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    Autonome Wolgadeutsche Republik

    Die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen wurde mit Erlaubnis des Politbüros der Kommunistischen Partei am 6. Januar 1924 proklamiert. Sie umschloss einen Großteil des deutschen Siedlungsgebiets an der Wolga, Amtssprachen waren Russisch  und Deutsch. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde sie aufgelöst, da Stalin die Bevölkerung pauschal der Kollaboration mit der Wehrmacht bezichtigte. Der Gebrauch der deutschen Sprache war jahrelang verboten. Erst viel später, im Jahre 1964, kam es zu einer Teilrehabilitierung der russlanddeutschen Bevölkerung.

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    Konstantin Thon

    Konstantin Andrejewitsch Thon (1794–1881) war ein renommierter russischer Architekt deutscher Herkunft und Hofarchitekt von Zar Nikolaus I. Thon, Sohn eines deutschen Juweliers in Sankt Petersburg, studierte unter anderem bei dem Baukünstler Andrej Woronichin und betrieb viele Jahre eigene Kunststudien in Rom. U.a. beendete er den ehrgeizigen Bau der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, ein Symbol für den Sieg über Napoleon. Später leitete Thon die Architekturabteilung der Petersburger Kunstakademie. 

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    Arbeitsarmee (Trudarmija)

    Bei der sogenannten Arbeitsarmee (russ. trudarmija) handeltе es sich um ein Zwangsarbeitersystem, das mit Beginn des Großen Vaterländischen Krieges 1941 und der Deportation Hunderttausender Russlanddeutscher aufgebaut wurde. Es wurde bis 1946 als Sonderkategorie im Gulag-System geführt und diente dazu, russlanddeutsche Männer, Frauen und Jugendliche neben anderen Häftlingen in die Industrie einzubinden.

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    Engels (Stadt)

    Engels ist die zweitgrößte Stadt der Oblast Saratow im südöstlichen Teil des europäischen Russlands. Von 1914 bis 1931 trug sie den Namen Pokrowsk. Sie bildete das kulturelle Zentrum der Wolgadeutschen und war ab 1924 Verwaltungssitz der Autonomen Wolgadeutschen Republik. 1931 wurde sie nach Friedrich Engels umbenannt. Die Stadt ist seit 1965 durch eine Brücke mit Saratow am gegenüberliegenden Wolgaufer verbunden. Die beiden Städte bilden gemeinsam eine wirtschaftlich aufstrebende Metropolregion.

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    Erlass des Obersten Sowjets über die Wolgadeutschen

    Auf Geheiß Stalins erließ der Oberste Sowjet am 28. August 1941 das Dekret Über die Umsiedlung der in der in den Rayons des Wolgagebiets lebenden Deutschen. Damit wurden Russlanddeutsche von der Wolga sowie aus anderen Regionen der Sowjetunion in entlegene Gebiete des Urals sowie von Sibirien und Kasachstan deportiert. Das Dekret, dem am 22. Juni 1941 der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion vorausgegangen war, besiegelte das Ende der Wolgadeutschen Republik.

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    Eugen (Vorname)

    (Spät-)Aussiedler haben nach §94 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) die Möglichkeit, ihren Namen per Erklärung beim Standesamt anzupassen. Neben dem Wegfall des im Russischen üblichen Vatersnamens ist auch die Übersetzung beziehungsweise Eindeutschung der Vor- und Nachnamen möglich. Die offizielle deutsche Form des Namen Jewgeni (russ. Евгений) lautet Eugen. Gibt es für einen Vornamen keine deutschsprachige Form, so kann ein neuer Vorname bestimmt werden.

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    Belarussische Volksrepublik (1918)

    Während des Ersten Weltkriegs riefen am 25. März 1918 belarussische Politiker und Aktivisten einen unabhängigen Staat aus. Belarus befand sich damals unter deutscher Besatzung: Unter anderem deshalb ist es der Regierung der Belarussischen Volksrepublik nie gelungen, die vollständige Kontrolle über das Territorium zu erlangen. Nach dem Rückzug deutscher Truppen besetzte die Rote Armee im Dezember 1918 Minsk. Die Regierung wurde abgesetzt und setzte ihre Aktivitäten im Exil fort. Am 1. Januar 1919 wurde die Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik proklamiert.

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    Uljana Zejtlina

    Uljana Zejtlina (geb. 1968) ist eine russische Society-Lady. Ihr Vater ist der Sankt Petersburger Künstler Anatoli Schestakow. Zejtlina ist eine enge Freundin von Xenia Sobtschak, die auch Taufpatin ihres Sohnes ist. 2015 heiratete Zejtlina den Geschäftsmann und Multimillionär Alexej Fedorytschew. 

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    Michail Fridman

    Michail Fridman (geb. 1964) ist ein russischer Unternehmer und Milliardär. Er ist Vorstandsvorsitzender der Alfa Group, die unter anderem Anteile in Öl-, Banken-, Telekommunikations- und Lebensmittelindustrie hält. Fridman, der auch die israelische Staatsbürgerschaft besitzt, lebt seit 2015 in London. Er ist Vizevorsitzender des Russischen Jüdischen Kongresses und Großspender des European Jewish Fund. 

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    Babyn Jar

    Babyn Jar (russ.: Babi Jar) ist eine Schlucht in Kiew. Am 29. und 30. September 1941 wurden dort mehr als 33.000 Kiewer Juden von Einsatzgruppen der deutschen Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes mit Unterstützung der Wehrmacht erschossen. Bei der sogenannten Sonderaktion 1005 haben die Nazis nach der verlorenen Schlacht von Stalingrad versucht, die Spuren des Massakers zu verwischen.

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