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Corinna Kuhr-Korolev

Corinna Kuhr-Korolev ist promovierte Osteuropahistorikerin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Kulturen der Gerechtigkeit. Normative Diskurse im Transfer zwischen Westeuropa und Russland“ an der Ruhruniversität Bochum mit einer Untersuchung zu „Vorstellungen von Gerechtigkeit und Herrschaft in der Sowjetunion und Russland seit den 1980er Jahren“. Von 2012–2015 arbeitete sie im Forschungsprojekt „Russische Museen im Zweiten Weltkrieg“ bei der Kulturstiftung der Länder. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die sowjetische Bildungs- und Jugendpolitik, visuelle Kultur der Sowjetunion, Kunst und Museumspolitik im Zweiten Weltkrieg sowie der Wertewandel der russischen Gesellschaft seit den Jahren der Perestroika. 2015 bis 2019 war sie als freie Kuratorin unter anderem für das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden tätig. Seit 2019 arbeitet sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschungen in Potsdam an einem Projekt zur Geschichte der russischen Museen während der Perestroika.

Gnosen

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Neueste Gnosen
Gnose

Russland und die Türkei

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind die Beziehungen zum NATO-Mitglied Türkei für den Kreml besonders wichtig. Wo diese Partnerschaft ihre Grenzen hat und warum eine antiwestliche Allianz beider Länder unwahrscheinlich ist, das erläutert Daria Isachenko. 

Gnose Belarus

Francisk Skorina

Bibeldrucker, Unternehmer, der Johannes Gutenberg der Ostslawen: Francisk Skorina ist für Belarusen ein wichtiger Teil ihrer kulturellen Identität. Marion Rutz über den europäischen Grenzgänger, der die erste ostslawische Bibel druckte und außerdem das erste Druckwerk im Großfürstentum Litauen schuf – das jetzt zum 500. Jahrestag gefeiert wird. 

Gnose

Echo Moskwy

Am 22. August 1990 geht Echo Moskwy als erster unabhängiger Radiosender der Sowjetunion auf Sendung. Am Abend des 1. März 2022 wird er abgeschaltet und seine Website gesperrt. Eva Binder über den legendären Radiosender, dessen Aus symbolisch für das Ende einer Epoche steht. 

Gnose

Politische Talkshows

Russische Polit-Talkshows hatten einmal den Anspruch, auch selbstkritischen innenpolitischen Diskussionen ein Forum zu bieten. Heute stehen siе für bewusst provozierte Skandale, polternde Moderatoren und das Pflegen von Feindbildern – insbesondere im Krieg gegen die Ukraine. Magdalena Kaltseis über Ursprung, Wandel und Gegenwart eines populären russischen TV-Formats. 

Gnose

Finnisch-russische Beziehungen

Am 5. Juli unterzeichnete die NATO die Beitrittsprotokolle für Finnland und Schweden. Die Entscheidung Finnlands in die NATO einzutreten gehört zu den fundamentalen politischen Zäsuren in der Geschichte des Landes. Michael Jonas über die komplizierten russisch-finnischen Beziehungen und die Politik der Selbst-Neutralisierung, die nun zu Ende geht.  

Gnose Belarus

Swetlana Tichanowskaja

Am 26. Mai haben Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo den Aachener Karlspreis erhalten. Faire freie Wahlen – mit diesem Ziel ging das Wahlbündnis um Swetlana Tichanowskaja in den politischen Kampf gegen den belarussischen Machthaber Lukaschenko. Seit sie ins Exil musste, entwickelte sich Tichanowskaja zur wichtigsten politischen Stimme ihres Landes. Das Porträt einer Politikerin, die nie eine sein wollte.

Gnose Ukraine

Odessa

Tor zum globalen Handel, Magnet für Kaufleute und Abenteurer, kultureller Schmelztiegel, wo „alles einen Hauch Europa versprüht“: Historiker Boris Belge über Odessa, die Stadt, die durch Umbrüche, vielfache Neuerfindung geprägt ist – und nun durch den russischen Angriffskrieg einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt ist. 
 

Gnose Belarus

Die belarussische Diaspora: Erneuerte Solidarität

Im Zuge von Protest und Repressionen in Belarus haben allein im ersten Jahr seit August 2020 bis zu 150.000 Belarussinnen und Belarussen ihre Heimat verlassen. Mit dem Krieg in der Ukraine sind viele, die sich ein neues Leben in Kiew aufgebaut hatten, erneut auf der Flucht. Durch diese Krisen erlebt die belarussische Diaspora einen massiven Auftrieb. Reichen ihre Ursprünge als politische Kraft etwa einhundert Jahre zurück, ist sie heute weltweit vernetzt und für ein demokratisches Belarus aktiv.

RUSSLANDS KRIEG GEGEN DIE UKRAINE – FRAGEN UND ANTWORTEN, © AI (All rights reserved)