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    Olga Kersina

    Olga Kersina ist Direktorin der Moskauer Filmschule Kinokolledsh Nr. 40 und Leiterin des Bildungsprojekts Skrytaja Istorija (dt. Verdeckte Geschichte), das sich unter anderem der Aufarbeitung von Gulag-Verbrechen widmet.

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    Zentralasien

    Mit Zentralasien wird jene Region bezeichnet, in der sich heute die Staaten Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan und Kirgistan befinden. Die Region wurde vom russischen Imperium bis zum Ende der 1860er Jahre unterworfen. Die heutigen Staatsgrenzen gehen weitgehend auf die Gründung nationaler Republiken in der Sowjetunion im Jahr 1924 zurück.

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    Putin zeigt es den westlichen Journalisten

    Ein in der unabhängigen Presse oft anzutreffendes Motiv, mit dem die staatsnahen Medien aufs Korn genommen werden. Demnach werde Putin in den staatsnahen Medien systematisch als ein weiser Staatsmann dargestellt, der seinen Opponenten immer vortrefflich zeige, „wie es läuft“, sie „zurechtstutze“, oder sie „ausspiele“.

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    sowjetischer Einmarsch in Ungarn 1956

    Der Einmarsch der sowjetischen Armee in Budapest am 4. November 1956 markierte faktisch das Ende des Ungarischen Volksaufstands. Am 23. Oktober 1956 ausgebrochen, stellte sich eine vielschichtige soziale Bewegung gegen die kommunistische Regierung und die sowjetische Besatzungsmacht. Die Einparteiendiktatur wurde durch die Regierung von Imre Nagy (1896–1958) abgelöst. Die sowjetische Invasion beendete diese kurze demokratische Periode: Der Aufstand wurde niedergeschlagen, über 350 Menschen –  darunter auch Imre Nagy – wurden hingerichtet.

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    Systemliberaler

    Mit dem Begriff Systemliberaler werden in Russland vor allem Politiker bezeichnet, die trotz der ihnen zugeschriebenen liberal-demokratischen Grundhaltung aktive Gestalter im autoritären politischen System sind.

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    effektiver Manager

    Der Begriff effektiver Manager ist in Russland eng an die Vorstellung der Modernisierung gekoppelt, die nach dem Zerfall der Sowjetunion zu einer der wichtigsten politischen Maximen wurde. Zum einen werden damit Wirtschaftsexperten und Top-Manager bezeichnet, die erfolgreich Staatsunternehmen modernisierten. Zum anderen gelten auch häufig Technokraten als effektive Manager. Eine andere Bedeutung erlangte der Begriff in der russischen Geschichtsschreibung, die Stalin unter anderem als effektiven Manager deutet. Die moralischen Zusammenhänge werden hier allerdings ausgeblendet.

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    junger Reformer

    Als Mladoreformatory (dt. junge Reformer) wurden nach dem Zerfall der Sowjetunion diejenigen Politiker bezeichnet, die – im Gegensatz zu den sogenannten roten Direktoren – für marktwirtschaftliche Reformen in Russland eintraten. Zu den jungen Reformern wird das Kabinett von Jegor Gaidar und von Sergej Kirijenko gezählt. Auch der 2015 ermordete Politiker Boris Nemzow galt damals als ein junger Reformer. 

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    Marina Zwetajewa

    Marina Zwetajewa (1892–1941) war eine der bedeutendsten russischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Sie stammte aus der Familie Iwan Zwetajews, der 1912 das berühmte Museum für Bildende Künste A.S. Puschkin in Moskau gründete. In Zwetajewas Dichtung flossen Anklänge von Symbolismus und Akmeismus ein. Als sie 1939 aus dem Exil, wo sie seit 1922 mit ihrem Mann gelebt hatte, in die Sowjetunion zurückkehrte, sah sie sich den Verdächtigungen des Geheimdienstes konfrontiert, der sie aufgrund ihres Auslandsaufenthaltes der Spionage bezichtigte. Zwetajewa nahm sich 1941 in der Verbannung das Leben. Erst unter Chruschtschow in den 1960er Jahren wurde sie rehabilitiert. 

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    Kupalle in Belarus

    Der Iwan-Kupala-Tag (belaruss. Kupalle, russ. Kupala) ist ein in ostslawischen Ländern bis heute gefeiertes Mittsommerfest. Die ursprünglich heidnische Feier, die sich über die Jahrhunderte mit christlichen Traditionen verwoben hat, ist mit zahlreichen Ritualen und Bräuchen verbunden: So springen in der Nacht der Sonnenwende junge Paare über Lagerfeuer, junge Frauen lassen ge-flochtene Blumenkränze zu Wasser. Auch werden Kräuter gesammelt, denen man Heilkräfte zu-spricht. Einige Flügel der Russisch-Orthodoxen Kirche stehen dem Fest wegen seiner heidnischen Ursprünge kritisch gegenüber. 

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    Helmut Schmidt über Daniil Granin

    Der Altbundeskanzler Helmut Schmidt (1918–2015) schrieb das Vorwort für die 2015 erschienene deutsche Ausgabe von Granins Roman Mein Leutnant. Kennengelernt hatten sie sich, als Granin 2014 im Bundestag eine Rede hielt während der Gedenkstunde zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Helmut Schmidt kommentierte Granins Roman mit den Worten: „Frieden ist ein unschätzbares Gut. Das Buch von Daniil Granin erinnert sehr eindringlich daran.“ 

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