Quelle

Forbes

Forbes Russia

Forbes ist ein russisches Wirtschaftsjournal, das aus der gleichnamigen US-amerikanischen Zeitschrift hervorging. Dieses ist vor allem bekannt für das jährliche Vermögens-Ranking aller Dollar-Milliardäre weltweit, unter denen traditionell eine Reihe bekannter OligarchenAls Oligarchen werden Großunternehmer bezeichnet, die starken Einfluss auf die Politik nehmen. In Russland, aber auch in anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion, in denen Wirtschaft und Politik sehr eng verwoben sind, stellen sie ein zentrales Charakteristikum des politischen Systems dar. Mehr dazu in unserer Gnose und Geschäftsleute aus Russland zu finden sind.

Das Journal erscheint in Russland seit 2004 als monatliche Print-Ausgabe, seit 2009 gibt es außerdem eine russischsprachige Online-Version. Forbes Russia wurde zunächst von Axel Springer Russia herausgegeben, einem Tochterunternehmen des in Deutschland ansässigen Axel Springer Verlags. Dieser musste das Journal jedoch verkaufen, nachdem in Russland 2014 ein Gesetz erlassen wurde, das ausländische Anteile an russischen Medien auf 20 % begrenzt.

Seit 2015 wird das Journal in Russland daher von der Artcom Media Group herausgegeben, welche dem Geschäftsmann Alexander Fedotow gehört. Im Januar 2016 übernahm Nikolai Uskow die Chefredaktion, der zuvor das Journal Snob leitete. 

 

Eckdaten

Gegründet: 2004
Herausgeber: Artcom Media Group
Chefredakteur: Nikolai Uskow
URL: www.forbes.ru

Gnosen

im Gnosmos

als Text

im Gnosmos

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Neueste Gnosen

Der Hitler-Stalin-Pakt

Am 23. August 1939 landete der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop in Moskau. Nach elf Stunden Verhandlungen wurde der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag unterschrieben. Claudia Weber über den Hitler-Stalin-Pakt, der den Weg zum Zweiten Weltkrieg freimachte. 

Napoleon Bonaparte in Russland

Idealbild des romantischen Helden, künftiger Messias und Symbol des Protests gegen die Unterdrückung in Russland – oder schlicht ein Krimineller, der sich gottgleich wähnte? Nikolaus Katzer zum 250. Geburtstag von Napoleon Bonaparte, der die russische Kultur im 19. Jahrhundert stark beeinflusste und noch lange die Gemüter bewegte wie kein zweiter. 

Politische Talkshows

Russische Polit-Talkshows hatten einmal den Anspruch, auch selbstkritischen innenpolitischen Diskussionen ein Forum zu bieten. Heute stehen siе für bewusst provozierte Skandale, polternde Moderatoren und politische Parteilichkeit. Magdalena Kaltseis über Ursprung, Wandel und Gegenwart eines populären russischen TV-Formats. 

Lubjanka

Nirgendwo sonst saßen Hintermänner, Henker und ihre Opfer so dicht zusammen wie in der Lubjanka. Nina Frieß über den Sitz des Geheimdienstes, um den Menschen jahrzehntelang „einen möglichst großen Bogen“ machten. 

Zeugen Jehovas

Mehr als 20 Zeugen Jehovas sitzen derzeit wegen ihres Glaubens in russischen Gefängnissen. Als „größte extremistische Organisation in Russland“ bezeichnen auch Vertreter der Orthodoxen Kirche die Zeugen Jehovas. Regina Elsner sieht darin Verstöße gegen die Religionsfreiheit und fragt, inwiefern diese einen systemischen Charakter haben.

Heldenstädte

Im Kampf um Aufmerksamkeit schmücken sich Städte gern mit Attributen. So wimmelt es in Europa von Zukunftsstädten, „Little Big Cities“, Weltstädten und Schmelztiegeln. Doch Städte, die offiziell zu Helden ernannt werden? Ivo Mijnssen über die Heldenstädte der früheren Sowjetunion, nationale Einheit und Probleme, die sie heute in Russland schaffen. 
 

Andrej Bitow

Andrej Bitow, einer der Stammväter der postmodernen Literatur Russlands, wäre am Montag 82 Jahre alt geworden. Karlheinz Kasper über den subversiven Klassiker, sein Chef d´Œuvre Das Puschkinhaus und sein Work in Progress.

Sergej Dorenko

Sergej Dorenko ist tot. Er galt als TV-Ikone der späten 1990er Jahre, sogenannter Telekiller und auch als derjenige, der Putin zum Präsidenten gemacht hat. Gernot Howanitz über den kontroversen Journalisten und sein widersprüchliches Verhältnis zum Präsidenten.

Rechtsstaatlichkeit

Russland schneidet bei der Durchsetzung von Menschenrechten schlechter ab als Nigeria. Vor diesem Hintergrund analysiert Benjamin Reeve, inwiefern Russland überhaupt noch ein Rechtsstaat ist.

Russland und China

37 Staats- und Regierungschefs sind zum Gipfel „Neue Seidenstraße" nach Peking gekommen. Auch Putin. Die Zusammenarbeit zwischen Russland und China trägt seit der Angliederung der Krim immer mehr Früchte. Anastasia Vishnevskaya-Mann erklärt, warum Russland in dieser Beziehung allerdings nur Juniorpartner ist.

Selbstgedreht, 1987, Foto © Gennady Bodrov/The Lumiere Brothers Center for Photography (All rights reserved)