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    Antipolnische Propaganda in Belarus

    In der belarussischen Staatspropaganda werden immer wieder Akteure aus Polen als Strippenzieher hinter den Protesten in Belarus bezeichnet. Ihnen wird vorgeworfen, auf die Angliederung von belarussischen Städten, die in der Zwischenkriegszeit zum Polnischen Staat gehört hatten, an Polen hinzuarbeiten – wie etwa die Stadt Grodno. Auch Angehörige der 300.000 Menschen umfassenden polnischen Minderheit werden unter Druck gesetzt. Im März 2021 wurde die Vorsitzende des Verbandes der Polen in Belarus unter einem Vorwand zu 15 Tagen Haft verurteilt. 

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    Nik i Maik

    Nik i Maik ist ein belarussischer Telegram-Kanal, auf dem regelmäßig Interna aus der belarussischen Politik geleakt werden. Der gleichnamige YouTube-Kanal ging im Februar 2021 online und erzielte seitdem über 3,35 Millionen Aufrufe. Der Name des Kanals nimmt ironisch Bezug auf ein im September 2020 von belarussischen Sicherheitsbehörden veröffentlichtes und angeblich abgehörtes Telefonat, in dem zwei Protagonisten aus Warschau und Berlin („Nick und Mike“) bestätigen sollen, dass Alexej Nawalny nicht vergiftet worden sei.

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    Vorzeigeland der europäischen Sicherheit

    Seit einigen Jahren unterstreichen führende belarussische Politiker wie Alexander Lukaschenko oder Außenminister Wladimir Makei bei öffentlichen Auftritten die Rolle von Belarus als „Garant der Sicherheit in Europa“. Sie nehmen dabei Bezug auf die Rolle von Belarus als Transitland russischer Energie nach Europa und auf die belarussischen Verdienste bei der Flüchtlingsabwehr.

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    Farbenblitzkrieg

    Anlässlich des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion hielt Alexander Lukaschenko am 22. Juni 2021 eine Rede in der Gedenkstätte der Brester Festung. Dabei verglich er den deutschen Angriff von 1941 mit den Aktivitäten der belarussischen Protestbewegung seit 2020 und sprach in Anlehnung an die „Farbrevolutionen“ von einem gegen Belarus gerichteten „Farbenblitzkrieg“. Diesen Vergleich wiederholte er am 26. Juli 2021 bei einem Treffen mit dem belarussischen Generalstaatsanwalt, als er die Protestierenden als „Verrückte“ bezeichnete, die im Herbst 2020 einen „Blitzkrieg“ geplant hätten.

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    Kristina Timanowskaja

    Kristina Timanowskaja (geb. 1996, belaruss. Kryszina Zimanouskaja) ist eine belarussische Leichtathletin, die vor allem auf den kurzen Laufstrecken (60m, 100m, 200m) antritt. 2019 lief sie sowohl bei den Europaspielen in Minsk als auch bei der Universiade in Neapel in die Medaillenränge. Während der Olympischen Sommerspiele in Tokio äußerte sie sich in den sozialen Medien kritisch gegenüber belarussischen Sportfunktionären, weshalb sie aus dem belarussischen Olympiakader gestrichen wurde. Am 1. August 2021 entzog sie sich am Flughafen von Tokio einem angeordneten Rückflug nach Minsk.

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    Leninpreis

    Der Leninpreis zählte zu den höchsten staatlichen Auszeichnungen in der Sowjetunion. Er wurde zwischen 1925 und 1935 sowie zwischen 1956 und 1991 verliehen. Von 1936 bis 1956 hieß er Stalinpreis. Der Preis wurde an Einzelpersonen in den Feldern Wissenschaft, Literatur, Kunst, Architektur und Technik vergeben, pro Jahr wurden mehrere Preisträger ausgezeichnet.

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    Sergej Smirnow (Schriftsteller)

    Sergej Smirnow (1915–1976) war ein sowjetischer Schriftsteller. Ab 1943 nahm er als Soldat und Kriegskorrespondent am Zweiten Weltkrieg teil, der auch im Zentrum seiner späteren Werke stand. Noch zu Lebzeiten wurden seine Werke in 19 Sprachen der Sowjetunion und zehn ausländischen Sprachen aufgelegt, etwa fünf Millionen Exemplare wurden gedruckt. Breite Bekanntheit erlangte er auch durch seine Auftritte in Radio und Fernsehen. 1964 wurde er mit dem Leninpreis ausgezeichnet. 

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    45. Infanterie-Division (Wehrmacht)

    Die 45. Infanterie-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht mit einer Sollstärke von 15.000 Mann. Sie wurde nach dem Anschluss Österreichs in Österreich aufgestellt. 1939 wurde sie beim Überfall auf Polen und 1940 in Frankreich und Belgien eingesetzt. Als Teil der Heeresgruppe Mitte war sie ab dem 22. Juni 1941 am Krieg gegen die Sowjetunion beteiligt. Nachdem sie in einer Vielzahl von Gefechten eingesetzt wurde, wurde sie im Sommer 1944 vollständig von der Roten Armee vernichtet.

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    Panzerrollbahn 1

    Als Panzerrollbahnen wurden die hauptsächlichen Vormarschstraßen für die Panzertruppe im Krieg gegen die Sowjetunion bezeichnet. Die Panzerrollbahn 1 war die südlichste der drei im im Bereich der Heeresgruppe Mitte vorgesehenen Panzerrollbahnen. Sie führte von Terespol über Brest und Slutsk nach Bobruisk und schließlich Richtung Roslawl und damit in Richtung Moskau.

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    Kongresspolen

    Nach den drei Teilungen Polen-Litauens bis 1795 stellte Napoleon zwischen 1807 und 1809 wieder einen polnischen Rumpfstaat her, das Herzogtum Warschau. Nach Napoleons Niederlage wurde das Herzogtum (ohne die Provinz Posen) auf dem Wiener Kongress von 1815 zum Königreich Polen (auch Kongresspolen) erklärt. Es war jedoch nur nominell unabhängig, da es in einer Personalunion vom russischen Zaren regiert wurde. 1830 und 1863 kam es zu größeren Aufständen gegen die russische Herrschaft. 1867 wurde Kongresspolen als „Weichselland“ vollständig in das Zarenreich integriert.

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