Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Parken in Moskau

    Nachdem für Moskaus Straßen erst im Dezember 2015 Parkgebühren eingeführt worden waren, wurden diese im Dezember 2016 bereits deutlich erhöht. Auf mehr als 100 Straßen im Zentrum Moskaus gelten nun Gebühren in Höhe von bis zu 200 Rubel (etwa 3 Euro) pro Stunde. Begründet wurde der Schritt seitens der Stadt mit der angespannten Parkplatzsituation in vielen Straßen der Hauptstadt. In Russland sind Parkgebühren sonst eher unüblich.

    Von

  • Gnose

    Allrussisches Bürgerforum

    Am Allrussischen Bürgerforum, das zum ersten Mal am 23. November 2013 in Moskau stattfand, nehmen jedes Jahr etwa 1000 Mitarbeiter russischer Non-Profit-Organisationen aus allen 83 Regionen teil. Sie tauschen sich über ihr gemeinnütziges Engagement aus und entwerfen eine Richtlinie zu aktuellen Themen der Zivilgesellschaft im Land.

    Von

  • Gnose

    Jewgeni Sinitschew

    Jewgeni Sinitschew (geb. 1966) ist seit 2018 Katastrophenschutz-Minister. Der ehemalige stellvertretende Direktor des russischen Geheimdienstes FSB war von Juli bis Oktober 2016 Gouverneur der Oblast Kaliningrad. Sinitschew erregte Aufsehen, als er seine erste Pressekonferenz im Gouverneursamt nach 49 Sekunden beendete. Von 2009 bis 2015 arbeitete er als Bodyguard beim Dienst zur Sicherheit des russischen Präsidenten. 

    Von

  • Gnose

    Fall Serdjukow

    Im November 2012 entließ Präsident Putin seinen engen Vertrauten und bisherigen Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Er war als Vorsitzender der Firma Oboronservice, (Anbieter von Armeedienstleistungen wie Versorgung und Reparaturen) nach einem Immobilienskandal in die Kritik geraten. Mitarbeiter von Oboronservice sollen Liegenschaften des Militärs auf Staatskosten renoviert und anschließend weit unter Marktwert verkauft haben. Der Schaden für den Staat soll bei etwa 78 Millionen Euro liegen. Putin begründete Serdjukows Entlassung damit, dass dieser nun Zeuge eines Ermittlungsverfahrens sei und so der saubere Ablauf der Ermittlungen gewährleistet werden solle.

    Von

  • Gnose

    Gezeter bezahlter Aktivisten (Pawlowski)

    Spöttisch zielt Pawlowski hier auf „Biker, Kosaken und Experten im Fernsehen“, wie er es im weiteren Verlauf des Interviews konkretisiert. Mit Bikern meint Pawlowski demnach die Nachtwölfe – dabei handelt es sich um den größten Motorrad- und Rockerklub Russlands, der auch staatliche Fördergelder bekommt. Die Nachtwölfe sind in der Öffentlichkeit präsent, traten bereits einige Male mit Putin auf und organisierten mehrfach nationalistische Musikspektakel, die im Fernsehen übertragen wurden. Ähnlich wie zahlreiche Kosakenverbände unterstützen sie die russische Regierung.

    Von

  • Gnose

    korrupte Liberale

    Anspielung auf Alexej Uljukajew (geb. 1956) – von 2013 bis 2016 russischer Wirtschaftsminister. Am 14. November 2016 wurde Uljukajew überraschend verhaftet, er wird beschuldigt, im Zuge der Übernahme des Ölkonzerns Baschneft durch Rosneft zwei Millionen US-Dollar Schmiergeld angenommen zu haben. Uljukajew wird oft dem liberalen Flügel des Regierungssystems zugerechnet.

    Von

  • Gnose

    #DonaldTrumpNasch

    Zu übersetzen ist der Hashtag mit Donald Trump gehört uns oder Donald Trump ist unser (entsprechend folgt Fillon gehört uns). Das steht an dieser Stelle analog zum Ausdruck krimnasch – ein Begriffspaar, das in der russischen Gesellschaft auf die Krimannexion verweist.

    Von

  • Gnose

    Hügelkönig

    Der Begriff „Hügelkönig“ verweist auf ein Kinderspiel, bei dem einer der Mitspieler auf einem Hügel oder einer Erhöhung steht und seine Gegner versuchen, diesen „König“ von dort zu vertreiben, um seinen Platz einzunehmen. Meist geschieht dies durch Schubsen, es gibt aber auch rauere Varianten des Spiels.

    Von

  • Gnose

    28 Panfilow-Helden

    28 Panfilow-Helden ist ein sowjetisches Propaganda-Motiv aus dem Zweiten Weltkrieg. Ende November 2016 wurde die Premiere des gleichnamigen Films gefeiert, der durch Crowdfunding und Förderung des Kulturministeriums finanziert wurde. Zwischen dem Kulturminister Wladimir Medinski und dem Leiter des Staatsarchivs Sergej Mironenko kam es im Vorfeld zu einem öffentlichkeitswirksamen Konflikt: Mironenko kritisierte, die Geschichte sei ein Mythos. Der Minister entgegnete harsch, er würde verstehen, wenn Mironenko den Job wechsle.

    Von