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    Jewgeni Perlin

    Jewgeni Perlin (geb. 1990, belarussisch: Jauhen Perlin) ist ein populärer belarussischer Moderator. Von 2014 bis 2020 moderierte er auf dem Staatssender Belarus 1 die Morgenshow Dobrai ranizy, Belarus (dt. Guten Morgen, Belarus) und  ab 2018 auch die erste belarussische Late Night-Show Makajonka, 9. Aufgrund der Wahlfälschungen und den anschließenden Repressionen kündigte er am 12. August 2020 öffentlichkeitswirksam seinen Job; er betreibt nun den Youtube-Kanal Perlin Show.

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    Grigori Asarjonok

    Grigori Asarjonok (geb. 1994, belarussisch: Ryhor Asarjonak) ist ein belarussischer Regisseur und Fernsehmoderator, der für seine reißerischen und diffamierenden Kommentare bekannt ist. Er ist der Sohn des Journalisten und Medienfunktionärs Juri Asarjonok. Grigori Asarjonok moderiert seit Herbst 2020 auf dem Sender CTV die Sendungen Tainyje prushiny politiki (dt. Geheimen Triebfedern der Politik) und Orden Iudy (Der Judas-Orden). Im Januar 2021 war er unter den Journalisten, die von Präsident Lukaschenko für „ihre Professionalität und ihren persönlichen Beitrag zur Entwicklung der staatlichen Informationspolitik sowie des nationalen Journalismus“ ausgezeichnet wurden.

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    Dezemberaufstand in Moskau 1905

    Als Dezemberaufstand werden die Straßenkämpfe in Moskau vom 9. bis zum 18. Dezember 1905 bezeichnet (nach greg. Kalender vom 22. bis 31. Dezember). Sie bildeten den letzten Höhepunkt des Revolutionsjahres 1905. Die Kämpfe, in deren Verlauf etwa 1000 Menschen ihr Leben verloren, folgten auf einen am 7. Dezember begonnenen Generalstreik. Der Aufstand wurde von Zar Nikolaus II. als Begründung herangezogen, um die Rechte des neu gegründeten Parlaments (Duma) einzuschränken.

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    Bangalor-Platz

    Der Bangalor (russ. Ploschtschad Bangalor) ist ein Platz in Minsk. Er befindet sich im nördlichen Teil der belarussischen Hauptstadt, etwa drei Kilometer vom Zentrum entfernt. Er ist nach der indischen Stadt Bangalor benannt, zu der Minsk seit 1986 eine Städtepartnerschaft unterhält. Der dort befindliche Park der Völkerfreundschaft war seit Mitte der 2000er Jahre immer wieder Schauplatz von Kundgebungen und Demonstrationen, weil die Machthaber der Opposition Proteste im Zentrum untersagten.

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    angekündigte Verschärfung des Strafrechts (Belarus 2020)

    Seit Ende 2020 haben die belarussischen Machthaber zahlreiche Verschärfungen von Gesetzen infolge der Proteste gegen Alexander Lukaschenko angekündigt bzw. auf den Weg gebracht. Am 18. März 2021 beispielsweise schlug die Generalstaatsanwaltschaft vor, Sicherheits- und Ermittlungsbehörden selbst zu überlassen, Gruppierungen oder Personen als extremistisch einzustufen und somit entsprechende Strafprozesse anzuregen. Ende Januar 2021 wurde bekannt, dass die Generalstaatsanwaltschaft plant, die weiß-rot-weiße Symbolik per Gesetz als extremistisch einstufen zu lassen. Zudem arbeitet das Innenministerium seit März 2021 an einer Gesetzesvorlage zur Erstellung systematischer Listen für extremistische Gruppierungen und Personen.

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    Pawel Latuschko

    Pawel Latuschko (geb. 1973 in Minsk, belaruss. Pawel Latuschka) ist ein ehemaliger belarussischer Diplomat und Funktionär und heutiger Oppositionspolitiker. Von 2009 bis 2012 bekleidete Latuschko das Amt des Kulturministers. Von 2019 bis August 2020 war Latuschko Direktor des staatlichen Janka-Kupala-Theaters in Minsk. Weil er sich mit den Protesten solidarisierte, wurde er entlassen. Er wurde ins Führungsgremium des Koordinationsrates der Opposition berufen und floh schließlich nach Polen, wo er heute lebt. Er hat das Nationale Anti-Krisenmanagement (NAM) gegründet, das sich als unabhängiges Schattenkabinett für den Fall eines Regimewechsels in Belarus begreift.

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    die Belarus

    Die weibliche Bezeichnung des Landesnamens leitet sich von der Bezeichnung Belaja Rus ab. Das Adjektiv belaja bedeutet weiß, Rus meint das mittelalterliche Reich der Kiewer Rus. Rus ist weiblich, und auf Belarussisch ist der Landesname Belarus ebenfalls weiblich.

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    Polesien

    Polesien ist eine historische Landschaft auf dem Gebiet der heutigen Ukraine, von Belarus, Polen und Russland. Es gehörte im Mittelalter zur Kiewer Rus, später zur litauisch-polnischen Adelsrepublik und anschließend zum Russischen Reich. Polesien ist von Sümpfen und Wäldern geprägt, die größten Städte der Region sind Hrodno, Brest und Pinsk.

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    Dnjepr

    Der Dnjepr (belarussisch: Dnjapro, ukr. Dnipro) ist der drittlängste Fluss Europas. Er fließt durch Russland, die Ukraine und Belarus.

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    Prypjat (Fluss)

    Der Prypjat (belaruss. Prypjaz) ist mit 775 Kilometern Länge einer der größten Nebenflüsse des Dnjepr. Er entspringt im äußersten Nordwesten der Ukraine, in der Oblast Wolyn, und fließt nach rund 200 Kilometern durch die Niederung Polesiens im Süden von Belarus, wo er die nach ihm genannten Prypjatsümpfe im Frühling in ein großflächiges Gebiet aus Sümpfen, Bächen und Seen verwandelt. Als das Kernkraftwerk von Tschernobyl noch in Betrieb war, wurde das Kühlwasser für die Reaktoren dem Prypjat entnommen.

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