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    Ukrainische Aufstandsarmee (UPA)

    Die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) war der militärische Arm der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), einer antikommunistischen und ethnonationalistischen Untergrundorganisation in der Westukraine. Die UPA wurde 1942 gegründet und existierte bis in die 1950er Jahre. Nach dem Krieg kämpfte sie weiter gegen die sowjetische Herrschaft.

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    RSFSR

    Die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (RSFSR) war die größte und bevölkerungsreichste Teilrepublik der Sowjetunion. Sie wurde in Folge der Oktoberrevolution am 7. November 1917 gegründet. Nach der Auflösung der Sowjetunion im Dezember 1991 nannte sich die RSFSR in Russische Föderation um, im Dezember 1993 wurde sie im Zuge einer Verfassungsänderung endgültig aufgelöst.

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    Rigaer Blutsonntag

    Als Rigaer Blutsonntag werden die Massaker an 25.000 Juden aus dem Ghetto Riga am 30. November und 8. Dezember 1941 bezeichnet. Sie fanden im Wald von Rumbula südöstlich von Riga statt. Als Vorwand diente die Ankunft deportierter Juden aus dem Deutschen Reich, für die Platz im Ghetto gemacht werden sollte.

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    Sicherheitsdienst der SS (SD)

    Der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (kurz SD) wurde 1931 als Nachrichtendienst der SS gegründet. Er wurde jedoch zunehmend federführend bei der Planung der ideologischen „Feindbekämpfung“ und beging zusammen mit der Sicherheitspolizei in den vom nationalsozialistischen Deutschland besetzten Gebieten zahlreiche Massenmorde.

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    Einsatzgruppen

    Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD) waren zentrale Akteure der nationalsozialistischen Völkermordpolitik. Sie waren in vier Einsatzgruppen (A,B,C,D) aufgeteilt, die sich in 16 Einzelkommandos gliederten. Insgesamt umfassten sie rund 3000 Mann. Die Angehörigen der Einsatzgruppen führten Massenerschießungen durch, vor allem an Juden, Roma und Partisanen. Allein 1941 ermordeten sie in Osteuropa 500.000 Juden. Ähnliche Einheiten operierten bei allen deutschen Expansionen seit 1938.

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    Jüdischer Bolschewismus

    Das Feindbild des „jüdischen Bolschewismus“ gründet in der Gegnerschaft zu revolutionären Bewegungen in Russland seit 1905. In und außerhalb Russlands wurde behauptetet, dass die Revolution von Juden gelenkt sei. In dem Schlagwort verbanden sich Antisemitismus und Antikommunismus. Im Weltbild und der Propaganda der Nationalsozialisten nahm der Kampf gegen den angeblichen „jüdischen Bolschewismus“ eine Schlüsselrolle ein und legitimierte den Vernichtungskrieg im Osten.

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    Rentenreform (2018)

    Am 14. Juni 2018, dem Tag des Eröffnungsspiels der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland, verkündete Premierminister Dimitri Medwedew die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters. Seit 1932 hatte das Eintrittsalter unverändert bei 55 Jahren für Frauen und 60 Jahren für Männer gelegen, nun sollte es schrittweise auf 63 und 65 Jahre angehoben werden. Aufgrund starker Proteste gegen die Pläne wurde das Alter für Frauen schließlich auf 60 festgelegt. Die Änderungen traten im Januar 2019 in Kraft und sollen schrittweise bis Ende 2028 umgesetzt werden.

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    Nullsetzung

    Als Nullsetzung wird die Zurücksetzung der bisherigen Amtszeiten des russischen Präsidenten bezeichnet. Sie war Teil umfassender Änderungen der russischen Verfassung, die am 4. Juli 2020 in Kraft traten. Waren dem Präsidenten laut Verfassung bisher nur zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten á sechs Jahre erlaubt, werden nun durch die Nullsetzung die bisherigen Amtszeiten nicht mehr gezählt, so dass erneut zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten möglich sind. Wladimir Putin könnte so theoretisch bis 2036 das Amt des Präsidenten ausüben.

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    Proteste in Belarus 1999

    Am 7. Mai 1999 verschwand der frühere Innenminister Juri Sacharenko spurlos. Ebenso am 16. September 1999 Viktor Gontschar, der frühere Vize-Präsident des von Lukaschenko entmachteten und aufgelösten 13. Obersten Sowjets, sowie der Unternehmer Anatoli Krassowski. In den Jahren danach wurde nachgewiesen, dass sie von einer sogenannten Todesschwadron ermordet wurden, die sehr wahrscheinlich im Auftrag der Staatsführung handelte. Im Herbst 1999 kam es in Minsk zu zahlreichen Protesten gegen die Pläne Lukaschenkos, den Unionsstaat mit Russland voranzutreiben. 

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    Präsidentschaftswahl in Belarus 2006 und die Folgen

    Am 19. März 2006 fand in Belarus die Präsidentschaftswahl statt, die schon im Vorfeld für heftige Kritik gesorgt hatte. Alexander Lukaschenko hatte sich 2004 über ein umstrittenes Referendum die Möglichkeit gesichert, sich für weitere Legislaturperioden wählen lassen zu können. Am Abend der Präsidentschaftswahl kam es auf dem Oktoberplatz in Minsk zu Protesten, an denen mehr als 10.000 Menschen teilnahmen und die als Jeans-Revolution bezeichnet wurden. In den folgenden Tagen entstand auf dem Platz eine Zeltstadt, die aber nach fünf Tagen von den Sicherheitskräften geräumt wurde.

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