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  • Gnose

    „in dem Kragen Nase und Kinn versteckt“ – Zitat von Blok

    Ein Zitat aus dem revolutionären Poem „Zwölf“ von Alexander Blok, das im Januar 1918 entstand – nur wenige Monate nach der Oktoberrevolution.  In einem eisigen Schneesturm steckt ein „Bürger” (im Original abfällig Bourgois) Nase und Kinn in seinen Mantelkragen. Er verkörpert hier die gescheiterte alte Welt und ihre gesellschaftliche Ordnung vor der Oktoberrevolution.

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  • Gnose

    Staatssicherheit

    Mit dem Begriff Staatssicherheit ist der Inlandsgeheimdienst FSB (Föderaler Sicherheitsdienst) gemeint. Die Bezeichnung geht zurück auf die sowjetische Vorgängerorganisation KGB, das Komitee für Staatssicherheit.

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  • Gnose

    Schwarze Quadrat

    Das weltberühmte Gemälde des Künstlers Kasimir Malewitsch entstand im Jahr 1915. Es hängt in der Tretjakow-Galerie in Moskau.

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    Gerichts-Rituale – Kaschin Text

    Bezieht sich auf eine Aussage Pawlenskis, in der er fordert, wegen Terrorismus angeklagt zu werden. Er protestiert damit gegen die Verurteilung des ukrainischen Regisseurs Oleh Senzow und des Aktivisten Alexander Koltschenko, die nach der Krim-Annexion wegen angeblicher Brandstiftung als Terroristen eingestuft wurden und mehrjährige Gefängnisstrafen erhielten. Pawlenko erklärte, nach der „Logik des Systems“ müsse daher auch er als Terrorist behandelt werden, andernfalls werde er die „Rituale“ des Gerichtsprozesses nicht mitmachen.

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  • Gnose

    Jerzy Grotowski

    Den polnischen Theatermacher Jerzy Grotowski (1933–1999) interessierten Rituale und spirituelle Techniken im Theater. Die Dominanz von Rationalität, Text und oberflächlicher Psychologie lehnte er ab. Er formulierte das Konzept eines „armen Theaters“, in dem die Schauspieler durch ihre körperlichen Ausdrucksmittel alle übrigen Theatermittel wie Bühnenbild, Kostüm oder Lichteffekte ersetzen sollen. Durch exzessives Körpertraining, aber auch Psychotechniken sollen die Schauspieler Selbsterkenntnis und Selbstbefreiung im Spiel erlangen, um somit eine spirituelle Erfahrung auch der Zuschauer zu ermöglichen.

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    Antonin Artaud

    Der Franzose Antonin Artaud (1896–1948) war Regisseur, Schauspieler, Theaterautor und einer der wichtigsten Theatertheoretiker der Avantgarde. Einflussreich für die Entwicklung des Gegenwarttheaters wurde vor allem sein Konzept eines „Theaters der Grausamkeit“. Es wandte sich gegen Naturalismus, Psychologie und Textgläubigkeit im Theater und propagierte stattdessen Mythos, Ritual und Körperlichkeit. Sein Theater wollte den Zuschauer sinnlich überwältigen und ihm damit „ein Moment des Lebens“ verschaffen. Vom Schauspieler verlangte Artaud dafür, seine äußersten körperlichen Möglichkeiten durch eine Art „bewusster Trance“ zu aktivieren.

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    Strana gluchich

    Zu Deutsch: Land der Gehörlosen. Ein Drama des Regisseurs Waleri Todorowski aus dem Jahr 1997, das auf einer Erzählung von Renata Litwinowa basiert. Die junge Rita muss untertauchen, nachdem ihr Freund sich mit dem organisierten Verbrechen angelegt hat. Sie findet Obdach bei der gehörlosen Strip-Club-Tänzerin Jaja, die davon träumt, eines Tages in ein friedliches „Land der Gehörlosen“ auszuwandern. Die beiden Frauen finden sich jedoch unvermittelt in einem Konflikt zwischen zwei Mafia-Clans –  den Tauben und der Hörenden.

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    Strogino

    Ein Bezirk am nordwestlichen Stadtrand Moskaus, etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

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    Festival „Proteatr“

    Ein Theater-, Musik- und Zirkusfestival für Menschen mit Behinderung. Neben den Vorstellungen bieten die Veranstalter auch Kurse für Regisseure an, die mit Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen arbeiten. Das Festival findet seit Anfang der 2000er alle drei Jahre statt. Es wird von der Organisation Krug (dt. Kreis) ausgerichtet, die sich für Kinder mit Behinderung engagiert.

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