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    Neue Menschen (Partei)

    Neue Menschen (russ. Nowyje ljudi) ist eine 2020 in Moskau gegründete Partei, die sich mitte-rechts positioniert. Der Vorsitzende Alexej Netschajew (geb. 1966)  ist Unternehmer und gilt als kremlnah. Die Partei erzielte bereits mehrere politische Erfolge, unter anderem überwand sie bei den Regionalwahlen im September 2020 die Wahlhürden in allen vier Regionen, in denen sie antrat. Die Partei darf bei der Dumawahl im September 2021 direkt teilnehmen, ohne vorher die üblichen Unterschriften für die Zulassung sammeln zu müssen.   

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    Festnahmen im Wahlkampfteam Babarikos (2020)

    Am 11. und 12. Juni 2020 wurden drei Mitglieder der Initiativgruppe des oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Viktor Babariko sowie 15 seiner ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter aus der Belgazprombank festgenommen – wohl, um ihn von seiner geplanten Kandidatur abzubringen. Als Babariko am 18. Juni die für seine Registrierung als Kandidat benötigten Unterschriften bei der Wahlbehörde einreichen wollte, wurde er zusammen mit seinem Sohn Eduard festgenommen. Nach den Wahlen wurde neben Maria Kolesnikowa und Maxim Snak außerdem auch der Anwalt Ilja Salei verhaftet, der ebenfalls ein ehemaliges Mitglied von Babarikos Wahlkampfteam ist.

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    Glaube nichts, fürchte dich nicht, bitte um nichts

    Die Losung glaube nichts, fürchte dich nicht, bitte um nichts  (russ. ne wer, ne boissja i ne prossi) war eine Devise der Insassen des sowjetischen Straflagersystems Gulag. Sie wurde durch die Werke Alexander Solshenizyns und Warlam Scharlamows popularisiert. 

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    Direktflüge von Minsk auf die Krim

    Obwohl sowohl Wladimir Putin als auch Alexander Lukaschenko seit 2014 mehrfach ihren Wunsch nach Einrichtung von Direktflügen von Minsk auf die Krim geäußert haben, gibt es diese Flüge bis heute nicht. Das hat unterschiedliche Gründe: Belarus hat die Krim nicht offiziell als Teil Russlands anerkannt, zudem hat die Ukraine nach dem Vorfall der erzwungenen Landung von Ryanair-Flug 4978 in Minsk im Mai 2021 ihren Luftraum für belarussische Flugzeuge gesperrt.

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    Sofia Sapega

    Sofia Sapega (geb. 1998) ist eine Studentin der Europäischen Geisteswissenschaftlichen Universität (EHU) in Vilnius und die Freundin des belarussischen Journalisten und politischen Gefangenen Roman Protassewitsch. Gemeinsam mit ihm wurde sie am 23. Mai 2021 nach der erzwungenen Landung von Ryanair-Flug 4978 in Minsk festgenommen. Sapega ist russische Staatsbürgerin. Seit Ende Juni befindet sie sich nicht mehr in Untersuchungshaft, sondern unter Hausarrest in Minsk.

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    Maxim Snak

    Maxim Snak (geb. 1981) ist ein belarussischer Oppositioneller. Er gehörte dem Mitte August 2020 gegründeten Koordinationsrat der belarussischen Opposition an. Snak war zudem Anwalt des Bankiers und Präsidentschaftskandidaten Viktor Babariko, dem jedoch die Teilnahme an der Wahl 2020 verboten wurde. Nach Babarikos Festnahme unterstützte Snak Maria Kolesnikowa und war auch ihr Anwalt. Am 9. September 2020 wurde Snak festgenommen und zusammen mit Maria Kolesnikowa wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ angeklagt; am 4. September 2021 wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt.

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    Mensch und Maschine

    Im Original „Dampfer und Mensch“ nach einem Gedichttitel von Wladimir Majakowski (1893–1930). Die Vorstellung der Mensch-Maschine gehört zur avantgardistischen Utopie vom Neuen Menschen. 

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    Durchsuchung bei Roman Dobrochotow (Sommer 2021)

    Nachdem das Investigativmedium The Insider Ende Juli 2021 zum „ausländischen Agenten“ erklärt worden war, fand bei Chefredakteur Roman Dobrochotow kurz darauf, am Tag seiner geplanten Abreise aus Russland, eine Hausdurchsuchung statt – laut Behördenangaben im Zusammenhang mit einem anderen Strafverfahren wegen Verleumdung. Dabei wurden unter anderem seine Festplatten beschlagnahmt und seine Reisepässe einbehalten.

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    Zentrum zum Schutz der Rechte von Medien

    Das Zentrum zum Schutz der Rechte von Medien ist eine 1996 in Woronesh gegründete NGO, die juristisch gegen Einschränkungen der Pressefreiheit vorgeht, Bildungsseminare durchführt und Rechtsschutz für betroffene Medienschaffende bietet. 2015 wurde die NGO zum sogenannten „ausländischen Agenten“ erklärt, das Zentrum muss seitdem strenge Vorschriften einhalten, die seine Arbeit erheblich erschweren. 

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