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Jekaterina Borosdina

Jekaterina Borosdina ist Dekanin der Fakultät für Soziologie und Philosophie an der Europäischen Universität St. Petersburg. Dort leitet sie das Masterprogramm “Sozialmedizin und Gesundheitsforschung”. Seit 2018 ist sie zudem wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sibirischen Staatlichen Medizinischen Universität. Sie schrieb ihre Dissertation zur institutionellen Transformation der russischen Geburtshilfe. Zu ihren wissenschaftlichen Interessen zählen institutionelle Untersuchungen des Gesundheitssystems, die evidenzbasierte Sozialmedizin sowie die Erforschung von Sozialpolitik und sozialer Fürsorge.


  • Gnose

    Das russische Gesundheitssystem

    Im Jahr 2000 gab es in Russland rund 10.000 Krankenhäuser. Seitdem hat sich deren Anzahl offiziell mehr als halbiert, die Zahl der Krankenhausbetten je 100.000 Einwohner verringerte sich um mehr als ein Drittel. 2009 bis 2022 ist zwar die Anzahl von ambulanten Kliniken gewachsen, doch können diese laut Gesundheitsexperten die entstandenen Defizite der medizinischen Versorgung nicht ausgleichen. Viele Kritiker sprachen in diesem Zusammenhang noch vor dem Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine von einer massiven Krise des russischen Gesundheitssystems.

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