Quelle

7x7

Das Online-Medium 7x7 – gorisontalnaja Rossija (dt. Das horizontale Russland) wurde 2010 in Syktywkar, der Hauptstadt der Republik Komi, von Vertretern der Zivilgesellschaft und von regionalen Unternehmern gegründet. Der Name des Mediums spiegelt das Bestreben wider, Russland nicht als ein zentralisiertes Land mit einer Machtvertikale zu betrachten, sondern als ein großes Land mit vielen Regionen. Das Ziel besteht darin, regionale Blogger und Journalisten aus der Provinz zusammenzubringen, die sich mit der Berichterstattung abseits der Zentren Moskau und St. Petersburg beschäftigen.

Während 7x7 anfangs fast nur aus Syktywkar und der Republik Komi berichtete, beschäftigt es sich inzwischen, mit der gesamten Nord-West-Region (Republik Komi, Leningrader Oblast, Archangelsker Oblast, Karelien etc.), mit Zentralrussland sowie den Wolga- und Uralregionen.

Der Content des Mediums gliedert sich in zwei Blöcke: Es gibt die eigentliche Berichterstattung, die von professionellen Journalisten betrieben wird, außerdem aber auch das Ressort Meinungen, dessen Autoren hauptsächlich Vertreter aus der Zivilgesellschaft und Aktivisten sind.

7x7 hat jedoch eine größere Mission als nur die Berichterstattung aus den Regionen. Laut Selbstbeschreibung bietet das Portal einen Raum, der vom Staat unabhängig ist. Es stellt sich die ambitionierte Aufgabe, „alle aktiven Kräfte der Zivilgesellschaft zur Kooperation heranzuziehen“.1

Eckdaten:

Gegründet: 2010
Herausgeber: Leonid Silberg
Chefredakteurin: Sofia Krapotkina
URL: https://7x7-journal.ru/

 


1.7x7-journal.ru: O projekte
Gnosen
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Alexej Nawalny

„Herr Nawalny, Sie haben das Wort.“ Ein großgewachsener Mann mit kräftigem Nacken erhebt sich, denn das letzte Wort gehört ihm, dem Angeklagten. Alexej Nawalny, der kurz zuvor seine Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen angekündigt hat, macht die Anklagebank zu einer politischen Bühne. Seine Rede umfasst alle zentralen Punkte der Kampagne: Die allgegenwärtige Korruption, die Weiterlesen

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Alla Pugatschowa

„Wer war Breshnew? Ein unwichtiger Politiker der Epoche von Alla Pugatschowa.“ So lautet ein immer noch in Russland kursierender Witz. Ingo Grabowsky über „the goddess of Russian pop“, die mit ABBA und Udo Lindenberg gesungen hat und an diesem Wochenende Geburtstag feiert.

Maxim Gorki

Maxim Gorkis Paradox bestand darin, dass er seine moralische Autorität in den Dienst des Stalinismus stellte. Ulrich Schmid über den meistgedruckten sowjetischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Krim

Es war kein Zufall, dass die russische Präsidentschaftswahl 2018 am 18. März stattfand. Die Wahlbeteiligung und die rund 90-prozentige Zustimmung für Putin auf der Krim stellt der Kreml als eine Art zweites Referendum über die Zugehörigkeit der Halbinsel zu Russland dar. Gwendolyn Sasse über die mythenumwobene Region, das Narrativ der „russischen Krim“ und die Selbstwahrnehmung der Krimbewohner nach der Angliederung an Russland. 

 

Comics in Russland

Comics als tödliche Gefahr für die geistige und physische Gesundheit der russischen Nation? Sandra Frimmel über die Geschichte des russischen Comics und den Kampf der Künstler um Anerkennung.

Stalins Tod

Der Tod Stalins löste im ganzen Land Bestürzung aus, selbst Opfer seiner Repressionen trauerten um den Führer der Werktätigen. Niemand wusste, was der Tod des Diktators für die Hinterbliebenen bedeuten würde. Fabian Thunemann zeichnet die Ereignisse vom März 1953 nach.

Sergej Prokofjew

Sergej Prokofjew starb am 5. März 1953, am gleichen Tag wie Josef Stalin. Der gemeinsame Todestag erwies sich als letzte zynische Wendung seines Lebensweges. Boris Belge über den weltberühmten Komponisten von Peter und der Wolf, dessen Leben von Anziehung und Abstoßung, Distanz und Nähe zum Sowjetstaat geprägt war.

Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk

Am 3. März 1918 schied Russland als Kriegspartei aus dem Ersten Weltkrieg aus. Robert Kindler über den Friedensvertrag von Brest-Litowsk, eine Momentaufnahme in einem gewaltsamen und dynamischen Prozess, der die politische Ordnung Osteuropas grundlegend veränderte.

Jewgeni Prigoshin

Er gilt als Financier der Petersburger Trollfabrik, die US-Justiz hat nun Anklage gegen ihn und 12 weitere Russen erhoben – Anton Himmelspach über „Putins Koch“ Jewgeni Prigoshin:

Igor Setschin

Er ist Konzernchef von Rosneft, wo Altkanzler Gerhard Schröder Vorsitzender des Direktorenrats ist. Obwohl Igor Setschin als zweitmächtigster Mann Russlands gilt, ist erstaunlich wenig über ihn bekannt. Alexander Graef nähert sich dem Darth Vader der russischen Politik.

Daniil Granin

„Der Historiker sucht Antworten auf Fragen. Der Schriftsteller sucht den Schmerz.“ Nina Weller über den Schriftsteller Daniil Granin, der sich mit dem Zweiten Weltkrieg kritisch auseinandersetzte und als „gesamtdeutsch-russisches Symbol der Erinnerungskultur“ gilt.

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