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    Probleme mit der Wasserversorgung in Belarus

    In belarussischen Städten kommt es häufig zu Rohrbrüchen, -Verunreinigungen und Wartungsarbeiten an oft maroden Wasserleitungen. Wie in vielen anderen Regionen der ehemaligen Sowjetunion werden die Zentralheizungssysteme in den Sommern üblicherweise gewartet, sodass die Warmwasserversorgung in zahlreichen Haushalten vorübergehend ausfällt. Zuletzt kam es in Minsk im Juni 2020 zu einem größeren Zwischenfall, wobei sich die Wasserqualität für rund 800.000 Menschen erheblich verschlechterte.

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    Uliza Oktjabrskaja (Minsk)

    Die Uliza Oktjabrskaja (dt. Oktober-Straße) ist eine rund eineinhalb Kilometer lange Straße im historischen Zentrum von Minsk. Ehemals im Industriegebiet gelegen, entwickelt sich die Straße seit etwa 2010 zu einem bevorzugten Zentrum für junge Kreative. Inzwischen haben sich dort mehrere Kunsträume, Cafés und Szenekneipen angesiedelt.

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    Atomisierung (Belarus)

    Der Begriff Atomisierung meint Vereinzelung der Menschen und tiefgreifende Fragmentierung der Gesellschaft. Das Schlagwort kam nach der Auflösung der Sowjetunion auf: Viele Soziologen gehen seitdem davon aus, dass durch den Zerfall der SU auch die kollektive Identität des Sowjetmenschen zusammenbrach und ein „ideologisches Vakuum“ eintrat, das keine gesellschaftlichen Orientierungen bot. Obwohl belastbare Daten für die Zeit der Sowjetunion fehlen, nehmen in jüngster Zeit viele Sozialwissenschaftler an, dass die Ursache der Atomisierung nicht der Zusammenbruch der UdSSR ist, sondern diese vielmehr systemisch in ihr angelegt war.  

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    Olga Shparaga

    Olga Shparaga (geb. 1974) ist eine belarussische Philosophin und Mitbegründerin des European College of Liberal Arts in Belarus (ECLAB). Sie gilt als eine der einflussreichsten liberalen Intellektuellen des Landes, zahlreiche Publikationen von Shparaga erschienen auch in anderen Sprachen. Olga Shparaga ist Mitglied des Koordinationsrats der belarussischen Opposition – ein am 18. August 2020 in Minsk gegründetes Gremium, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Machtübergabe nach den gefälschten Wahlen in Belarus zu organisieren.

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    Панков и Вандлитц

    Панков (нем. Pankow) — район на северо-востоке Берлина, где на улице Маяковскиринг (названной в честь Владимира Маяковского) вплоть до начала 1960-х годов жили политические деятели ГДР. Со временем Панков стал синонимом гэдээровского правительства: Конрад Аденауэр называл их «господа из Панкова», а певец Удо Линденберг пел о «спецпоезде в Панков». После ввода советских войск в Будапешт в 1956 году было принято перевезти политическую элиту подальше от центра города — в закрытый «лесной поселок» (нем. Waldsiedlung) неподалеку от деревни Вандлитц (нем. Wandlitz). В «поселке» — с собственными теннисными кортами, бассейном и кинотеатром — действовала своя система снабжения (многие продукты доставлялись их ФРГ). 

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    administrative Ressource (Blurb)

    Als Administrative Ressource bezeichnet man das Potential von Amtsinhabern (Präsidenten genauso wie Bürgermeistern), staatliche Ressourcen für die eigenen politischen oder wirtschaftlichen Ziele zu nutzen. Der politisierte Einsatz von Kontrollbehörden zählt genauso dazu wie Stimmenkauf oder verdeckte Parteienfinanzierung aus dem Staatshaushalt.

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    Mekenim Kyrgyzstan

    Mekenim Kyrgyzstan (dt. Mein Vaterland Kirgistan) ist eine im Jahr 2015 gegründete politische Partei, deren Einfluss zunächst auf den Süden des Landes begrenzt war. Zu einer auf nationaler Ebene agierenden Partei wurde Mekenim Kyrgyzstan durch den Eintritt von Raimbek Matraimow, gegen den nach seiner Tätigkeit als stellvertretender Leiter der kirgisischen Zollbehörde wegen Korruption und Geldwäsche ermittelt wird. Matraimow wandte sich nach der Spaltung der Sozialdemokratischen Partei Kirgistans im Jahr 2019 von dieser ab und trat Mekenim Kyrgyzstan bei. Im Vorfeld der Parlamentswahl im Oktober 2020 wurden Vorwürfe laut, die Partei habe Stimmen gekauft. 

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    Partei Birimdik

    Die kirgisische Partei Birimdik wurde erstmals im Jahr 2004 gegründet. Nach internen Machtkämpfen des amtierenden Präsidenten Sooronbai Dscheenbekow mit seinem Vorgänger Almasbek Atambajew um den Einfluss in der Sozialdemokratische Partei Kirgistans (SDPK)  im Jahr 2019, formiert sich die Partei unter Führung des ehemaligen SDPK-Abgeordneten Marat Amankulow neu. Sie wurde dank prominenter Unterstützung aus den Reihen der SDPK schnell zu einer einflussreichen politischen Kraft. Ein festes Parteiprogramm gibt es nicht. Birimdik steht für eine sozialistische Ausrichtung und bedient die Sowjetnostalgie. Bei den Parlamentswahlen im Oktober 2020 galt sie als einer der Favoriten für den Wahlsieg.

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    Sooronbai Dscheenbekow

    Sooronbai Dscheenbekow (*1958) ist seit 2017 kirgisischer Präsident. Seine Amtszeit war geprägt von einem Machtkampf mit seinem Vorgänger Almasbek Atambajew, dem Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Kirgistans, der auch Dscheenbekow angehört. Atambajew gilt als härtester Kritiker des Präsidenten.

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    Almasbek Atambajew

    Almasbek Atambajew (*1956) war von 2011 bis 2017 Präsident Kirgistans. Er löste Rosa Otunbajewa ab, die nach den Unruhen im April 2010 einer Übergangsregierung vorgestanden und eine Verfassungsänderung umgesetzt hatte. Atambajew ist seit 1999 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Kirgistans. Bereits während seiner Präsidentschaft wurden Korruptionsvorwürfe laut, sodass er bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2017 nicht mehr antreten durfte. Er wurde im Juni 2020 zu elf Jahren Haft verurteilt. Nach der Parlamentswahl im Oktober 2020 besetzten Demonstranten das Regierungsgebäude und befreiten Atambajew aus dem Gefängnis. 

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