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    Proteste nach Präsidentschaftswahl in Belarus am 19.12.2010

    Am 19. Dezember 2010 kam es in der belarussischen Hauptstadt Minsk zu Massenprotesten. Rund 40.000 Menschen protestierten am Abend der Präsidentschaftswahl gegen Wahlfälschungen und zogen vom Oktoberplatz zum Platz der Unabhängigkeit, wo der Protestzug schließlich brutal von den Sicherheitskräften aufgelöst wurde. In der Folge kam es zu einer Welle von Repressionen, bei der sieben Präsidentschaftskandidaten und rund 700 Oppositionelle festgenommen wurden. Viele Aktivisten verließen das Land. Ploschtscha ist die belarussische Bezeichnung für Platz. Sie hat sich als Abbreviatur für den Oktoberplatz eingebürgert, wo üblicherweise die Proteste stattfanden.

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    Alexander Taraikowski

    Der 34-jährige Alexander Taraikowski (belaruss. Aljaxandr Taraikouski) war am 10. August 2020 bei den Protesten gegen Machthaber Alexander Lukaschenko an der Metro-Station Puschkinskaja in Minsk von einem Polizisten erschossen worden. Von der Szene, in der Taraikowski unbewaffnet vor einer Kette aus OMON-Beamten steht, existieren mehrere Handyaufzeichnungen. Taraikowski war das erste bestätigte Todesopfer der Proteste.

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    Silitschy

    Silitschy ist ein beliebter, künstlich angelegter Wintersportkomplex, der sich unweit der Hauptstadt Minsk befindet.

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    die aktuelle Seite umblättern (Zitat Lukaschenko, Neujahrsansprache 2021)

    Dieser Ausspruch stammt aus der Neujahrsansprache von Alexander Lukaschenko zum ausgehenden Jahr 2020. Der Paragraph in der offiziellen deutschen Übersetzung: „Ein anderes Land haben wir nicht. Wollen wir es erhalten und unseren Kindern weitergeben – dafür müssen wir die aktuelle Seite umblättern und gemeinsam ein neues Kapitel in der Geschichte des unabhängigen Belarus schreiben. Wollen wir das nächste Jahr zum Jahr der nationalen Einheit ausrufen.“ 

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    Krise des Jahres 1996 (Belarus)

    Als Minsker Frühling werden eine Reihe von Protesten im Frühjahr 1996 und 1997 bezeichnet, an denen zehntausende Belarussen teilnahmen. Auslöser waren die Unterzeichnung der ersten Integrationsabkommen zwischen Belarus und Russland im April 1996, der zehnte Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe sowie ein Referendum vom November 1996, welches eine Verfassungsänderung zugunsten des Präsidenten nach sich zog und das Parlament entmachtete. Bei den Protesten kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen der Staatsgewalt und den Demonstranten.

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    eine Million an der Stele (Ausspruch)

    Die ersten Sonntagsmärsche nach der Präsidentschaftswahl am 9. August 2020 hatten die sogenannten Heldenstele in der Hauptstadt Minsk zum Ziel. Auf dem riesigen Platz, der sich am Prospekt der Sieger (russ. Prospekt Pobeditelei) befindet, kamen in jenen Augusttagen hunderttausende Demonstranten zusammen und sorgten für eindrucksvolle Bilder, die um die Welt gingen.

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    Tschernobyl-Marsch

    Der Tschernobyl-Marsch (belarussisch: Tscharnobylski schljach) fand erstmals am 26. April 1989 statt. Die belarussische Oppositionsbewegung wollte damit auf die verheerenden Folgen des Reaktorunfalls aus dem Jahr 1986 im ukrainischen Tschernobyl aufmerksam machen. Seit der Wahl Alexander Lukaschenkos im Jahr 1994 zum Präsidenten der Republik Belarus entwickelte sich der Marsch zur politischen Demonstration der Opposition.

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    Tag der Freiheit (Belarus)

    Der Tag der Freiheit (belarussisch: Dsen Woli) ist ein inoffizieller Feiertag in Belarus. Er wird traditionell vor allem von der national-demokratischen Opposition genutzt, um gegen Machthaber Alexander Lukaschenko zu demonstrieren. Der Tag geht auf die Ausrufung der Belarussischen Volksrepublik (BNR) am 25. März 1918 zurück.

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    Viktor Martinowitsch

    Viktor Martinowitsch (geb. 1977, belarussisch: Viktar Marzinowitsch) gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Schriftstellern, Kolumnisten und Intellektuellen in Belarus. Der studierte Politologe debütierte 2009 mit dem Roman Paranoia (2014 in deutscher Übersetzung von Thomas Weiler). Seitdem wurde er mit Literatur-Preisen ausgezeichnet und hat zahlreiche weitere Romane veröffentlicht.

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    Schienenkrieg

    Als Schienenkrieg wurde im Zweiten Weltkrieg eine Taktik sowjetischer Partisanen bezeichnet. Durch die Zerstörung von Bahnschienen sollte der Transport feindlicher Truppen und Kriegsgeräte aufgehalten werden. Im alltäglichen russischen Sprachgebrauch wird der Begriff auch verwendet, um Partisanentaktiken insgesamt zu beschreiben.

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