Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Zehn Tage (Ordnungshaft)

    Viele der Demonstranten, die seit dem 9. August 2020 auf die Straßen gingen, wurden wegen der Teilnahme an Massenunruhen bzw. nicht genehmigten Kundgebungen (Paragraf 293 des Strafgesetzbuches der Republik Belarus) festgenommen und zu 10 bis 30 Tagen Ordnungshaft verurteilt.

    Von

  • Gnose

    roter Saft (Moosbeersaft)

    Auch im russischen Original steht hier das russische Wort für Moosbeersaft, eine Anspielung des Autors auf das Gedicht Balagantschik. Dieses stammt aus der Feder des russischen Lyrikers Alexander Blok, der als einer der wichtigsten Vertreter des Symbolismus gilt. Moosbeersaft steht bei Blok symbolisch für Blut.

    Von

  • Gnose

    hyperboreische Freude (Ales Adamowitsch)

    Eine Anspielung auf die Novelle des belarussischen Schriftstellers Ales Adamowitsch, die sich mit der berüchtigten SS-Sondereinheit Dirlewanger beschäftigt. Der Titel der Novelle lautet: Henkersknechte: Das Glück des Messers oder Lebensbeschreibungen von Hyperboreern, russisch: Karateli (Radost nosha, ili Shisneopissanija giperborejew). Die Hyperboreer sind ein sagenhaftes Volk der griechischen Antike.

    Von

  • Gnose

    Spiegelsplitter (Hans-Christian Andersen)

    Eine Anspielung auf das Märchen Die Schneekönigin von Hans Christian Andersen. Zu Beginn fliegen dort die Splitter des zerstörten Teufelsspiegels in die Welt. Wer einen Splitter ins Auge bekommt, kann die Wirklichkeit nur noch sehr verzerrt wahrnehmen.

    Von

  • Gnose

    US-Luftangriff in der syrischen Provinz Deir al-Zor (Februar 2018)

    Über den US-Luftangriff in der syrischen Provinz Deir al-Zor vom Februar 2018 kursieren mehrere Versionen: Eine besagt, dass dabei hunderte russische Söldner der sogenannten Gruppe Wagner getötet worden seien. Der Kreml, so die These, wolle die immense Opferzahl vertuschen. Laut einer anderen Version sollen überhaupt keine Russen unter den Opfern gewesen sein. Schließlich ergaben einige aufwändige Recherchen, dass es etwa zehn russische Opfer gegeben hat.  

    Von

  • Gnose

    Bayraktar-Drohnen

    Gemeint ist die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 – eine Plattform für verschiedene militärische Operationen. Laut türkischen und ukrainischen Medienangaben haben die ukrainischen Streitkräfte über 50 solcher Plattformen geordert. Zum ersten Kampfeinsatz im Donbass-Krieg kam die Drohne laut inoffiziellen ukrainischen Angaben am 26. Oktober 2021. Einige ukrainische Beobachter erhoffen sich von dem Drohneneinsatz eine Wende im Donbass-Krieg. 

    Von

  • Gnose

    Olga Skabejewa

    Olga Skabejewa (geb. 1984) ist eine russische Fernsehmoderatorin. Seit 2016 moderiert sie zusammen mit ihrem Mann die Talkshow 60 minut auf dem Staatskanal Rossija-1. Unter den liberalen und demokratischen Kräften Russlands gilt die Sendung als eine zentrale Stimme der Kreml-Propaganda.

    Von

  • Gnose

    Leonid Lewin

    Leonid Lewin (1936-2014, belaruss. Leanid Lewin) war ein belarussischer jüdischer Architekt, der das städtische Gesicht der Hauptstadt Minsk bedeutend mitgeprägt hat, darunter mit dem Gebäude des Außenministeriums und der Allee der Sieger. Besonders verbunden ist der doppelte Staatspreisträger mit der Gestaltung von Gedenkstätten für die Opfer der Nationalsozialisten, beispielsweise in Chatyn (1969 eröffnet), aber auch an weiteren Orten in der Ukraine, in Usbekistan und Russland. Lewin ist Mitinitiator eines für den postsowjetischen Raum einzigartigen Projekts zum Minsker Ghetto: der Geschichtswerkstatt Minsk (GW) in einem der letzten noch erhaltenen Häuser.

    Von

  • Gnose

    „Außerordentliche Staatliche Kommission zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen“ (TschGK)

    In der Sowjetunion war die „Außerordentliche Staatliche Kommission zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen“ (TschGK) damit beauftragt, das Ausmaß der Verbrechen der Nationalsozialisten zu untersuchen. Im Jahr 1942 eingesetzt, nahm die Intensität ihrer Tätigkeit erst nach der Befreiung der von den Deutschen besetzten Gebiete zu – zum einen mit Blick auf mögliche Kriegsverbrecherprozesse, zum anderen um eine Grundlage für mögliche Reparationsforderungen zu schaffen. Im Sommer 1944 begannen die Untersuchungen zu Maly Trostenez in Belarus, dem größten NS-Vernichtungsort auf dem besetzten Gebiet der Sowjetunion.

    Von

  • Gnose

    Chartija 97

    Chartija-97 ist eine Menschenrechtsorganisation, die ihren Namen in Anlehnung an die bekannte Bürger- und Menschenrechtsinitiative Charta 77 aus der früheren Tschechoslowakei gewählt hat. Im Jahr 1997 ins Leben gerufen, gilt die Gründung als eine Reaktion auf das umstrittene Referendum, mit dem Machthaber Alexander Lukaschenko 1996 de facto das Parlament aufgelöst hat. Bis heute betreibt Chartija-97 auch ein gleichnamiges Informationsportal im Internet, das von den belarussischen Autoritäten seit dem Jahr 2018 blockiert wird.

    Von