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    4 (Film)

    4 ist ein Spielfilm des russischen Regisseurs Ilja Chrschanowski (geb. 1975) aus dem Jahr 2004. Die Handlung dreht sich um vier Moskauer, die sich nachts in einer Bar treffen und erfundene Lebensgeschichten erzählen. In der Folge nehmen die fiktiven Biografien immer größeren Raum in ihrem realen Leben ein. Der Sänger der Rockband Leningrad, Sergei Schnurow, spielt in dem Film eine der Hauptrollen. 

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    Sergej Adonjew

    Sergej Adonjew (geb. 1961) ist ein russischer Geschäftsmann, Multimillionär und Mäzen. Seine Geschäftsfelder sind Telekommunikation, Landwirtschaft und Immobilien. Adonjew fördert eine Reihe kultureller Projekte. Er ist Mitbegründer des Moskauer Strelka Instituts, des Stanislawski-Elektrotheaters und des MusicAeterna-Chors. Adonjew übernahm außerdem einen Großteil der Finanzierung des Filmprojekts Dau von Regisseur Ilja Chrschanowski (geb. 1975). 2018 war Adonjew ein Hauptsponsor der Präsidentschaftskampagne von Xenia Sobtschak.

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    Wladimir Lugowski

    Wladimir Lugowski (1901–1957) war ein sowjetischer Dichter. Er nahm in der Roten Armee am Bürgerkrieg teil und wurde in den späten 1920er Jahren Mitglied des Literarischen Zentrums der Konstruktivisten. 1934 wurde Lugowski in den Sowjetischen Schriftstellerverband aufgenommen. Für Sergej Eisensteins Filme Alexander Newski und Iwan der Schreckliche schrieb er einige Liedtexte, die von Sergei Prokofjew vertont wurden. 

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    Sergej Jermolinski

    Sergej Jermolinski (1900–1984) war ein sowjetischer Drehbuchautor. Er begann seinen beruflichen Werdegang in den 1920er-Jahren als Journalist bei den Zeitungen Prawda und Komsomolskaja Prawda bevor er über eine Zusammenarbeit mit dem renommierten Regisseur Juli Raisman (1903–1994) zum Kino gelangte. Jermolinski war ein enger Freund des Schriftstellers Michail Bulgakow. 1967 unterstützte er das von Alexander Solshenizyn initiierte Vorhaben, die Zensur in der Sowjetunion abzuschaffen.

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    Andrej Chrshanowski

    Andrej Chrshanowski (geb. 1939) ist ein russischer Regisseur und Drehbuchautor. 2011 erhielt er den Ehrentitel Volkskünstler der Russischen Föderation. Bekannt ist Chrshanowski vor allem für seine Animationsfilme auf Grundlage der Werke Alexander Puschkins. Ab 1982 lehrte er am renommierten WGIK in Moskau. Sein Sohn Ilja Chrschanowski (geb. 1975) ist ebenfalls Regisseur.

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    Dau (Filmprojekt)

    Dau ist ein Filmprojekt des russischen Regisseurs Ilja Chrschanowski (geb. 1975). Es handelt vom Leben des sowjetischen Physikers Lew Landau  (1906–1968) und vom Alltag in der stalinistischen und post-stalinistischen Sowjetunion. Die Planungen für das Projekt begannen 2005, die Dreharbeiten 2008. Diese dauerten drei Jahre und fanden vor allem in der Nordostukraine statt. Am Set lebten zwischenzeitlich bis zu 400 Menschen. Aus über 700 Stunden Filmmaterial sind mittlerweile über 13 Filme entstanden. Die erste Veröffentlichung, Dau.Natasha, sorgte 2020 aufgrund realer Gewalt- und Sexdarstellungen für Kontroversen.

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    Entkoppelung von Russland (Belarus)

    Laut der Verfassung der Republik Belarus sind die Amtssprachen des Landes Belarussisch und Russisch. Einzelne oppositionelle Bewegungen fordern in Belarus seit den späten 1980er Jahren die Abschaffung der russischen Amtssprache und weitgehende Entflechtung der engen Beziehungen zu Russland. Der im August 2020 gegründete Koordinationsrat der belarussischen Opposition, dem auch die führende Oppositionspolitikerin des Landes Swetlana Tichanowskaja (geb. 1982) angehört, distanziert sich jedoch von solchen Forderungen.

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    Schafe (Ausspruch Lukaschenkos)

    Tatsächlich war es Alexander Lukaschenko, der die abwertende Bezeichnung „Schafe“ für Demonstrierende geprägt hatte – und zwar für die Anhänger Tichanowskajas. Am 10. August 2020 diffamierte er sie mit diesen Worten bei einem Treffen mit dem Exekutivsekretär der GUS. Streikende Arbeiter griffen dies auf ihren Plakaten auf und schrieben: „Wir sind keine Schafe“.

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    Kolchosediktatur

    Kolchosediktatur ist eine in Belarus beliebte Schmähformel für das (wirtschafts-)politische System des Staatspräsidenten Alexander Lukaschenko (geb. 1954). Das Wort Kolchose bezeichnete in der Sowjetunion eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. Als Klischee steht es heute unter anderem für Geschmacklosigkeit und Rückständigkeit. Der Begriff Kolchosediktatur ist verwandt mit Lukanomics und Steinzeitkommunismus. Im belarussischen Kontext bezieht er sich teilweise auch auf die Biografie von Alexander Lukaschenko: Dieser hat in den 1980er Jahren in einer Kolchose gearbeitet.

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