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    Mangelware (defizit)

    Der russische Begriff defizit (dt. „Mangelware“) war vor allem zu Zeiten der Sowjetunion sehr geläufig. Aufgrund schlechter Versorgungslage kam es oft zu dauerhaften Versorgungsengpässen, viele Waren waren über längere Zeiträume hinweg nicht erhältlich. Daneben gab es auch den Begriff des Informationsdefizits: Dieser bezog sich vor allem auf Zensur und Propaganda.   

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    Menge vernichteter Lebensmittel

    Seit dem Inkrafttreten eines Präsidentenerlasses am 6. August 2015 werden all die Lebensmittel vernichtet, die trotz des ein Jahr zuvor beschlossenen Einfuhrverbots illegal ins Land gelangen. Die offiziellen Zahlen der Behörden sprechen von 7,3 Millionen Tonnen vernichteter Lebensmittel im ersten Jahr nach dem Beschluss.

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    Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra

    Der Autonome Kreis der Chanten und Mansen/Jugra ist ein Föderationssubjekt im Föderationskreis Ural. Die Region, in der rund eineinhalb Millionen Menschen leben, ist der größte Erdölproduzent mit dem höchsten regionalen Bruttoinlandsprodukt des Landes.

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    SPARK (Gesellschaft)

    SPARK (System für professionelle Markt- und Unternehmensanalysen) ist ein 2004 gestartetes Projekt der Nachrichtenagentur Interfax. Das Projekt bietet vor allem eine Datenbank, die gewerbsmäßige Bonitätsprüfungen ermöglicht, aus denen Ratings erstellt werden.

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    fliegende Händler aus den Nachbarländern Finnland und Estland

    Das im Jahr 2010 beschlossene Abkommen zum kleinen Grenzverkehr brachte den Einwohnern im Nordwesten Russlands Visaerleichterungen, sodass sie unkompliziert in das Schengen-Land Finnland einreisen konnten. Viele Kleinhändler nutzen die Möglichkeit, um finnische Produkte, deren Einfuhr seit den von Russland im August 2014 verhängten Sanktionen größtenteils verboten ist, dennoch illegal zu importieren.

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    Maria Schtscherbakowa

    Maria Schtscherbakowa (geb. 1955) ist seit 2012 Bezirksvorsteherin im Zentralen Verwaltungsbezirk von St. Petersburg im historischen Zentrum der Stadt. Für diesen Stadtteil, in dem rund 220.000 Einwohner leben, ist sie außerdem Bezirkssekretärin bei der Kremlpartei Einiges Russland. Schtscherbakowa konnte im September 2016 als Direktkandidatin bei der Wahl zum Petersburger Stadtparlament (Gesetzgebende Versammlung St. Petersburgs) die meisten Stimmen auf sich vereinigen. Sobald sie dort ihre Arbeit aufnimmt, wird sie den Posten der Bezirksvorsteherin aufgeben.

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    Kommunisten Russlands

    Die Partei Kommunisten Russlands (Kommunisty Rossii) wurde 2012 mit dem Ziel gegründet, eine Alternative für die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) zu bieten. Vor allem der Parteivorsitzende der KPRF, Gennadi Sjuganow, sei laut den Kommunisten Russlands nicht in der Lage, die verlorene Macht wieder zu erlangen. Obwohl viele Gesichter der Partei den politischen Kurs des Präsidenten Wladimir Putin begrüßen, kritisieren sie die KPRF auch wegen ihrer Machtnähe.  

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    logische Konsequenz (Golossow)

    Bei der Dumawahl 2011 verlor Einiges Russland 15 Prozentpunkte gegenüber 2007. Ein wichtiger Grund für die massiven Verluste der Regierungspartei war vor allem ihr Vertrauensverlust in der urbanen Bevölkerung.

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  • Gnose

    Klientelismus (Golossow)

    Gemeint ist die asymmetrische Abhängigkeitsbeziehung zwischen den Wählern und den Machthabern. Vor allem sogenannte Bjudshetniki ( von dt. „Budget“) spielen hierbei eine Rolle. Es sind Personen, die ihre Einkünfte aus dem „Staatsbudget“ – also Staatshaushalt – beziehen. Dazu gehören zum Beispiel Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst, Soldaten, Rentner oder Studenten. Durchschnittlich fast die Hälfte aller Bürger Russlands sagte in den letzten Jahren bei diversen Umfragen, dass sie ohne staatliche Geldleistungen gravierende Einschränkungen in ihrer Lebensqualität in Kauf nehmen müsste. Die weitgehend feste Parteibindung von Bjudshetniki an Einiges Russland wird oft aus diesem Abhängigkeitsverhältnis heraus erklärt.

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  • Gnose

    Mantras gegen Wahlfälschungen

    Vor dem Hintergrund der anstehenden Dumawahl erklärte Präsident Wladimir Putin Stabilität und Vertrauen der Bürger zu Schlüsselfaktoren in der Entwicklung Russlands. Die politische Elite des Landes war offensichtlich darum bemüht, die Wahl ohne Fälschungen ablaufen zu lassen. In vielen Statements wurden die Verantwortlichen in den Regionen dazu aufgerufen, saubere Wahlen zu gewährleisten.

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