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Yod

Yod

Das Internet-Medium Yod wurde im Juli 2014 als eine journalistische Erweiterung des Projektes Yopolis1 gegründet.

Die Besonderheit des Projektes besteht darin, dass die Beiträge nicht nur von hauptberuflichen Journalisten, sondern auch von den Bürgern in enger Zusammenarbeit mit Yod-Redakteuren verfasst werden. Die Bürger werden somit in die Arbeit langfristig mit einbezogen, einige sind inzwischen bereits selbst professionelle Journalisten geworden. Thematisch konzentriert sich das Medium auf regionale Nachrichten vor allem aus Moskau.

Der Name des Medium spielt mit der physiologischen Rolle der Substanz Jod. Die Redaktion schreibt: Ein Mangel an Yod (Jod) im städischen Umfeld führt zu Schläfrigkeit, schlechter Laune und Gleichgültigkeit.

 

Eckdaten:

Gegründet: 2014
Chefredakteur: Stanislaw Mudry
Herausgeberin: Wladislaw Korejkin
URL: www.yodnews.ru


1.Yopolis ist eine Plattform, auf der städtische Aktivisten gesellschaftliche Initiativen vorschlagen und deren Umsetzung koordinieren können - etwa den Ankauf von Fahrrädern für ein Sozialzentrum oder die in Eigenregie durchgeführte Überdachung von Bushaltestellen. Die Aktivitäten auf der Plattform erstreckten sich bald auch auf generelle urbane Themen, was letzlich die Ausgliederung in ein eigenes Medium zur Folge hatte.
Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Am 26. Mai haben Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo den Aachener Karlspreis erhalten. Faire freie Wahlen – mit diesem Ziel ging das Wahlbündnis um Swetlana Tichanowskaja in den politischen Kampf gegen den belarussischen Machthaber Lukaschenko. Seit sie ins Exil musste, entwickelte sich Tichanowskaja zur wichtigsten politischen Stimme ihres Landes. Das Porträt einer Politikerin, die nie eine sein wollte.

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Tor zum globalen Handel, Magnet für Kaufleute und Abenteurer, kultureller Schmelztiegel, wo „alles einen Hauch Europa versprüht“: Historiker Boris Belge über Odessa, die Stadt, die durch Umbrüche, vielfache Neuerfindung geprägt ist – und nun durch den russischen Angriffskrieg einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt ist. 
 

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Im Zuge von Protest und Repressionen in Belarus haben allein im ersten Jahr seit August 2020 bis zu 150.000 Belarussinnen und Belarussen ihre Heimat verlassen. Mit dem Krieg in der Ukraine sind viele, die sich ein neues Leben in Kiew aufgebaut hatten, erneut auf der Flucht. Durch diese Krisen erlebt die belarussische Diaspora einen massiven Auftrieb. Reichen ihre Ursprünge als politische Kraft etwa einhundert Jahre zurück, ist sie heute weltweit vernetzt und für ein demokratisches Belarus aktiv.

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„Keinen Zoll ostwärts“: Gab es in den 1990er Jahren ein Versprechen an die Sowjetunion beziehungsweise an Russland, dass sich die NATO nicht weiter Richtung Osten ausdehnt? Kristina Spohr analysiert den „Krieg der Narrative“.

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Sie war der größte Tatort nationalsozialistischen Mordens in den von Deutschen besetzten Gebieten der Sowjetunion: die NS-Vernichtungsstätte Maly Trostenez in Belarus. Zehntausende Jüdinnen und Juden wurden dort ermordet. Ihren Ausgangspunkt nahm die organisierte Massengewalt vor 80 Jahren im Minsker Ghetto.

Gnose

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Gnose

Fjodor Dostojewski

Ein Genie, das dem menschlichen Geist wertvolle Offenbarungen brachte? Oder ein Krimi-Autor, der einen bei den Ohren packt und mit der Nase in geistige Kotze stößt? Wer ist Fjodor Michailowitsch Dostojewski?

Anders sein – Dissens in der Sowjetunion, © Anna Che (All rights reserved)