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Spektr

Spektr.press wurde im Juli 2014 als experimentelles Projekt des baltischen Informationsportals Delfi gegründet. Die Texte richten sich an russischsprachige Leser und behandeln Themen des politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens im heutigen Russland. Ziel von Spektr ist es – wie schon der Name sagt –, ein möglichst breites Meinungsspektrum über die Geschehnisse in Russland vorzustellen. Für das Portal schreiben anerkannte unabhängige Journalisten und Experten, etwa Olga RomanowaOlga Romanowa (geb. 1966) ist eine renommierte russische Journalistin und Menschenrechtlerin. Nachdem sie als Redakteurin bei verschiedenen Medien gearbeitet hatte – unter anderem bei The New Times, Echo Moskwy und Slon – leitetе sie 2011 bis 2012 das Institut für Journalistik an der Higher School of Economics in Moskau. Sie ist außerdem Gründerin und Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation Rus Sidjaschtschaja (dt. Einsitzende Rus), die sich gegen Justizwillkür einsetzt und sich um die Belange von Häftlingen im Strafvollzug kümmert. Romanowa wurde 2017 der Veruntreuung von Spendengeldern beschuldigt, daraufhin verließ sie Russland., Ludmila Petranowskaja, Jakow Mirkin, Aleksandr Archangelski und andere.

Obwohl Spektr ein noch junges Medium ist, haben einige Publikationen eine große Resonanz in der Öffentlichkeit hervorgerufen, z.B. der Artikel über die Teilnahme des russischen Sondereinsatzkommando (speznas) im Ukraine-Krieg oder die Analyse der psychologischen Wirkung der TV-Propaganda auf die russische Bevölkerung.

Seit April 2015 ist Spektr ein selbstständiges Medienprojekt, das von der lettischen nonprofit-Organisation SPEKTRS. Journalists Resources Centre getragen wird.

 

Eckdaten

Gegründet: 2014
Chefredakteur: Anton Lysenkov
URL: www.spektr.press

Gnosen

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Neueste Gnosen

Napoleon Bonaparte in Russland

Idealbild des romantischen Helden, künftiger Messias und Symbol des Protests gegen die Unterdrückung in Russland – oder schlicht ein Krimineller, der sich gottgleich wähnte? Nikolaus Katzer zum 250. Geburtstag von Napoleon Bonaparte, der die russische Kultur im 19. Jahrhundert stark beeinflusste und noch lange die Gemüter bewegte wie kein zweiter. 

Politische Talkshows

Russische Polit-Talkshows hatten einmal den Anspruch, auch selbstkritischen innenpolitischen Diskussionen ein Forum zu bieten. Heute stehen siе für bewusst provozierte Skandale, polternde Moderatoren und politische Parteilichkeit. Magdalena Kaltseis über Ursprung, Wandel und Gegenwart eines populären russischen TV-Formats. 

Lubjanka

Nirgendwo sonst saßen Hintermänner, Henker und ihre Opfer so dicht zusammen wie in der Lubjanka. Nina Frieß über den Sitz des Geheimdienstes, um den Menschen jahrzehntelang „einen möglichst großen Bogen“ machten. 

Zeugen Jehovas

Mehr als 20 Zeugen Jehovas sitzen derzeit wegen ihres Glaubens in russischen Gefängnissen. Als „größte extremistische Organisation in Russland“ bezeichnen auch Vertreter der Orthodoxen Kirche die Zeugen Jehovas. Regina Elsner sieht darin Verstöße gegen die Religionsfreiheit und fragt, inwiefern diese einen systemischen Charakter haben.

Heldenstädte

Im Kampf um Aufmerksamkeit schmücken sich Städte gern mit Attributen. So wimmelt es in Europa von Zukunftsstädten, „Little Big Cities“, Weltstädten und Schmelztiegeln. Doch Städte, die offiziell zu Helden ernannt werden? Ivo Mijnssen über die Heldenstädte der früheren Sowjetunion, nationale Einheit und Probleme, die sie heute in Russland schaffen. 
 

Andrej Bitow

Andrej Bitow, einer der Stammväter der postmodernen Literatur Russlands, wäre am Montag 82 Jahre alt geworden. Karlheinz Kasper über den subversiven Klassiker, sein Chef d´Œuvre Das Puschkinhaus und sein Work in Progress.

Sergej Dorenko

Sergej Dorenko ist tot. Er galt als TV-Ikone der späten 1990er Jahre, sogenannter Telekiller und auch als derjenige, der Putin zum Präsidenten gemacht hat. Gernot Howanitz über den kontroversen Journalisten und sein widersprüchliches Verhältnis zum Präsidenten.

Rechtsstaatlichkeit

Russland schneidet bei der Durchsetzung von Menschenrechten schlechter ab als Nigeria. Vor diesem Hintergrund analysiert Benjamin Reeve, inwiefern Russland überhaupt noch ein Rechtsstaat ist.

Russland und China

37 Staats- und Regierungschefs sind zum Gipfel „Neue Seidenstraße" nach Peking gekommen. Auch Putin. Die Zusammenarbeit zwischen Russland und China trägt seit der Angliederung der Krim immer mehr Früchte. Anastasia Vishnevskaya-Mann erklärt, warum Russland in dieser Beziehung allerdings nur Juniorpartner ist.

Der Samowar

In Russland trägt man keine Eulen nach Athen, sondern reist mit dem eigenen Samowar nach Tula: Boris Belge über den „Selbstkocher“, die Russifizierung des Tees und die Niederlage des Samowars im Kampf gegen elektrische Kleingeräte.

Selbstgedreht, 1987, Foto © Gennady Bodrov/The Lumiere Brothers Center for Photography (All rights reserved)