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    TU-154-Katastrophe

    Im Dezember 2016 stürzte eine Maschine des Typs TU-154 auf ihrem Weg nach Aleppo (Syrien) nach einem Zwischenhalt in Sotschi über dem Schwarzen Meer ab. Alle 92 Insassen, darunter 64 Mitglieder des Alexandrow-Ensembles, kamen dabei ums Leben. Offiziellen Ermittlungen zufolge war ein Pilotenfehler der Grund für den Absturz.

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    Pawel Scheremet

    Pawel Scheremet (1971–2016) war ein belarussischer Radio-, Fernseh- und Onlinejournalist, der vor allem für seine deutliche Kritik an belarussischen, russischen und ukrainischen Politikern bekannt war. Mutmaßlich wegen seiner kritischen Haltung wurde er in Belarus mehrere Male zu Haftstrafen verurteilt. Ende der 1990er Jahre moderierte er die reichweitenstarke russische Nachrichtensendung Wremja. Scheremet, ein guter Freund des 2015 ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow (1959–2015), lebte seit 2011 in der Ukraine. In Kiew kam er 2016 durch eine im Auto seiner Partnerin platzierte Bombe ums Leben.

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    Krymsk-Katastrophe

    Krymsk ist eine Stadt in der Region Krasnodar im Süden Russlands. Im Jahr 2012 wurde die Stadt nach tagelangem Starkregen zum Zentrum einer Flutkatastrophe mit mehr als 4000 Opfern. Eine Flutwelle zerstörte mehr als 100 Häuser, insgesamt waren etwa 34.000 Menschen in der Region betroffen. Der damalige Minister für Zivilverteidigung und Katastrophenschutz Wladimir Putschkow (geb. 1959) räumte später Fehler der Behörden beim Krisenmanagement ein.

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    Arkadi Babtschenko

    Arkadi Babtschenko (geb. 1977) ist ein russischer Journalist, Schriftsteller und einer der bekanntesten Kriegskorrespondenten Russlands. Nachdem er selbst in beiden Tschetschenienkriegen gekämpft hatte, berichtet er für mehrere unabhängige Medien aus Kriegsgebieten, vor allem aus dem Osten der Ukraine. Seine Bücher erschienen auch auf Deutsch, zuletzt Ein Tag wie ein Leben (2014). Seit 2017 lebt Babtschenko mit seiner Familie in der Ukraine – laut Eigenaussage weil er wegen seiner Kritik am System Putin in Russland Morddrohungen erhalten habe und um sein Leben fürchtet. Am 29. Mai 2018 hat der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU Babtschenkos Ermordung inszeniert. Am Tag darauf gaben SBU und Babtschenko bekannt, dass dies nötig gewesen sei, um den Drahtzieher eines tatsächlich geplanten Mordanschlags auf Babtschenko zu ermitteln.

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    Nowy Mir (Zeitschrift)

    Nowy mir (dt. Neue Welt) ist eine der ältesten russischen Literaturzeitschriften. Sie wurde 1925 gegründet und war zwischen 1947 und 1991 zentrales Organ des Schriftstellerverbands der UdSSR.

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    Nossorog

    Nossorog (dt. „Nashorn“) war ein Filmprojekt des ukrainischen Regisseurs Oleg Senzow (geb. 1976). Der Regisseur begann mit dem Dreh im Jahr 2013, der Film sollte über das Schicksal von Jugendlichen in den 1990er Jahren erzählen. Nach der Verhaftung von Oleg Senzow im Jahr 2014 wird das Projekt nicht weiter ausgeführt.

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    Smertniki

    Offenbar ein Wortspiel: Der Begriff Smertnik bezeichnet einerseits einen Selbstmordattentäter, andererseits einen zum Tode Verurteilten. 

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    Raspil (Jargon)

    Raspil (dt. in etwa „Absägen“, im Sinne von Abzwacken) ist ein russischer Jargon-Begriff, der Staatsgelder bezeichnet, die zum Veruntreuen „bestimmt“ sind. Die Herkunft des Begriffs ist nicht klar, meistens wird er in Bezug auf Korruption verwendet. Auf dem Korruptionsindex von Transparency International besetzt Russland im Jahr 2024 den Rang 154 von insgesamt 180 Ländern.

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    Wassyl Stus

    Wassyl Stus (1938–1985) war ein sowjetischer Dichter, Publizist und politischer Gefangener. Als Verfechter der ukrainischen kulturellen Autonomie und aufgrund seiner literarischen Veröffentlichungen im Selbstverlag (russ. Samisdat) wurde Stus 1972 und 1980 zu insgesamt 23 Jahren Straflager und Verbannung verurteilt. 

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    Gamer (Spielfilm)

    Der 2011 auf russisch und ukrainisch veröffentlichte Spielfilm Gamer handelt von einem jugendlichen Gamer, der mit seiner Mutter in der Krim-Stadt Simferopol lebt und sein Leben den Computerspielen verschrieben hat. Der Film des ukrainischen Filmemachers Oleg Senzow (geb. 1976) wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals mit Höchstnoten ausgezeichnet.

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