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Yod

Yod

Das Internet-Medium Yod wurde im Juli 2014 als eine journalistische Erweiterung des Projektes Yopolis1 gegründet.

Die Besonderheit des Projektes besteht darin, dass die Beiträge nicht nur von hauptberuflichen Journalisten, sondern auch von den Bürgern in enger Zusammenarbeit mit Yod-Redakteuren verfasst werden. Die Bürger werden somit in die Arbeit langfristig mit einbezogen, einige sind inzwischen bereits selbst professionelle Journalisten geworden. Thematisch konzentriert sich das Medium auf regionale Nachrichten vor allem aus Moskau.

Der Name des Medium spielt mit der physiologischen Rolle der Substanz Jod. Die Redaktion schreibt: Ein Mangel an Yod (Jod) im städischen Umfeld führt zu Schläfrigkeit, schlechter Laune und Gleichgültigkeit.

 

Eckdaten:

Gegründet: 2014
Chefredakteur: Stanislaw Mudry
Herausgeberin: Wladislaw Korejkin
URL: www.yodnews.ru


1.Yopolis ist eine Plattform, auf der städtische Aktivisten gesellschaftliche Initiativen vorschlagen und deren Umsetzung koordinieren können - etwa den Ankauf von Fahrrädern für ein Sozialzentrum oder die in Eigenregie durchgeführte Überdachung von Bushaltestellen. Die Aktivitäten auf der Plattform erstreckten sich bald auch auf generelle urbane Themen, was letzlich die Ausgliederung in ein eigenes Medium zur Folge hatte.
Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Napoleon Bonaparte in Russland

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Russische Polit-Talkshows hatten einmal den Anspruch, auch selbstkritischen innenpolitischen Diskussionen ein Forum zu bieten. Heute stehen siе für bewusst provozierte Skandale, polternde Moderatoren und politische Parteilichkeit. Magdalena Kaltseis über Ursprung, Wandel und Gegenwart eines populären russischen TV-Formats. 

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Nirgendwo sonst saßen Hintermänner, Henker und ihre Opfer so dicht zusammen wie in der Lubjanka. Nina Frieß über den Sitz des Geheimdienstes, um den Menschen jahrzehntelang „einen möglichst großen Bogen“ machten. 

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Andrej Bitow, einer der Stammväter der postmodernen Literatur Russlands, wäre am Montag 82 Jahre alt geworden. Karlheinz Kasper über den subversiven Klassiker, sein Chef d´Œuvre Das Puschkinhaus und sein Work in Progress.

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Sergej Dorenko ist tot. Er galt als TV-Ikone der späten 1990er Jahre, sogenannter Telekiller und auch als derjenige, der Putin zum Präsidenten gemacht hat. Gernot Howanitz über den kontroversen Journalisten und sein widersprüchliches Verhältnis zum Präsidenten.

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Russland und China

37 Staats- und Regierungschefs sind zum Gipfel „Neue Seidenstraße" nach Peking gekommen. Auch Putin. Die Zusammenarbeit zwischen Russland und China trägt seit der Angliederung der Krim immer mehr Früchte. Anastasia Vishnevskaya-Mann erklärt, warum Russland in dieser Beziehung allerdings nur Juniorpartner ist.

Der Samowar

In Russland trägt man keine Eulen nach Athen, sondern reist mit dem eigenen Samowar nach Tula: Boris Belge über den „Selbstkocher“, die Russifizierung des Tees und die Niederlage des Samowars im Kampf gegen elektrische Kleingeräte.

Selbstgedreht, 1987, Foto © Gennady Bodrov/The Lumiere Brothers Center for Photography (All rights reserved)