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Bolschoi gorod

Bolschoi gorod

Bolschoi gorod (wörtl.: große Stadt) wurde 2002 vom Verlagshaus Afisha als illustrierte Zeitschrift über Moskau gegründet und bis 2009 kostenlos in Cafés, Bars und Clubs in Moskau, St. Petersburg, Nowosibirsk und anderen Großstädten verbreitet. Das gleichnamige Internet-Portal besteht seit 2011. Als Chefredakteure waren unter allem Ksenija Tschudinowa und Filipp Dzjadko tätig, die Onlineredaktion hat einige Jahre Ekaterina Krongauz geleitet. Im Zuge der finanziellen Schwierigkeiten und daraus folgender Restrukturierung wurde die Herausgabe der Print-Version im Februar 2014 eingestellt, Bolschoi gorod hat sich seitdem als reines Online-Medium zu städtischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen etabliert.

Seit 2010 ist die Bolschoi Gorod ein Teil des gleichen Mediaholdings wie der Fernsehsender Doshd und die Online-Zeitschrift Republic (ehemals Slon).

 

Eckdaten

Gegründet: 2002
Chefredakteur: Polina Kozlovskaya
Herausgeber: Aleksandr Vinokurov
URL: www.bg.ru

Gnosen

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als Text

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Serhij Zhadan hat sich als eine der wichtigsten Stimmen in der ukrainischen Literatur etabliert. Im Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, organisiert er Hilfsgüter und gibt Konzerte. Was treibt ihn an, wo liegen seine literarischen Wurzeln, wie lässt sich sein Werk vor dem Hintergrund gesellschaftspolitischer Ereignisse verstehen? Kateryna Stetsevych über den Mann, der in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird.

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Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind die Beziehungen zum NATO-Mitglied Türkei für den Kreml besonders wichtig. Wo diese Partnerschaft ihre Grenzen hat und warum eine antiwestliche Allianz beider Länder unwahrscheinlich ist, das erläutert Daria Isachenko. 

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Gnose

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Am 5. Juli unterzeichnete die NATO die Beitrittsprotokolle für Finnland und Schweden. Die Entscheidung Finnlands in die NATO einzutreten gehört zu den fundamentalen politischen Zäsuren in der Geschichte des Landes. Michael Jonas über die komplizierten russisch-finnischen Beziehungen und die Politik der Selbst-Neutralisierung, die nun zu Ende geht.  

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Am 26. Mai haben Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo den Aachener Karlspreis erhalten. Faire freie Wahlen – mit diesem Ziel ging das Wahlbündnis um Swetlana Tichanowskaja in den politischen Kampf gegen den belarussischen Machthaber Lukaschenko. Seit sie ins Exil musste, entwickelte sich Tichanowskaja zur wichtigsten politischen Stimme ihres Landes. Das Porträt einer Politikerin, die nie eine sein wollte.

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Tor zum globalen Handel, Magnet für Kaufleute und Abenteurer, kultureller Schmelztiegel, wo „alles einen Hauch Europa versprüht“: Historiker Boris Belge über Odessa, die Stadt, die durch Umbrüche, vielfache Neuerfindung geprägt ist – und nun durch den russischen Angriffskrieg einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt ist. 
 

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