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    Gedenktafel für Carl Gustaf Emil Mannerheim

    Für Carl Gustaf Emil Mannerheim (1867-1951) wurde im Juli 2016 in St. Petersburg eine Gedenktafel eingeweiht, was in der Öffentlichkeit heftig diskutiert wurde. Mannerheim diente einerseits von 1887 bis 1917 in der russischen Armee, andererseits war er Oberbefehlshaber der finnischen Armee im Winterkrieg 1939 bis 1940 gegen die Sowjetunion. Im Oktober 2016 wurde die Gedenktafel von Unbekannten wieder abmontiert, tauchte später aber wieder auf. Die Russische Militärhistorische Gesellschaft kündigte nachträglich an, der Tafel einen Platz im Museum des Ersten Weltkrieg zu geben.

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    Umbenennung der Moskauer Metrostation Woikowskaja

    Seit Anfang der 1990er Jahre wird die Umbenennung der Moskauer Metrostation Woikowskaja diskutiert. Sie ist benannt nach Pjotr Woikow (1888-1927), der als einer der Organisatoren der Erschießung von Zar Nikolaus II. und seiner Familie gilt. Bei einer Volksabstimmung im November 2015 stimmten 53 Prozent gegen die Umbenennung.

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    Volksverräter (Rede Putins)

    Als Volksverräter werden in Russland derzeit häufig Menschen bezeichnet, die sich kritisch gegenüber dem Regierungskurs positionieren und deren Kritik dabei als „russlandfeindlich“ empfunden wird, etwa in der Krimfrage. Geläufig wurde die Wendung insbesondere durch die Krimrede Wladimir Putins am 18. März 2014. Darin sprach er von Volksverrätern als Teil der sogenannten Fünften Kolonne, also der Subversion bezichtigte Gruppierungen, die am Umsturz der bestehenden Ordnung im Interesse des Westens arbeiten würden.

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    Solowezki-Stein in Moskau

    Der sogenannte Solowezki kamen (dt. Solowezki-Stein) ist ein Denkmal für die Opfer der politischen Repressionen in der UdSSR. Der Stein wurde im Jahr 1990 vor dem Gebäude des Inlandsgeheimdienstes FSB, dem damaligen KGB, auf dem Lubjanskaja-Platz in Moskau aufgestellt. Er war von den Solowezki Inseln im Weißen Meer hingebracht worden. Hintergrund ist, dass sich auf den Solowezki Inseln das erste Arbeitslager in der UdSSR befand. Das umgangssprachliche Wort Solowki, das diese Inseln bezeichnet, wurde deswegen zum Synonym der Repressionen.

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    Aktion Rückgabe der Namen

    Die Aktion unter dem Titel Rückgabe der Namen erinnert jedes Jahr um den 29. und 30. Oktober an die Opfer der Repressionen in den 1930er Jahren unter Stalin, speziell an die Toten des Großen Terrors von 1937 und 1938. In vielen russischen Städten treten Menschen dafür an einem öffentlichen Platz an ein Mikrofon und verlesen nacheinander die Namen der Opfer. Das Gedenken wird von der Menschenrechtsorganisation Memorial getragen.

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    Oleg Chlewnjuk

    Oleg Chlewnjuk (geb. 1959) ist ein Historiker mit den Schwerpunkten Stalinismus und Geschichte der UdSSR. Die zentrale These seiner vielbeachteten (und ins Deutsche übersetzten) Monographie Stalin: Eine Biographie besteht darin, dass das politische Regime der UdSSR unter Stalin in höchstem Maße personalisiert war.

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    Swetlana Dawydowa

    Swetlana Dawydowa (geb. 1978) saß in Untersuchungshaft, weil sie der Ukrainischen Botschaft in Moskau im April 2014 telefonisch mitgeteilt haben soll, dass die in ihrem Wohnort stationierte Militäreinheit nach Donezk in der Ukraine verlegt worden sei. Die Ermittlungen wegen Landesverrats gegen sie wurden im März 2015 eingestellt. Zuvor hatten Tausende Menschen im Internet ihre Solidarität mit der Hausfrau und Mutter erklärt.

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    Ivan Kurilla

    Ivan Kurilla (geb. 1967) ist russischer Historiker und Publizist, der sich hauptsächlich mit der Geschichte der russisch-amerikanischen Beziehungen, aber auch mit Gedächtniskultur und Geschichtspolitik beschäftigt. Seit 2015 ist er Professor an der Europäischen Universität in Sankt Petersburg.

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  • Gnose

    die Regierung kürzt die Ausgaben auf das Allernotwendigste, außer die für den Krieg

    Die Sozialausgaben sind in den letzten Jahren zwar insgesamt nominell gestiegen, ihr realer Wert ist aber in vielen Bereichen aufgrund verschiedener Faktoren – vor allem wegen der Inflation – gesunken. So verloren beispielsweise viele Formen von Sozialbezügen an Kaufkraft. Demgegenüber sind die Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben überproportional – und auch faktisch – angestiegen.

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    Strafkommando

    Im Original karateli – eine eher altertümliche Bezeichnung für „Bestrafer“ bzw. Mitglieder eines Strafkommandos. Erneute Popularität erfuhr der Begriff im Zuge des Ukrainekonflikts: Während im offiziellen ukrainischen Sprachgebrauch von einer „Antiterror-Operation“ gegen bewaffnete Separatisten die Rede ist, sprechen russische Staatsmedien oft von „Strafoperationen“ der ukrainischen Armee gegen die Bevölkerung des Donbass.

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