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  • Gnose

    Organisation BORN (БОРН)

    Als BORN (Bojewaja Organisazija Russkich Nazionalistow, dt. Kampforganisation russischer Nationalisten) wird in Russland eine nationalistische Organisation bezeichnet, die von 2008 bis 2011 bestand. In verschiedenen Strafprozessen wurden vier Mitglieder unter anderem wegen  Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. 

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  • Gnose

    Chimki hatte ich noch Illusionen

    Im Juli 2010 gingen mehrere Hundert maskierte Linksextreme auf das Verwaltungsgebäude im Moskauer Vorort Chimki los. Es flogen Rauchbomben, Scheiben wurden zerschlagen, Wände beschmiert. Es gab Festnahmen, Aleksej Gaskarow saß mehrere Monate in Untersuchungshaft, wurde von einem Gericht jedoch schließlich freigesprochen. Mit dem Ortsnamen Chimki ist in Russland seit dem Jahr 2010 eine breite Protestbewegung gegen den Bau einer Autobahn verbunden, für den örtlicher Wald gerodet werden sollte. Die Trasse wird inzwischen gebaut, die Debatte hält an.

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  • Gnose

    Interne Sicherheitsabteilung des FSB

    Die Interne Sicherheitsabteilung des FSB beschäftigt sich mit der Sicherheit der Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes FSB und ihrer Familienmitglieder aber auch mit der Verhinderung von Straftaten und Ermittlungen, die von dort aus geführt werden. In der Praxis ist der Wirkungsbereich der Abteilung deutlich größer.

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    Kongress der Volksdeputierten

    Der Kongress der Volksdeputierten der UdSSR wurde im Juli 1988 auf dem XIX. Parteitag der KPdSU als neues höchstes Staatsorgan geschaffen. Er war das erste teilweise frei gewählte Parlament der Sowjetunion. Zwischen Mai 1989 und September 1991 kamen die insgesamt 2250 Abgeordneten insgesamt fünfmal zusammen.

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    „Russland, du bist wohl völlig durchgedreht“ – Aussage Karjakin

    Gemeint ist eine Aussage des Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers Juri Karjakin (1930–2011), die ab den 1990er Jahren zum geflügelten Wort wurde. Karjakin hatte mit diesen Worten den Sieg der LDPR bei der Dumawahl 1993 in einer Live-Sendung des Ersten Kanals kommentiert. Der Wahlsieg mit rund 23 Prozent sowie das gute Abschneiden der Kommunisten mit rund 12,4 Prozent galten als ein harter Schlag gegen den Aufbau demokratischer Strukturen in Russland.

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    Präsidentschaftswahl 1996

    Bei der Präsidentschaftswahl 1996 standen sich der Kommunist Gennadi Sjuganow (geb. 1944) und Amtsinhaber Boris Jelzin (1931–2007) gegenüber. Der Wahlkampf ging als besonders schmutzig in die Geschichte ein: mit Manipulationen im Hintergrund bis zu offenen Beleidigungen. Sjuganow könne einen allumfassenden Bürgerkrieg auslösen, so der häufige Tenor, der damals einer weit verbreiteten Angst entsprach; auch bis dahin in Russland undenkbare Hitler-Vergleiche gehörten zum Diffamierungs-Arsenal. Der Großteil russischer Medien unterstützte die Kandidatur Boris Jelzins. 

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    Debatte, ob das Volk konservativer ist als die Regierenden 2010/2011

    Gemeint ist die Diskussion darüber, ob das Volk konservativer ist als die Regierenden. In Russland geht es konkret um die Debatte, die einige unabhängige Medien vor allem um die Jahreswende 2010/2011 führten. Ausgehend vom geflügelten Wort Alexander Puschkins (1799–1837), wonach die „Regierung der einzige Europäer in Russland“ sei, bezeichneten damals auch einige – nicht nur dem Kreml nahestehende Politikwissenschaftler – Putin als „liberaler, demokratischer und pro-westlicher als mindestens 90 Prozent der Bevölkerung“. Die unabhängige Presse debattierte vor diesem Hintergrund die Frage, ob die anti-westliche Politik des Kreml nicht einem simplen populistischen Kalkül geschuldet sei.

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  • Gnose

    Methadon

    Nach einer kurzen Testphase in den 1990er Jahren wurde Methadon unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt und somit kriminalisiert. Nach der Angliederung der Halbinsel Krim wurde das dortige Methadon-Programm für rund 800 Abhängige eingestellt.

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    gemeinnützige Organisation Reschetnikow

    Gemeint ist beispielsweise das Russische Institut für Strategische Studien. Es ist ein staatlich finanzierter, der Regierung nahe stehender Think Tank, der sich nach eigenen Angaben mit Fragen der nationalen Sicherheit und der strategischen Interessen Russlands beschäftigt. Direktor Leonid Reschetnikow (geb. 1947) sagte bei einem Interview im Oktober 2016, Spritzentauschprogramme und kostenlose Herausgabe von Kondomen würden Drogenmissbrauch und Prostitution fördern. Dies vernichte die traditionellen Werte, so Reschetnikow.

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    Regierungsstrategie zu HIV/Aids

    Neben der Ausweitung der Diagnostik sieht die Regierungsstrategie eine verbesserte Versorgung mit HIV-Präparaten vor. Außerdem sollen die Präventionsprogramme sowie die HIV-Forschung ausgebaut werden. Eine Aufstockung der Mittel für die Realisierung ist in der Regierungsstrategie bislang nicht vorgesehen.

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