauf.

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    Grüne Gesichter (Solidarität mit Nawalny)

    Am 20. März wurde Nawalny in der Stadt Barnaul Seljonka (dt. Brilliantgrün) ins Gesicht gesprüht – ein organischer Farbstoff aus der Gruppe der Triphenylmethane, der in der russischen Hausmedizin als antiseptisches Wunderheilmittel gilt. Wegen seiner intensiven, dauerhaften, grellen Färbequalität kommt Seljonka auch gern gegen Oppositionelle zum Einsatz. Einige Protestteilnehmer bekundeten ihre Solidarität mit Nawalny, in dem sie ihre Gesichter grün anmalten.

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    Dimon (Anspielung auf Medwedew)

    Dimon ist die jargonhafte Form von Dimitri. In Bezug auf Medwedew wurde sie 2011 von Dimitri Bykow (geb. 1967) geprägt – einem bekannten Schriftsteller und Journalisten. In seiner damaligen Literatursendung Grashdanin Poet parodierte er damit Putins häufige Neigung zum Jargonhaften. Die Bezeichnung entwickelte im Runet ein reges Eigenleben. 2013 verurteilte Medwedews Pressesprecherin diese Wortwahl: „Nennen Sie ihn nicht ‚Dimon‘. Er ist der Regierungschef.“ Nennen Sie ihn nicht Dimon heißt auch der von Nawalnys Fonds für Korruptionsbekämpfung (FBK) Anfang März 2017 veröffentlichte Film, der zahlreiche Hinweise auf mögliche Korruption im direkten Umfeld von Medwedew liefert. Da es keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen gab, forderten die Demonstrationen am 26. März 2017 eine Reaktion darauf; viele Proteste verliefen unter dem Motto „Dimon otwetit“ (dt. „Dimon wird antworten“).

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    Olgino-Trolle

    Olgino-Trolle bzw. Kreml-Trolle sind gängige Bezeichnungen für die mutmaßlich vom Kreml bezahlten Kommentatoren auf Nachrichten-Portalen und in Sozialen Medien. Im St. Petersburger Stadtteil Olgino soll sich die Agentur für Internet-Forschung befinden, die für die Einstellung solcher Trolle zuständig sein soll.

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    Subbotnik

    Subbotnik (von russ. subbota, dt. Samstag) ist die Bezeichnung für die in der Sowjetunion geprägten Freiwilligeneinsätze an Samstagen. Schüler, Studenten und Arbeitnehmer werden dabei angehalten, in ihrer freien Zeit ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen – vor allem beim Reinigen ihrer Lehr- und Arbeitsstätten

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