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    Gehälter von Staatsangestellten in sozialen Berufen

    Im Mai 2012 verfügte Präsident Putin, dass die Gehälter von Staatsangestellten in sozialen Berufen bis zum Jahr 2018 deutlich angehoben werden sollen. Gleichzeitig wird allerdings die Zahl der Lehrer deutlich verringert, worunter die Qualität des Unterrichts leidet. Ziel ist, dass Lehrergehälter auf das Level des regionalen Durchschnittsgehalts steigen. Im September 2015 wurde nun bekannt, dass künftig eine andere Methode zur Berechnung des Durchschnittgehaltes verwendet wird, wodurch das Ziel auf dem Papier einfacher zu erreichen ist.

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    Dima-Jakowlew-Gesetz

    Nachdem die USA im Dezember 2012 mit dem Magnitsky Act mehrere russische Beamte, die sie für den Tod des Juristen Sergej Magnitski verantwortlich hielten, auf eine Sanktionsliste setzten, reagierte Russland noch im selben Monat mit der Verabschiedung des Dima-Jakowlew-Gesetzes. Dieses sah vor, amerikanischen Eltern die Adoption russischer Waisenkinder zu verbieten. Es wurde nach Dima Jakowlew benannt, einem zweijährigen russischen Adoptivkind, das 2008 aufgrund fahrlässiger Tötung in den USA starb. Das umstrittene Gesetz löste nicht nur in der russischen Gesellschaft Protest aus, da politische Auseinandersetzungen auf Kosten bedürftiger Kinder ausgetragen wurden, sondern sorgte auch für internationale Kritik und eine Abkühlung der Beziehungen zu den USA. Das Gesetz ist weiterhin in Kraft.

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    Ärztemangel (Reform im Gesundheitswesen)

    Im Zuge einer als Optimierung bezeichneten Reform im Gesundheitswesen kam es 2014 zur Umstrukturierung zahlreicher medizinischer Einrichtungen im ganzen Land. Dabei wurden Krankenhäuser zu größeren Einheiten zusammengelegt, was unweigerlich mit Schließungen und Entlassungen einherging. Innerhalb von vier Jahren sieht die Reform für die Zahl an Krankenhäusern eine Verringerung um 11 %, für die Polikliniken um 7 % vor. Ende November 2014 kam es deshalb zu Großdemonstrationen (ca. 5000 Teilnehmer in Moskau) von Ärzten und medizinischem Personal in mehreren russischen Städten.

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    Stachanowzy

    Die Stachanow-Bewegung war eine von der Staatsführung geförderte Initiative zur Steigerung der Produktivität der sowjetischen Wirtschaft. Sie ist benannt nach dem Bergarbeiter Alexej Stachanow (1905–1977), der während einer Schicht im Jahr 1935 ein Vielfaches der vorgeschriebenen Menge Kohle gefördert hatte. Es handelte sich jedoch um eine entsprechend vorbereitete Inszenierung, die in der Folge benutzt wurde, um einen Wettbewerb zur Steigerung der Arbeitsleistung zu propagieren.

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    Ton einer gesprungenen Saite

    Diese Stelle ist ein Zitat aus Tschechows Drama „Der Kirschgarten“. Im Stück steht der Verkauf des alten Kirschgartens für den Ausgang einer Epoche: Der verarmte Landadel trennt sich von seinen Jahrhunderte alten Besitzungen. Der Klang der reißenden Saite symbolisiert das Ende einer Welt.

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    Forschungsstadt Kolzowo

    In diesem Ort bei Nowosibirsk wurde 1974 ein Forschungsinstitut für Virologie und Biotechnologie gegründet, das bis heute besteht. Auf Erlass des Präsidenten erhielt Kolzowo im Jahr 2003 den Status einer Forschungsstadt, der mit besonderer staatlicher Förderung einhergeht.

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    Nishni Nowgorod

    Nishni Nowgorod (von 1932 bis 1990 Gorki) ist eine Großstadt (1,2 Millionen Einwohner) an der Einmündung der Oka in die Wolga, ungefähr 400 km östlich von Moskau. Zu Sowjetzeiten war die Stadt für Ausländer geschlossen. Von 1980 bis 1986 Verbannungsort von Andrej Sacharow, der hier unter ständiger Bewachung des KGB lebte.

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    „Der Jugend stehen bei uns alle Wege offen“

    Sarkastische Umformulierung einer Zeile aus dem „Lied über die Heimat“ (Pesnja o Rodine, 1936), einem der populärsten sowjetischen Lieder. Im Original lautet die Zeile: „Der Jugend stehen bei uns alle Wege offen/den Alten wird bei uns allerorts Ehre zuteil.“

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    BelAZ

    Der Name eines belarussischen Herstellers für Baumaschinen und Radlader. Bekannt sind insbesondere die übergroßen Muldenkipper. Die Firma besteht seit 1948 und stellt seit 1961 Fahrzeuge unter dem Namen BelAZ her. Er steht für Belorusski Awtomobilny Zawod (dt. Belarussische Automobilfabrik).

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