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    Stiftung Anastasia

    Anastasia ist die Protagonistin der von Wladimir Megre (geb. 1950) verfassten Romanreihe Die klingenden Zedern Russlands. Alle zehn Bände dieses zwischen 1996 und 2010 erschienenen spirituellen Werks wurden auch ins Deutsche übersetzt. Auf der Grundlage dieser Schriften entwickelte sich unter anderem in Russland und Deutschland eine gleichnamige neue religiöse Bewegung, die versucht, nach den Ideen Anastasias zu leben. Im Vordergrund steht dabei ein selbstbestimmtes Leben auf Familienlandsitzen. Seit 2013 existiert auch die karitative Stiftung Anastasia: Nach Eigenauskunft engagiert sie sich vor allem für sozial benachteiligte Kinder. Einige Kritiker werfen der Bewegung allerdings Bereicherung vor.

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    Rodnaja Partija

    Im Programm der 2013 registrierten Partei Rodnaja Partija (dt. Heimatliche Partei) taucht das Wort Liebe besonders häufig auf. Es geht dabei um die Schaffung eines „Raums der Liebe“, um die „Energie der Liebe“ und um „Liebe zur Natur“. Die Partei befürwortet einen Rückzug auf die eigene Scholle, deren Bestellung und ein „ganzheitliches“ Leben mit der Natur. Da es die Rodnaja Partija nicht schaffte, erforderliche 200.000 Unterschriften von Unterstützern vorzulegen, wurde sie zur Dumawahl 2016 nicht zugelassen.

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    Kitesh

    Kitesh ist eine Siedlung rund 300 Kilometer südwestlich von Moskau. Sie besteht vor allem aus rund 15 Häusern, einem Bauernhof, einer Tischlerei und einer Schule. Die Einwohner Kiteshs verstehen sich als Siedler. Neben Versuchen in Subsistenzwirtschaft betreiben sie eine Erziehungseinrichtung für Heimkinder. Der Ortsname geht auf alte russische Mythen zurück. Ähnlich wie Atlantis oder Shangri-La wird Kitesh darin häufig als Sehnsuchtsort dargestellt.

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    Artemi Posanenko

    Artemi Posanenko (geb. 1988) ist ein russischer Soziologe. Er schloss im Jahr 2011 sein Studium an der Moskauer Higher School of Economics (HSE) ab und ist seit 2014 im Graduiertenprogramm der HSE an der Fakultät für Sozialwissenschaften. Dort forscht er zu Sozialen Strukturen, sozialen Institutionen und Prozessen. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf staatlicher und kommunaler Verwaltung.

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    Amerika als Jenseits und Neue Welt (Symbol)

    In der klassischen russischen Literatur steht Amerika symbolhaft sowohl für etwas Verheißungsvolles als auch für etwas, das Russland völlig entgegengesetzt ist. Auch die Bedeutung eines Jenseits taucht oft auf, zumeist aber ähnlich positiv besetzt wie bei Platons Beschreibung des Hades – der Unterwelt der griechischen Mythologie.

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    Prawda (Zeitung)

    Die Prawda (dt. Wahrheit) ist eine russische Tageszeitung, die 1912 von Lenin aus dem Exil gegründet wurde. Sie sollte eine Zeitung von Arbeitern für Arbeiter sein und war in der Sowjetunion das Parteiorgan der KPdSU. So war die Prawda mit einer offiziellen täglichen Auflage von elf Millionen Exemplaren die größte Zeitung der Sowjetunion. Nach dem Zerfall der Sowjetunion geriet sie allerdings in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1996 eingestellt, bevor sie im April 1997 als Organ der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation unter Chefredakteur Alexander Ilin neu gegründet wurde. Seit 2009 ist Boris Komozki Chefredakteur der Zeitung.

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    Übernahme von NTW durch Gazprom (2001)

    NTW war ein unabhängiger und häufig für seine Fernsehdebatten gerühmter Fernsehsender. Gemessen an den Einschaltquoten war er der größte Privatsender des Landes. Er galt im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2000 als Putin-kritisch, vor allem sein Besitzer Wladimir Gussinski ist mit scharfen Tönen gegen den Kandidaten Putin aufgefallen. Im April 2001 wurde der Sender feindlich durch Gazprom übernommen. Präsident Putin attackierte nach seiner Wahl die Medienoligarchen Gussinski und Beresowski scharf. Er äußerte Vermutungen, dass sie Geld geraubt und Massenmedien gekauft hätten, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Die Übernahme durch Gazprom gilt als Startpunkt von systematischen Medien-Verstaatlichungen unter Putin. NTW entwickelte sich dabei zu einem der am stärksten staatlich gesteuerten Kanäle.

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    Komintern

    Die Kommunistische Internationale (kurz Komintern) war ein internationaler Zusammenschluss sozialistischer Organisationen, der auf Lenins Initiative 1919 ins Leben gerufen wurde und der sich die proletarische Weltrevolution auf die Fahnen schrieb. In der Praxis wurde die Komintern spätestens nach Stalins Machtübernahme ab Mitte der 1920er Jahre von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion dominiert. Sie nutzte die Komintern als Instrument zur Einflussnahme auf sozialistische Parteien im Ausland. 1943 wurde die Komintern als Zugeständnis an die westlichen Alliierten von Stalin aufgelöst.

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    Sowjetunion mischt sich in amerikanische Wahlen 1984 ein

    Eine direkte Einmischung ist nicht belegbar. Die Sowjetunion hat aber zur US-amerikanischen Präsidentschaftswahl 1984 eine Propagandakampagne gestartet, in der sie sich offen für die kommunistischen KandidatInnen einsetzte. Ähnliche Kampagnen fanden auch in anderen Ostblock-Staaten statt. Bemerkenswerterweise konzentrierten sie sich vornehmlich nicht auf den kommunistischen Hauptkandidaten Gus Hall, sondern auf die Vize-Präsidentschaftskandidatin Angela Davis. Diese Aktivistin war schon seit den 1970er Jahren eng mit der Sowjetunion verbunden, wo sie als Dissidentin des Kapitalismus galt.

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