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    Maria Stepanowa

    Maria Stepanowa (geb. 1972) ist russische Dichterin und Journalistin. Von 2007 bis 2012 war sie Chefredakteurin des Online-Mediums OpenSpace und seit 2012 leitet sie die Redaktion des Web-Projekts Colta.ru.

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    Ruschnik

    Ein Ruschnik ist ein flächig besticktes Leinentuch, das in der ostslawischen Volkskultur weit verbreitet ist. Es findet bei verschiedenen Ritualen (Hochzeit, Begräbnis etc.) Verwendung, teils werden ihm magische Eigenschaften zugeschrieben. Die symbolische Bedeutung des Ruschniks und seines Ornaments entfaltet sich rund um das Thema des Weges und der Verbindung, auch zwischen den Generationen. Der Ruschnik war oft ein wichtiges Element des Interieurs von Bauernhäusern, mit ihm wurden Ecken, Fenstern und Türen geschmückt.

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    Film von Sergej Eisenstein

    In den 1930er Jahren arbeitete Sergej Eisenstein (1898–1948), einer der wichtigsten Regisseure der frühen Sowjetzeit, an einem Film mit dem Titel Beshin Lug. Dem Sujet liegt die Geschichte der Ermordung des Pioniers Pawlik Morosow zugrunde, der Anfang der 1930er Jahre gegen Feinde der Kollektivierung kämpfte und im Zuge dieses Kampfes seinen Vater denunziert haben soll. Der Film wurde von der Obersten Filmbehörde der UdSSR als ein Werk der sozialen Utopie verurteilt, die Dreharbeiten wurden vorzeitig gestoppt. Das gedrehte Material wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Es sind nur einzelne Standbilder erhalten, aus denen heute einige Intentionen des Regisseurs rekonstruiert werden können.

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    Roman von Sorokin

    Vladimir Sorokin (geb. 1955) schrieb während der Perestroika in den Jahren 1985 bis 1989 einen Roman, dessen Titel ebenfalls schlicht lautete: Roman (in diesem Falle zugleich Gattungsbezeichnung wie Vorname des Protagonisten). Es geht darin um den Untergang des bäuerlichen Lebens und des russischen Dorfes als soziale und wirtschaftliche Institution. Sorokin ist ein der bekanntesten zeitgenössischen russischen Schriftsteller, sein Werk wird dem Postmodernismus zugerechnet. Der Roman Roman wurde erst 1994 veröffentlicht.

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    Turgenjewskije mesta

    Als Turgenjewskije mesta (Turgenjewsche Orte) wird oft die Gegend an der Grenze zwischen den Gebieten Tula und Orjol bezeichnet, in der die Handlung vieler Romane und Erzählungen von Turgenjew spielt. Turgenjew war oft sehr genau in seinen Beschreibungen, so dass man die konkreten Orte heute noch erkennen kann. Das Herz der Turgenjewschen Orte ist die Siedlung Spasskoje-Lutowinowo, die ca. 340 km südlich von Moskau liegt. Spasskoje-Lutowinowo war zugleich das Familienanwesen von Turgenjew, auf dem er viel Zeit seines Lebens verbrachte.

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    Iwan Turgenjew (Beshin Lug)

    Iwan Turgenjew (1818–1883) war ein russischer Schriftsteller und Klassiker der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Berühmtheit erlangte er bereits in den 1840er Jahren mit literarischen Texten, die er in der Zeitschrift Sowremennik veröffentlichte. 1852 erschien ein Zyklus dieser Erzählungen in Buchform unter dem Titel Sapiski ochotnika (dt. Aufzeichnungen eines Jägers). Sie beschreiben die Beobachtungen eines Jägers auf dem Lande, seine Erfahrungen mit Menschen und Natur. In der Erzählung Beshin Lug, die zu diesem Zyklus gehört, muss der vom Weg abgekommene Jäger auf dem Feld übernachten und wird zum Zeugen einer Unterhaltung der örtlichen Buben über Poltergeister, Meerjungfrauen und geheimnisvolle Stimmen.

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    Roman Sacharow gegen Russland

    Im Dezember 2015 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) der Klage des St. Petersburger Journalisten Roman Sacharow stattgegeben. Demnach verstoße das bestehende Programm der Telefonüberwachung gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Russland wurde zur Zahlung von 40.000 Euro an Sacharow verurteilt.

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    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    Russland hat die Europäische Menschenrechtskonvention 1998 ratifiziert. Damit trat es in den Zuständigkeitsbereich des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) ein. Im Fall um den Ölkonzern Yukos hat das Gericht im Jahr 2014 Russland zu Entschädigungszahlungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro verurteilt. Im Juli 2015 hat das russische Verfassungsgericht entschieden, dass die Umsetzung der EGMR-Urteile vom Verfassungsgericht darauf geprüft werden müssen, dass sie nicht gegen die Verfassung verstoßen und schränkte damit die Entscheidungen des EGMR im Land ein.

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    Jekaterina Wologshenninowa

    Jekaterina Wologshenninowa, eine 47-jährige alleinerziehende Mutter aus Ekaterinburg, wurde im Februar 2016 zu 320 Stunden Sozialarbeit verurteilt. Außerdem hat das Gericht verfügt, ihren Computer und die Maus zu zerstören. Sie habe auf ihrer öffentlich-zugänglichen VKontakte-Seite mit insgesamt vier Abonnenten Beiträge über den Ukraine-Konflikt geteilt, die die Bürger Russlands beleidigt und erniedrigt hätten, so das Gericht. Ihr Fall hatte dem Thema zu Beginn des Jahres für einen Moment größeres Aufsehen verschafft.

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    Krim-Brücke

    Da Russland keine Überlandverbindung zur Krim hat, sollte nach der Angliederung der Halbinsel eine 19 Kilometer lange Brücke über die Straße von Kertsch das Festland mit der Halbinsel verbinden. Das Bauunternehmen Strojgasmontash erhielt im Januar 2015 den Staatsauftrag für den Bau der Brücke. Strojgasmontash gehört Arkadi Rotenberg (geb. 1951) – ein Unternehmer, der als enger Vertrauter von Präsident Putin gilt. Die USA sowie die EU verhängten Sanktionen gegen Rotenberg. Der Bau der Brücke begann 2016, im Mai 2018 eröffnete Wladimir Putin die Brücke für den Autoverkehr. Die Bahngleise wurden Ende 2019 eröffnet.

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