Warum sich Literatur und Realität immer wieder so nahe kommen – aktuell auf unheimliche Art und Weise in Bezug auf Belarus und die Ukraine. Darüber schreibt der belarussische Lyriker Andrej Chadanowitsch in seinem Essay für unser Projekt Spurensuche in der Zukunft.
Russen, Belarussen und Ukrainer sind ein „dreieiniges Volk”. Das russische Imperium und die Sowjetunion leben im „Russki Mir” weiter. Und Frauen sollen bitte mindestens sieben Kinder gebären – das Wichtigste aus Putins Rede vor dem Weltkonzil des Russischen Volkes.
Die belarussische Fotografin Tatsiana Tkachova erkundet in ihrem Projekt Motherland die Bindung an das Zuhause und an die Mutter. Wir haben mit ihr gesprochen und zeigen eine Auswahl an Bildern.
Wie funktioniert russische Propaganda? Welche Narrative werden verbreitet? Und wie schafft man damit hohe Zustimmungswerte für Putin und den Krieg gegen die Ukraine? Ergebnisse einer Daten-Recherche von dekoder, Novaya Gazeta Europe und Süddeutscher Zeitung.
Der Fotograf Christopher Nunn dokumentiert die Zerstörungen, die Krieg und Besatzung in Wohnungen, Schulen und Verwaltungsgebäuden der Ukraine hinterlassen.
Die russischen Verteidigungsausgaben sind enorm. Aber wenn die Verbündeten der Ukraine nur 0,3 Prozent ihrer Wirtschaftskraft zur Unterstützung des angegriffenen Landes aufbringen würden, wäre das mehr, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Janis Kluge.
Kurapaty ist ein Wendepunkt in der jüngeren belarussischen Geschichte. Als die Entdeckung von Massengräbern am nordwestlichen Rand der belarussischen Hauptstadt Minsk im Jahr 1988 bekannt wurde, ging ein Aufschrei durch die Gesellschaft. Wie konnte es passieren, dass Zehntausende Belarussen unter Stalin ermordet wurden? Warum wurde so lange über das Thema geschwiegen?