Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Swetlana Gannuschkina

    Swetlana Gannuschkina (geb. 1942) ist eine russische Mathematikerin und Menschenrechtsaktivistin. Für ihr besonderes Engagement für Geflüchtete im (post-)sowjetischen Raum wurde sie mehrfach für den Friedensnobelpreis nominiert. 1990 gründete sie die Organisation Komitee Zivile Zusammenarbeit, die sich für die Belange von Flüchtlingen engagiert.

    Von

  • Gnose

    Filtrationslager

    Sogenannte Filtrationslager waren ursprünglich Einrichtungen des sowjetischen Innenministeriums. Es handelte sich um Durchgangslager für Mitglieder der Roten Armee, die aus der Kriegsgefangenschaft befreit wurden. In den Lagern sollte überprüft werden, ob es sich bei den Rückkehrern um sogenannte „Vaterlandsverräter“, „Spione“ oder „Deserteure“ handelte. Während der Tschetschenienkriege in den 1990er und 2000er Jahren betrieben die russischen Sicherheitskräfte Filtrationslager nach sowjetischem Vorbild, um unter den meist willkürlich verhafteten Insassen nach sogenannten „Separatisten“, „Terroristen“ oder „Terrorverdächtigen“ zu fahnden. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Memorial berichteten über erhebliche Menschenrechtsverletzungen in den Lagern.

    Von

  • Gnose

    Gudermes

    Gudermes ist eine Stadt in Tschetschenien, etwa 36 Kilometer östlich der Hauptstadt Grosny. Im Ersten Tschetschenienkrieg wurde die Stadt stark umkämpft und trug erhebliche Zerstörungen davon. 

    Von

  • Gnose

    Alexander Tscherkassow

    Alexander Tscherkassow (geb.1966) ist seit 1989 Menschenrechtsaktivist bei Memorial mit Spezialisierung auf den Nordkaukasus. Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Memorial Menschenrechtszentrums sowie Mitglied der Kommission für Menschenrechte des Präsidenten der Russischen Föderation. Seit 2003 arbeitet er zudem als Journalist. Bereits zur Zeit des Ersten und Zweiten Tschetschenienkriegs berichtete er aus der Kriegsregion, nach dem Georgienkrieg 2008 berichtete er aus Südossetien.

    Von

  • Gnose

    Natalja Estemirowa

    Natalja Estemirowa (1958–2009) war eine russische Historikerin, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin. Sie arbeitete für die Menschenrechtsorganisation Memorial und war eine Freundin der 2006 ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja (1958–2006). Für ihren Einsatz in Tschetschenien erhielt sie 2007 den Anna-Politkowskaja-Preis. 2009 wurde sie aus ihrem Wohnhaus in Grosny entführt und wenig später ermordet. Ihr Tod löste weltweit Entsetzen aus.

    Von

  • Gnose

    Tschetschenische Adaten

    Mit dem arabischen Begriff Adat (dt.„Gewohnheiten“, „Bräuche“) bezeichnet man ungeschriebene Rechtsnormen in islamischen oder hinduistischen Kulturen. Sie stehen häufig neben geschriebenen Rechtsnormen und religiösen Vorschriften und haben entscheidenden Einfluss auf viele Bereiche des Alltagslebens. In Tschetschenien ist das Adat-Recht auch unter dem Begriff notschalla bekannt und war bis ins 20. Jahrhundert die am meisten akzeptierte Grundlage für die Rechtsprechung.

    Von

  • Gnose

    Schura Burtin

    Schura Burtin ist ein russischer Journalist und Blogger aus Moskau. Er arbeitet für das Radio Echo Moskwy sowie für die Wirtschaftszeitschrift Expert. 

    Von

  • Gnose

    wirtschaftsliberaler Block der russischen Regierung

    Gemeint sind Regierungsflügel, die für eine Deeskalation des Konflikts zwischen Russland und westlichen Ländern stehen. Dies sei notwendig, um die konjunkturschädlichen Sanktionen zu beenden und Russlands stagnierende Wirtschaft so zu Wachstum zu verhelfen, so die Argumentation.

    Von

  • Gnose

    Marineverband im Mittelmeer

    Der operative Verband der russischen Seekriegsflotte im Mittelmeer ist eine seit 2013 dauerhaft im Mittelmeer stationierte Einheit der russischen Schwarzmeerflotte. Der Verband rotiert ständig, zeitweise gehörten dazu ein Flugzeugträger, einige U-Boote, Fregatten und Zerstörer.  

    Von