Quelle

Expert

Expert ist eine wöchentlich erscheinende Wirtschaftszeitschrift, die als Printausgabe erscheint und auch online herausgegeben wird. Sitz der Redaktion ist in Moskau. 
Expert wurde 1995 von ehemaligen Redakteuren der russischen Tageszeitung Kommersant gegründet.
Chefredakteur von Expert ist Valeri Fadejew, Herausgeber ist Alexander Priwalow. 
Im Unterschied zur Printausgabe veröffentlicht Expert Online täglich aktuelle Wirtschaftsnachrichten aus Russland und der Welt. Chefredakteur der seit September 2006 existierenden Online-Ausgabe ist Dimitri Awdijenko.1

Ziele und Inhalte

Sowohl die Print- als auch die Onlineversion von Expert beschäftigen sich mit russischen und internationalen Wirtschaftsthemen, es gibt einzelne Rubriken zu Ökonomie und Finanzen, Forschung und Technologie, Politik, Gesellschaft und Kultur. Expert beschreibt seine Arbeit wie folgt: „All unser Wissen und unsere Erfahrungen zielen darauf ab, russische Firmen und ihre Entwicklung zu unterstützen, ihnen eine Orientierung zu geben in der heutigen unübersichtlichen Welt des Business, der internationalen Politik und des öffentlichen Lebens.“2

Struktur

Expert veröffentlicht Interviews, Analysen oder auch Prognosen, die teilweise in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsinstitut Analititscheski Zentr3 (dt. Analyse Zentrum) herausgegeben werden. Das Analyse Zentrum gehört zur Mediaholding Expert.4 
Im Jahr 2006 hat der russische Milliardär Oleg Deripaska ein Aktienpaket der Holding erworben5 und kann seitdem Entscheidungen der Holding blockieren.6 Zur Mediaholding Expert gehören ilovecinema.ru7 , das Magazin Russki Reporter (seit 2007)8 und das bereits eingestellte Journal D’ (2005 bis 2011)9.
Für Russki Reporter hat die Holding sowohl internationale als auch russische Ehrungen erhalten. Im Jahr 2014 wurde das Magazin etwa mehrfach für The Best of Photojournalism nominiert.10

Expert verfügt über fünf regionale Ausgaben in Südrussland, Nordwestrussland, Sibirien, Tatarstan und dem Ural sowie Redaktionssitze in Sankt Petersburg, Nowosibirsk, Kiew, Alma-Ata, London, Berlin und Peking.

Finanzierung

Expert finanziert sich durch Werbung11 und Kooperationen mit russischen Kapitalgesellschaften wie Rosatom, TMK (Trubnaja Metallurgitscheskaja Kompanija), der Sberbank und der Russischen Eisenbahn (RZD, Rossiskije Shelesnyje Dorogi). 
Die Holding arbeitet mit föderalen und regionalen Entwicklungsinstituten zusammen und unterstützt Projekte von Forschungs- und Consulting-Firmen wie dem Leontjewski Zentr oder dem Institut für Stadtökonomie (Institut Ekonomiki Goroda). Darüber hinaus bestehen Bildungsprojekte mit Universitäten wie der Higher School of Economics oder auch der Uraler Föderalen Universität (Uralski Federalny Uniwersitet).12
Außerdem organisiert die Mediaholding Expert runde Tische und Wirtschaftsforen für Manager und Unternehmer.

Gegründet: 1995
Chefredakteure: Valeri Fadejew (Print) und Dimitri Awdijenko (Online)
URL: expert.ru


 1.expert.ru: Redakzija
2.expert.ru: Mediacholding  «Ėkspert»
3.acexpert.ru: Analitičeskij Centr
4.acexpert.ru: Analitičeskij Centr 
5.omn.ru: Deripaska pokupaet žurnal «Ėkspert»
6.vedomosti.ru: Vladelec UC Rusal Oleg Deripaska vovremja kupil 25% akcij rejtingovogo agenstva «Ėkespert RA»
7.ilovecinema.ru
8.rusrep.ru
9.expert.ru: D'
10.expert.ru: Lučšie iz lučšich: žurnal «Russkij Reporter» polučil rekordnoe količestvo prizov associacii fotožurnalistov NPPA
11.expert.ru: Prajs List 2016
12.expert.ru: Obščenacional'nyj eženedel'nyj delovoj žurnal "Ėkspert"
Gnosen
en

Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft der UdSSR (WDNCh)

Die WDNCh (Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft der UdSSR, Moskau) war ein Abbild der idealisierten Sowjetunion: In diesem Miniatur-Wunderland gruppierten sich kunstvoll angelegte Pavillons der einzelnen Teilrepubliken mit deren exotischen Erzeugnissen und regionaltypischem Kunsthandwerk einträchtig hinter einem zentralen Palast. Den Besuchern wurde so ein utopisches Modell des Weiterlesen

Neueste Gnosen

Alla Pugatschowa

„Wer war Breshnew? Ein unwichtiger Politiker der Epoche von Alla Pugatschowa.“ So lautet ein immer noch in Russland kursierender Witz. Ingo Grabowsky über „the goddess of Russian pop“, die mit ABBA und Udo Lindenberg gesungen hat und an diesem Wochenende Geburtstag feiert.

Maxim Gorki

Maxim Gorkis Paradox bestand darin, dass er seine moralische Autorität in den Dienst des Stalinismus stellte. Ulrich Schmid über den meistgedruckten sowjetischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Krim

Es war kein Zufall, dass die russische Präsidentschaftswahl 2018 am 18. März stattfand. Die Wahlbeteiligung und die rund 90-prozentige Zustimmung für Putin auf der Krim stellt der Kreml als eine Art zweites Referendum über die Zugehörigkeit der Halbinsel zu Russland dar. Gwendolyn Sasse über die mythenumwobene Region, das Narrativ der „russischen Krim“ und die Selbstwahrnehmung der Krimbewohner nach der Angliederung an Russland. 

 

Comics in Russland

Comics als tödliche Gefahr für die geistige und physische Gesundheit der russischen Nation? Sandra Frimmel über die Geschichte des russischen Comics und den Kampf der Künstler um Anerkennung.

Stalins Tod

Der Tod Stalins löste im ganzen Land Bestürzung aus, selbst Opfer seiner Repressionen trauerten um den Führer der Werktätigen. Niemand wusste, was der Tod des Diktators für die Hinterbliebenen bedeuten würde. Fabian Thunemann zeichnet die Ereignisse vom März 1953 nach.

Sergej Prokofjew

Sergej Prokofjew starb am 5. März 1953, am gleichen Tag wie Josef Stalin. Der gemeinsame Todestag erwies sich als letzte zynische Wendung seines Lebensweges. Boris Belge über den weltberühmten Komponisten von Peter und der Wolf, dessen Leben von Anziehung und Abstoßung, Distanz und Nähe zum Sowjetstaat geprägt war.

Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk

Am 3. März 1918 schied Russland als Kriegspartei aus dem Ersten Weltkrieg aus. Robert Kindler über den Friedensvertrag von Brest-Litowsk, eine Momentaufnahme in einem gewaltsamen und dynamischen Prozess, der die politische Ordnung Osteuropas grundlegend veränderte.

Jewgeni Prigoshin

Er gilt als Financier der Petersburger Trollfabrik, die US-Justiz hat nun Anklage gegen ihn und 12 weitere Russen erhoben – Anton Himmelspach über „Putins Koch“ Jewgeni Prigoshin:

Igor Setschin

Er ist Konzernchef von Rosneft, wo Altkanzler Gerhard Schröder Vorsitzender des Direktorenrats ist. Obwohl Igor Setschin als zweitmächtigster Mann Russlands gilt, ist erstaunlich wenig über ihn bekannt. Alexander Graef nähert sich dem Darth Vader der russischen Politik.

Daniil Granin

„Der Historiker sucht Antworten auf Fragen. Der Schriftsteller sucht den Schmerz.“ Nina Weller über den Schriftsteller Daniil Granin, der sich mit dem Zweiten Weltkrieg kritisch auseinandersetzte und als „gesamtdeutsch-russisches Symbol der Erinnerungskultur“ gilt.

© Olga Maslova Walther (All rights reserved)