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    St. Petersburg/Petrograd/Leningrad

    Die 1703 von Zar Peter dem Großen gegründete und nach seinem Schutzheiligen, Apostel Simon Petrus, benannte Stadt Sankt Petersburg wurde 1914 zum ersten Mal umbenannt. Sie hieß bis zu Lenins Tod im Jahr 1924 Petrograd. Dann wurde der Name zu seinen Ehren in Leningrad geändert. Seit 1991 heißt sie wieder Sankt Petersburg, umgangssprachlich meist Piter genannt.

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    Fall einer jungen Frau in Orjol (Nov 2016)

    Gemeint ist ein Fall aus November 2016. Eine junge Frau aus der Stadt Orjol rief die Polizei an und berichtete darüber, dass ihr ehemaliger Lebensgefährte sie verprügele. Die Aufzeichnung des Gesprächs dokumentierte laut Medienberichten, dass die Diensthabenden sich weigerten, eine Streife loszuschicken.

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    Strafpsychatrie

    Als Strafpsychiatrie wird oft der politische Missbrauch der Psychiatrie in der Sowjetunion bezeichnet. Sogenannte konterrevolutionäre Gedanken galten in den 1960er und 1970er Jahren als psychische Störungen. Tausende Andersdenkende und Dissidenten wurden mit „wissenschaftlichen Mitteln“ pathologisiert, in Anstalten weggesperrt und zwangsbehandelt. Oft kam es dabei zu gravierenden Misshandlungen mit Todesfolge.

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    Wassili Blochin

    Wassili Blochin (1895–1955) führte als Wachleiter beim Geheimdienst von 1924 bis 1952 tausende Hinrichtungen von sogenannten „Staatsfeinden“ durch. Im Vorfeld der Tauwetter-Politik, die Parteichef Nikita Chruschtschow 1956 beim XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der UdSSR initiierte, wurden Blochin alle verliehenen Auszeichnungen und sein Generalsrang aberkannt.

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    Auf der Gorochowaja Straße (Lied)

    Auf der Gorochowaja Straße ist ein Lied des bekannten Musikers Alexander Rosenbaum (geb. 1951). Darin thematisiert er Szenen aus dem nachrevolutionären St. Petersburg des Jahres 1918: Auf der Gorochowaja Straße befand sich damals die unter Leitung von Felix Dserschinski (1877–1926) stehende WeTscheKa – Abkürzung für Außerordentliche Allrussische Kommission zur Bekämpfung von Konterrevolution, Spekulation und Sabotage, die erste sowjetrussische Geheimpolizei. Hiervon abgeleitet wird der Ausdruck Tschekisten auch heute noch für die Mitarbeiter von Geheimdiensten verwendet.

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    Natalja Ossipowa

    Russische Journalistin und Schriftstellerin. Sie arbeitete unter anderem für die Wirtschaftszeitung Kommersant und als Chefredakteurin der russischen Cosmopolitan, leitete außerdem die PR-Abteilung der staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft WGTRK. Zurzeit arbeitet sie als Kolumnistin für verschiedene Print- und Onlinemedien, darunter für Izvestia oder Gazeta.ru.

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    Föderale Nachrichtenagentur

    Die Föderale Nachrichtenagentur (FAN) wurde 2014 in St. Petersburg gegründet. Beobachtern zufolge gehört FAN Jewgeni Prigoshin (geb. 1961) – Besitzer des einzigen privaten Restaurants im Weißen Haus in Moskau, auch als „Chefkoch der russischen Regierung“ bekannt.

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    Alexander Chinschtein

    Russischer Politiker und Journalist. Chinschtein (geb. 1974) war Mitglied der Regierungspartei Einiges Russland. Seine Mitgliedschaft ruht, seit er im Oktober 2016 stellvertretender Leiter des Föderalen Dienstes der Truppen der Nationalgarde der Russischen Föderation wurde, wo er unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist.

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    Nikolaj Jeschow

    Nikolaj Jeschow (1895–1940) war ein sowjetischer Politiker und zeitweise enger Weggefährte Stalins. Da er als Volkskommissar des NKWD (in etwa: Minister für Inneres und Staatssicherheit) die Umsetzung der Stalinschen Säuberungen verantwortete, wird die Zeit des Großen Terrors auch Jeschowschtschina genannt. Jeschow, der von Historikern oft als Henker und Sadist beschrieben wird, wurde 1940 wegen angeblicher Umsturzpläne hingerichtet.

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