Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    das Stehen an der Ugra

    Das Stehen an der Ugra war eine Schlachtaufstellung zwischen dem russischen Heer und der Goldenen Horde im Jahr 1480. Beide Heere standen sich am Fluss Ugra gegenüber, zu einer tatsächlichen Schlacht kam es nicht. Die Quellenlage lässt keine Erklärung dafür zu, weshalb die Goldene Horde schließlich abzog. In der russischen Geschichtsschreibung wird diese Episode oft als endgültiger Sieg über die Mongolen bewertet. 

    Von

  • Gnose

    Goldene Horde (Surkow)

     Während der Mongolischen Invasion der Rus in den Jahren 1237 bis 1240 wurden russische Fürstentümer durch die Truppen Batu Khans – eines Enkels von Dschingis Khan – besetzt. In der Nähe der heutigen Stadt Wolgograd gründete Batu Khan das Khanat Goldene Horde. Die Khane dieses Staatsgebildes herrschten mehr als zwei Jahrhunderte lang über Russland. Manche russische Historiker betrachten diese Episode als eine Art Union aus dem Khanat und Russland. Demnach sei das Bündnis besser gegen westliche Angriffe gewappnet gewesen.

    Von

  • Gnose

    Hayek

    Friedrich August von Hayek (1899–1992) war ein österreichischer Ökonom und einer der bedeutendsten Vertreter des (Wirtschafts-)Liberalismus im 20. Jahrhundert. In Russland benutzt man seinen Namen manchmal als Chiffre für den Übergang vom planwirtschaftlichen Wirtschaftssystem der Sowjetunion zur Marktwirtschaft.

    Von

  • Gnose

    Spannungen (Surkow)

    Gemeint sind wachsende Spannungen zwischen dem Russischen und dem Osmanischen Reich, die 1853 in den Krimkrieg (1853–1856) mündeten.

    Von

  • Gnose

    Heilige Allianz

    Die Heilige Allianz war ein Bündnis Russlands, Österreichs und Preußens, das sie 1815 nach dem Sieg über Napoleon Bonaparte schlossen. Die Allianz sollte nach dem Krieg einen „Ewigen Frieden“ bringen und sich dabei an Prinzipien der christlichen Nächstenliebe orientieren.

    Von

  • Gnose

    umherziehende Fremdlinge

    Offenbar eine Anspielung auf das Gedicht Russki Bog (dt. „Russischer Gott“) von Pjotr Wjasemski (1792–1878) – ein bekannter russischer Dichter, Historiker und Literaturkritiker. In dem Gedicht kritisierte Wjasemski unter anderem die ausländischen Einflüsse auf den orthodoxen Glauben. Der russische Gott sei eigentlich ein Gott von umherziehenden Fremdlingen, vor allem ein Gott der Deutschen, so der Dichter. Mit dieser Zeile spielte Wjasemski kritisch darauf an, dass viele Baltendeutsche damals hohe Staatspositionen innehatten.

    Von

  • Gnose

    falscher Dimitri

    Der sogenannte falsche Dimitri (unb.–1606) war 1605–1606 als Dimitri I. russischer Zar. Er gab vor, der ermordet geglaubte jüngste Sohn von Iwan IV. zu sein (Iwan dem Schrecklichen, 1530–1584). Dimitri I. initiierte Reformen wie beispielsweise Steuerfreiheit für Leibeigene und gilt damit als ein Zar, dessen Politik den Reformkurs von Zar Peter dem Großen (1672–1725) vorwegnahm.

    Von

  • Gnose

    Sumbur

    Der russische Begriff Sumbur steht für Durcheinander, Chaos oder Wirrwarr. Die etymologische Herkunft ist nicht klar, Sprachwissenschaftler vermuten einen turksprachigen Hintergrund.

    Von