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    Flaschenfolter

    Über die entwürdigende Foltermethode der erzwungenen Selbstvergewaltigung mit Flaschen gab es in vergangenen Jahren mehrere Berichte von Opfern der Polizeigewalt in Russland. Auch in der Armee ist diese Folterpraxis anzutreffen: So wurden 2015 drei Soldaten anhand eines ins Netz gestellten Foltervideos überführt.

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    SOBR Terek

    Die schnelle Spezialeingreifgruppe (SOBR) Terek ist eine paramilitärische Spezialkräfte-Einheit aus Tschetschenien. Nach Einschätzung von Experten besteht Terek aus rund 200 Kämpfern. Im April 2016 wurde die Gruppe in die neu geschaffene russische Nationalgarde integriert. Sie führt Teile der inneren Truppen und der Polizei zusammen und ist direkt dem Präsidenten unterstellt.  

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    Magomed Daudow (Lord)

    Lord ist der Spitzname von Magomed Daudow – seit 2015 Vorsitzender des tschetschenischen Parlaments. Er zählt zu engsten Vertrauten des Oberhaupts Tschetscheniens Ramsan Kadyrow. 

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    Putin als willensstarker Präsident

    Bei seinem Wahlkampf 1999 und zu Beginn seiner ersten Präsidentschaft kündigte Putin mehrmals an, die größten „Feinde“ des Landes zu bekämpfen – den tschetschenischen Separatismus, die Massenarmut und die Oligarchie. Viele Beobachter wiesen darauf hin, dass Putins Wahlkampf vor allem seine Entschiedenheit thematisierte. 

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  • Gnose

    eine in Russland verbotene Terrororganisation (Anspielung auf IS)

    Laut Gesetz sind alle russischen Medien dazu verpflichtet, bei der Nennung von Organisationen, die das Justizministerium als extremistisch einstuft, darauf hinzuweisen, dass diese in Russland verboten sind. Der IS allerdings taucht nur auf einer Verbotsliste des Geheimdienstes FSB auf – insofern gilt dieses Gesetz formalrechtlich nicht bei der Erwähnung dieser Terrororganisation. Da die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor aber dennoch häufig auf diese Verpflichtung hinweist, versehen die meisten Medien auch die Nennung des IS mit diesem Zusatz.  

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  • Gnose

    Ereignisse in Moskau zu „Beginn des Zarenreichs“

    Anspielung auf eine verbreitete Verschwörungstheorie, die im Vorfeld des Amtsantritts Wladimir Putins im Jahr 2000 entstand. Im September 1999 erschütterten mehrere nächtliche Explosionen die Städte Buinaksk, Moskau und Wolgodonsk. Die Bomben detonierten in großen Wohnblöcken, über 300 Menschen wurden getötet. Die Ermittler gingen von Terroranschlägen tschetschenischer Separatisten aus, in Gerichtsprozessen wurden einige Personen verurteilt, andere mutmaßliche Täter in Tschetschenien von Spezialkräften getötet. Die Anschlagsserie war einer von mehreren Anlässen für den Zweiten Tschetschenienkrieg – noch im September ordnete Premierminister Putin die Bombardierung Grosnys an. Von Beginn an gab es Vermutungen, der russische Geheimdienst könnte an den Aktionen beteiligt gewesen sein. Eine unabhängige Kommission aus Parlamentariern konnte die Vorfälle nicht aufklären, da die Regierung Auskünfte verweigerte. 

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  • Gnose

    Atomisierung

    In russischen Sozialwissenschaften wird mit dem Begriff der Atomisierung die Vereinzelung der Menschen und tiefgreifende Fragmentierung der Gesellschaft beschrieben. Das Schlagwort kam nach der Auflösung der Sowjetunion auf: Viele Soziologen gehen seitdem davon aus, dass durch deren Zerfall auch die kollektive Identität des Sowjetmenschen zusammenbrach und ein „ideologisches Vakuum“ eintrat, das keine gesellschaftlichen Orientierungen bot. Obwohl belastbare Daten für die Zeit der Sowjetunion fehlen, nehmen in jüngster Zeit viele Sozialwissenschaftler an, dass die Ursache der Atomisierung nicht der Zusammenbruch der UdSSR ist, sondern systemisch in ihr angelegt war.  

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    Litschka Imperatora

    Litschka Imperatora (dt. PM des Imperators) ist ein Mem-Projekt auf den Sozialen Netzwerken facebook und Vkontakte. Viele der Inhalte vermitteln Quellen aus der russischen Vergangenheit und beziehen sie humorig auf die Gegenwart.

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  • Gnose

    Leidendes Mittelalter

    Stradajuschtscheje Srednewekowje (dt. Leidendes Mittelalter) ist ein Projekt auf den Sozialen Netzwerken facebook und Vkontakte. Es zeigt Zeugnisse mittelalterlicher Kunst und verwandelt sie mit ironischen (auch gegenwartsbezogenen) Kommentaren in Meme.

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