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Corinna Kuhr-Korolev

Corinna Kuhr-Korolev ist promovierte Osteuropahistorikerin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Kulturen der Gerechtigkeit. Normative Diskurse im Transfer zwischen Westeuropa und Russland“ an der Ruhruniversität Bochum mit einer Untersuchung zu „Vorstellungen von Gerechtigkeit und Herrschaft in der Sowjetunion und Russland seit den 1980er Jahren“. Von 2012–2015 arbeitete sie im Forschungsprojekt „Russische Museen im Zweiten Weltkrieg“ bei der Kulturstiftung der Länder. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die sowjetische Bildungs- und Jugendpolitik, visuelle Kultur der Sowjetunion, Kunst und Museumspolitik im Zweiten Weltkrieg sowie der Wertewandel der russischen Gesellschaft seit den Jahren der Perestroika. 2015 bis 2019 war sie als freie Kuratorin unter anderem für das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden tätig. Seit 2019 arbeitet sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschungen in Potsdam an einem Projekt zur Geschichte der russischen Museen während der Perestroika.

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Neueste Gnosen

Iwan Iljin

Er gehört zu den Säulenheiligen der neuen konservativen Staatsideologie in Russland. Seine autoritäre und monarchistische Gesellschaftskonzeption wird in der Ära Putin für die Legitimierung der Vertikale der Macht eingesetzt. Ulrich Schmid über den russischen Religionsphilosophen Iwan Iljin, der am 9. April 1883 geboren wurde – und dessen gehaltvolles  theologisches Werk heute von der politischen Vereinnahmung überschattet wird.

Leinwandbilder: Russen und Deutsche im Film

Feind- und Freundbilder auf Zelluloid, Wahnsinn ohne Logik und die Logik des Wahnsinns: Filmwissenschaftlerin Oksana Bulgakowa beschreibt, welche Bilder vom jeweils Anderen in Russland und Deutschland auf die Leinwand projiziert wurden und werden. 

Anton Tschechow

Der Vater der Drei Schwestern, der Landschaftsplaner des Kirschgartens und Autor von Stücken ohne Namen. Und der Vorläufer des Absurden. Am 29. Januar ist sein 160. Geburtstag. 

Die Krim – ein jüdischer Sehnsuchtsort

Nach der Revolution 1917 entsponn sich eine hitzige Debatte über jüdische Ansiedlungsprojekte. Eine der damals debattierten Fragen lautete: Krim oder Zion? Und einige zogen eine Ansiedlung auf der Krim der in Palästina vor. Jakob Stürmann über den jüdischen Sehnsuchtsort Krim, der allerdings nur von kurzer Dauer war.

Afrikapolitik

Afrika rückt mehr und mehr auf die politische Agenda des Kreml. Dabei spielen die Länder des Kontinents für Russland wirtschaftspolitisch keine wichtige Rolle – beträgt das jährliche Handelsvolumen doch nur rund 20 Milliarden US-Dollar. Felix Riefer erklärt die Gründe für das zunehmende Afrika-Interesse des Kreml. 

AIDS in der Sowjetunion

Ab 1981 sorgte eine neu entdeckte Krankheit weltweit für Verunsicherung – AIDS. 1985 wurde auch in der Sowjetunion der erste Fall registriert. Eine Gnose darüber, wie die UdSSR mit dem Virus und den Betroffenen umging – und wie dies die Situation in Russland bis heute beeinflusst.

Gazprom

Allzeithoch bei Exporten, Aktie auf Fünfjahrespeak, Rekorddividenden: Gazprom brilliert derzeit auf allen Gebieten. Warum der Glanz des Unternehmens jedoch bald verblassen könnte, erklärt Julia Kusznir. 

Die Sowjetunion und der Fall der Berliner Mauer

„Nach meiner Kenntnis gilt das sofort ... unverzüglich.“ Als Politbüromitglied Günter Schabowski mit seiner überstürzten Aussage zur Gültigkeit des neuen Reisegesetzes gegen 19 Uhr am 9. November den Sturm auf die Berliner Mauer auslöste, war weder der Kreml noch die sowjetische Botschaft in Ost-Berlin im Bilde. Jan Claas Behrends über das Epochenjahr 1989 und die Reaktionen Moskaus.

Alyona Kochetkova: Als ich krank war, Foto © Alyona Kochetkova (All rights reserved)