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Yod

Yod

Das Internet-Medium Yod wurde im Juli 2014 als eine journalistische Erweiterung des Projektes Yopolis1 gegründet.

Die Besonderheit des Projektes besteht darin, dass die Beiträge nicht nur von hauptberuflichen Journalisten, sondern auch von den Bürgern in enger Zusammenarbeit mit Yod-Redakteuren verfasst werden. Die Bürger werden somit in die Arbeit langfristig mit einbezogen, einige sind inzwischen bereits selbst professionelle Journalisten geworden. Thematisch konzentriert sich das Medium auf regionale Nachrichten vor allem aus Moskau.

Der Name des Medium spielt mit der physiologischen Rolle der Substanz Jod. Die Redaktion schreibt: Ein Mangel an Yod (Jod) im städischen Umfeld führt zu Schläfrigkeit, schlechter Laune und Gleichgültigkeit.

 

Eckdaten:

Gegründet: 2014
Chefredakteur: Stanislaw Mudry
Herausgeberin: Wladislaw Korejkin
URL: www.yodnews.ru


1.Yopolis ist eine Plattform, auf der städtische Aktivisten gesellschaftliche Initiativen vorschlagen und deren Umsetzung koordinieren können - etwa den Ankauf von Fahrrädern für ein Sozialzentrum oder die in Eigenregie durchgeführte Überdachung von Bushaltestellen. Die Aktivitäten auf der Plattform erstreckten sich bald auch auf generelle urbane Themen, was letzlich die Ausgliederung in ein eigenes Medium zur Folge hatte.
Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Neueste Gnosen

Lubjanka

Nirgendwo sonst saßen Hintermänner, Henker und ihre Opfer so dicht zusammen wie in der Lubjanka. Nina Frieß über den Sitz des Geheimdienstes, um den Menschen jahrzehntelang „einen möglichst großen Bogen“ machten. 

Zeugen Jehovas

Mehr als 20 Zeugen Jehovas sitzen derzeit wegen ihres Glaubens in russischen Gefängnissen. Als „größte extremistische Organisation in Russland“ bezeichnen auch Vertreter der Orthodoxen Kirche die Zeugen Jehovas. Regina Elsner sieht darin Verstöße gegen die Religionsfreiheit und fragt, inwiefern diese einen systemischen Charakter haben.

Heldenstädte

Im Kampf um Aufmerksamkeit schmücken sich Städte gern mit Attributen. So wimmelt es in Europa von Zukunftsstädten, „Little Big Cities“, Weltstädten und Schmelztiegeln. Doch Städte, die offiziell zu Helden ernannt werden? Ivo Mijnssen über die Heldenstädte der früheren Sowjetunion, nationale Einheit und Probleme, die sie heute in Russland schaffen. 
 

Andrej Bitow

Andrej Bitow, einer der Stammväter der postmodernen Literatur Russlands, wäre am Montag 82 Jahre alt geworden. Karlheinz Kasper über den subversiven Klassiker, sein Chef d´Œuvre Das Puschkinhaus und sein Work in Progress.

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Sergej Dorenko ist tot. Er galt als TV-Ikone der späten 1990er Jahre, sogenannter Telekiller und auch als derjenige, der Putin zum Präsidenten gemacht hat. Gernot Howanitz über den kontroversen Journalisten und sein widersprüchliches Verhältnis zum Präsidenten.

Rechtsstaatlichkeit

Russland schneidet bei der Durchsetzung von Menschenrechten schlechter ab als Nigeria. Vor diesem Hintergrund analysiert Benjamin Reeve, inwiefern Russland überhaupt noch ein Rechtsstaat ist.

Russland und China

37 Staats- und Regierungschefs sind zum Gipfel „Neue Seidenstraße" nach Peking gekommen. Auch Putin. Die Zusammenarbeit zwischen Russland und China trägt seit der Angliederung der Krim immer mehr Früchte. Anastasia Vishnevskaya-Mann erklärt, warum Russland in dieser Beziehung allerdings nur Juniorpartner ist.

Der Samowar

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Musik der Perestroika

Rock war in der Sowjetunion verfemt. Olga Caspers erzählt, wie die „ideologisch untragbare“ Musik den Lebensstil der Gegenkultur in die Massenkultur transportierte – und damit zu einem Motor der Perestroika wurde. 

Haus der Regierung

Wer es in diese stalinsche Gated Community geschafft hatte, war im Kommunismus angekommen. Auch heute leben hier vor allem die Privilegierten. Monica Rüthers über das Haus der Regierung.
 

Sommerweide der Tewlins, Jugra, Foto © Igor Tereschkow (All rights reserved)