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Spektr

Spektr.press wurde im Juli 2014 als experimentelles Projekt des baltischen Informationsportals Delfi gegründet. Die Texte richten sich an russischsprachige Leser und behandeln Themen des politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens im heutigen Russland. Ziel von Spektr ist es – wie schon der Name sagt –, ein möglichst breites Meinungsspektrum über die Geschehnisse in Russland vorzustellen. Für das Portal schreiben anerkannte unabhängige Journalisten und Experten, etwa Olga RomanowaJournalistin und Menschenrechtsaktivistin (geb. 1966). Nachdem sie als Redakteurin bei verschiedenen Medien gearbeitet hatte – unter anderem bei The New Times, Echo Moskwy und Slon – leitet sie seit 2011 das Institut für Journalistik an der Higher School of Economics in Moskau. Sie ist außerdem Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation Einsitzende Rus’ die sich gegen Justizwillkür einsetzt und sich um die Belange von Häftlingen im Strafvollzug kümmert., Ludmila Petranowskaja, Jakow Mirkin, Aleksandr Archangelski und andere.

Obwohl Spektr ein noch junges Medium ist, haben einige Publikationen eine große Resonanz in der Öffentlichkeit hervorgerufen, z.B. der Artikel über die Teilnahme des russischen Sondereinsatzkommando (speznas) im Ukraine-Krieg oder die Analyse der psychologischen Wirkung der TV-Propaganda auf die russische Bevölkerung.

Seit April 2015 ist Spektr ein selbstständiges Medienprojekt, das von der lettischen nonprofit-Organisation SPEKTRS. Journalists Resources Centre getragen wird.

 

Eckdaten

Gegründet: 2014

Chefredakteur: Anton Lysenkov

URL: www.spektr.press

Gnosen

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Hip-Hop in Russland

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Sergej Sobjanin

Die meisten Kandidaten des Kreml erleiden bei den Gouverneurswahlen 2018 Verluste. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin holt aber eines der landesweit besten Ergebnisse – und das in der Stadt mit dem erfahrungsgemäß höchstem Protestpotential. Anton Himmelspach fragt nach dem Schlüssel seines Erfolgs.

Monostädte

Einst waren Monostädte stolze Symbole der sowjetischen Wirtschaftsmacht. Heute sind viele der 317 Städte verwahrlost und erleben ihren Niedergang. Alexander Formozov erklärt, wie es dazu kam und vor welchen Herausforderungen die Monostädte heute stehen.

Perm-36

Als Graswurzelinitiative waren in den 1990er Jahren die Gedenkstätte und das Museum am Ort eines ehemaligen Straflagers entstanden. Die aktuellen Entwicklungen rund um diese Einrichtungen gelten vielen heute als Musterbeispiel für die staatliche Neuausrichtung der Geschichtspolitik und den Umgang mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Anke Giesen über Perm-36.

Der Vaterländische Krieg von 1812

Als Vaterländischer Krieg  ging Napoleons gescheiterter Feldzug gegen Russland im Jahr 1812 in die russische Geschichtsschreibung ein. Nikolaus Katzer über den Krieg, der im kollektiven Gedächtnis Europas den Platz im 19. Jahrhundert einnimmt, der dem Zweiten Weltkrieg im 20. Jahrhundert zufällt. 

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Vor einem Jahr, am 22. August 2017, wurde der Regisseur Kirill Serebrennikow während eines Filmdrehs festgenommen. Ihm wurde Veruntreuung von Geldern vorgeworfen. Bis heute steht der prominente Regisseur unter Hausarrest. Warum ausgerechnet Serebrennikow? Diese Frage gibt Anlass zu einer Fülle von Spekulationen, die viel über die politische und gesellschaftliche Situation im Land verraten.

Der Teppich an der Wand

„Überall auf der Welt legt man Teppiche auf den Boden. Warum hängen wir sie an die Wand?“ Monica Rüthers über ein ebenso erklärungsbedürftiges wie identitätsstiftendes Phänomen.

Default (1998)

Vor 20 Jahren, am 17. August 1998, erklärte der russische Staat unter der Führung Jelzins seine Zahlungsunfähigkeit nach einer Zeit des wirtschaftspolitischen Chaos. Dieses Ereignis markierte eine Wende in der russischen Finanzpolitik und es trug zur Popularität Putins bei – da er im Gegensatz zu Jelzin den gesellschaftlichen Bedarf an Stabilität und relativem Wohlstand bedienen konnte.

Nord Stream 2

Bei ihrem Treffen am Samstag haben Angela Merkel und Wladimir Putin auch über die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 gesprochen. Ist „Gas eine Ware“ oder ist „Gas ein Politikum“? Julia Kusznir über die scheinbare Gegensätzlichkeit dieser Argumente. 

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