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    Ramasan Abdulatipow

    Ramasan Abdulatipow (geb. 1946) ist ein russischer Politiker der Partei Einiges Russland, für die er seit 2011 in der Staatsduma saß. Von 2013 bis 2017 war er Präsident der russischen Kaukasusrepublik Dagestan. Im September 2017 gab Abdulatipow bekannt, aus Altersgründen von seinem Amt zurücktreten zu wollen. Im Oktober 2017 wurde er vom Präsidenten der Russischen Föderation aus seinem Dienst entlassen.

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    Brüder Jamadajew

    Sulim (1973–2009), Ruslan (1961–2008) und Dshabrail (1970–2003) Jamadajew waren drei Söhne der einflussreichen tschetschenischen Jamadajew-Familie. Die Brüder waren während des Ersten Tschetschenienkrieges (1994–1996) zunächst Teil der tschetschenischen Separatistenbewegung, schlossen sich jedoch während des Zweiten Tschetschenienkrieges (1999–2009) der russischen Armee an. Nachdem der Einfluss der Familie in den Jahren nach dem Krieg weiter wuchs, fielen die drei Männer nacheinander gezielten Attentaten zum Opfer. Die drei noch verbliebenen Jamadajew-Brüder beschuldigen den aktuellen Machthaber Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow (geb. 1976), diese in Auftrag gegeben zu haben.  

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    Komitee zur Verhinderung von Folter

    Das Komitee zur Verhinderung von Folter ist eine russische Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Nishni Nowgorod. Gegründet im Jahr 2000, bietet die Organisation juristische und medizinische Hilfe für Folteropfer. Daneben führt das Komitee auch Untersuchungen durch, die bereits zur Verurteilung einiger Vertreter russischer Rechtsschutzorgane führten.

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    Adam Dikajew

    Der in Tschetschenien lebende Adam Dikajew hat sich Ende 2017 auf Instagram unflätig über Wladimir Putin und Ramsan Kadyrow geäußert. Einige Tage später veröffentlichte er ein Video, in dem er sich davon distanzierte. Da er sich in dem Clip offensichtlich selbsterniedrigend zeigte, gingen Beobachter davon aus, dass Dikajew von Kadyrows Umfeld dazu genötigt worden war.

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    vegetarische Zeiten

    Der Ausdruck „vegetarische Zeiten“ wird der russischen Dichterin Anna Achmatowa (1889–1966) zugeschrieben. So nannte sie die Regierungszeit Stalins vor dem Großen Terror 1937–1938, also eine Zeit, in der noch nicht Hunderttausende von Menschen ermordet wurden. Der Ausdruck wird im Russischen oft auch für die Bezeichnung der Nach-Stalin-Zeit verwendet, die durch Entstalinisierung mit Lockerung des totalitären Regimes gekennzeichnet war. 

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    einen herben Schlag versetzen (Solowei-Interview)

    Anspielung auf die häufige Annahme, dass sowohl Dimitri Medwedew als auch Alexej Uljukajew zur Elitengruppe der sogenannten Wirtschaftsliberalen gehören. Diese sollen sich schon seit einigen Jahren in Konflikt mit den Silowiki befinden – Vertreter der russischen Sicherheitsorgane. 

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    Waleri Solowei

    Waleri Solowei (geb. 1960) ist ein russischer Historiker und Politologe. Er war Professor am Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) – eine Hochschule, die als Kaderschmiede für die zukünftige politische Elite des Landes gilt. Im Juni 2019 gab Solowei bekannt, dass er entlassen wurde, er selbst sieht politische Motive dahinter. Solowei gehört zu den bekanntesten und am meisten zitierten Politikwissenschaftlern Russlands. Er versteht sich als liberaler Demokrat, in seinen Studien vertritt er aber oft ethno-nationalistische Standpunkte. Trotz seiner häufigen Kritik an Putin werden Solowei enge Beziehungen zum Kreml nachgesagt, vermutlich wegen seines Insider-Wissens gelten seine politischen Prognosen für viele als sehr verlässlich.

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    Eschtschkere

    Eschtschkere ist ein Begriff aus dem Hip-Hop-Jargon. Ausgehend vom englischen „let’s get it“, hat sich in der US-amerikanischen Rap-Szene die Kurzversion „esketit“ etabliert. Eschtschkere ist eine Abwandlung davon.

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    Kasan

    Kasan ist die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan. Die Stadt mit rund 1,2 Millionen Einwohnern liegt rund 800 Kilometer östlich von Moskau. Wegen der gut erhaltenen Altstadt und des UNESCO-Weltkulturerbes Kasaner Kreml gilt Kasan für viele als eine der schönsten Städte Russlands.

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    Gidon Kremer

    Gidon Kremer (geb. 1947) ist ein lettisch-deutscher Violinist. Er begann seine Karriere in der Sowjetunion, verließ das Land aber Ende der 1970er Jahre. Kremers Œuvre umfasst Werke sowohl klassischer als auch zeitgenössischer Komponisten.

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