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Maly Trostenez

Sie war der größte Tatort nationalsozialistischen Mordens in den von Deutschen besetzten Gebieten der Sowjetunion: die NS-Vernichtungsstätte Maly Trostenez in Belarus. Zehntausende Jüdinnen und Juden wurden dort ermordet. Ihren Ausgangspunkt nahm die organisierte Massengewalt vor 80 Jahren im Minsker Ghetto.

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Poklonnaja-Hügel

Der Poklonnaja-Hügel ist eine der höchsten natürlichen Erhebungen in Moskau. Der Ort besitzt seit dem Mittelalter eine wichtige historische Bedeutung. Heute befindet sich hier mit dem Park des Sieges ein zentraler Gedenkort für die Opfer des Großen Vaterländischen Krieges.

Der Siegespark auf dem Poklonnaja-Hügel / Foto  ©  RIAN archive 350236 Views of Moscow/Anton Denisov unter CC BY 3.0Der Poklonnaja-Hügel befindet sich im Westen Moskaus am Kutusow-Prospekt, einer der wichtigsten Verkehrsadern und sozialistischen Prachtstraßen der Stadt. Die erste geschichtliche Erwähnung des Hügels datiert auf das Jahr 1368, als die Erhöhung noch weit außerhalb der Stadt lag und einen Panoramablick über die Kirchenkuppeln gewährte. Vermutlich leitet sich auch daher der Name ab, denn Poklon bedeutet im Russischen „Verneigen“ und Reisende machten seit jeher hier Halt, um sich vor den zahlreichen goldenen Kirchtürmen zu verneigen. Allerdings ist die Herkunft des Namens nicht zweifelsfrei geklärt. Manche Historiker führen den Namen auf eine alternative Bedeutung des Wortes Poklon zurück, das auch für eine Art feudale Steuer steht, die von Reisenden eingetrieben wurde.

Die Erhebung verlieh dem Ort eine strategische Bedeutung. Er ist in vielfacher – historischer wie symbolischer – Hinsicht bedeutsam. Aufgrund der strategischen Vorteile, welche die Lage auf einer Erhebung am Rand der Stadt bot, schlugen die Krim-Tataren bei ihrem letzten Angriff auf Moskau im Jahr 1591 hier ihr Lager auf, ebenso 1612 die Polen im Polnisch-Russischen Krieg. Die Moskowiter selbst empfingen ausländische Gesandtschaften auf dem Poklonnaja-Hügel – wie es heißt, ebenfalls mit einer Verneigungsgeste. Napoleon wartete hier nach der Schlacht bei Borodino auf die Aushändigung der Schlüssel für den Kreml. 1941 zogen sowjetische Soldaten vom Poklonnaja-Hügel aus in den Krieg gegen Deutschland.Für das Jahr 1942 war eigentlich geplant, auf dem Poklonnaja-Hügel ein Denkmal für den Sieg im Vaterländischen Krieg gegen Napoleon zu errichten. Dieser Plan konnte jedoch aufgrund des tobenden Krieges nicht realisiert werden. Stattdessen begann man 1958, einen Park des Sieges zur Ehrung der Opfer im Großen Vaterländischen Krieg anzulegen.

Heute dient der inzwischen rundherum umbaute Poklonnaja-Hügel mit dem darauf befindlichen Siegespark als eine der zentralen Gedenkstätten für die jährlichen Feierlichkeiten am 9. Mai. Darüber hinaus hat sich der Ort zu einer touristischen Sehenswürdigkeit entwickelt, ist aber als Erholungsgebiet auch bei den Moskauern sehr beliebt. Sie nutzen den Ort im Winter zum Skifahren, im Sommer für Spaziergänge und Radtouren. Auch für Fotoshootings von Hochzeitsgesellschaften wird der Poklonnaja-Hügel gern ausgewählt.

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Landschaft der Trauer, © Valery Vedrenko (All rights reserved)