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    Alexander Litwinenko

    Alexander Litwinenko (1962–2006) war Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB und arbeitete später für dessen Nachfolgeorganisation FSB. Litwinenko beschuldigte die FSB-Führung, die Ermordung Boris Beresowskis in Auftrag gegeben zu haben. Nachdem ein Strafverfahren gegen Litwinenko eingestellt worden war, beantragte er politisches Asyl in Großbritannien. 2006 kam er dort durch eine Poloniumvergiftung ums Leben. Im Januar 2016 sprach das Obere Zivilgericht Englands und Wales’ den ehemaligen FSB-Offizier Andrej Lugowoi des Mordes an Litwinenko schuldig. Großbritannien fordert seit 2007 Lugowois Auslieferung. Da dieser allerdings Duma-Abgeordneter (der Partei LDPR) ist, genießt er Immunität.

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    Voice of America

    Golos Ameriki (Voice of America) ist ein US-amerikanischer, staatlicher Auslandssender, der schon zu Zeiten des Kalten Krieges im Ostblock sendete. 2014 stellten die russischen Rundfunkbetreiber die Zusammenarbeit mit dem Sender ein. Auch die Kurzwellen-Ausstrahlung des US-amerikanischen Rundfunkveranstalters Radio Free Europe/Radio Liberty wurde beendet. Ende 2017 wurden die Sender zu sogenannten „ausländischen Agenten“ erklärt. Derzeit ist Golos Ameriki in Russland nur noch online zu hören. 

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    Mannschaft Nawalny (vk-Gruppe)

    Gemeint ist das Benutzerkonto teamnavalny auf VKontakte – russisches soziales Medium nach dem Vorbild von facebook. Es ist der Account von Alexej Nawalnys Wahlkampfteam; dieser erklärte im Dezember 2016 seine Präsidentschaftskandidatur für die im März 2018 anberaumte Wahl. Da der Oppositionspolitiker im Februar 2017 zu fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurde, kann er bei (bislang ausstehender) Strafvollstreckung per Gesetz nicht zu der Präsidentschaftswahl zugelassen werden. Viele Beobachter schätzen diesen Strafprozess als politisch motiviert ein.

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    Denis Woronenkow

    Denis Woronenkow (1971–2017) war zwischen 2011 und Juni 2016 Dumaabgeordneter der Kommunistischen Partei. Er hatte die politische Linie des Kreml weitgehend mitgetragen, zumindest in Sozialen Netzwerken die Angliederung der Krim an Russland begrüßt. Umso überraschender war, als er Ende 2016 in die Ukraine floh und Russland mit Nazi-Deutschland verglich. Seit 2014 ermittelten russische Behörden gegen ihn wegen Korruption. Am 23. März 2017 wurde Woronenkow in Kiew ermordet. Über Motive und Drahtzieher der Tat wird derzeit noch heftig spekuliert.

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    Familienlandsitz (Stiftung Anastasia)

    Ein selbstbestimmtes Leben auf Familienlandsitzen gehört zu den zentralen Geboten der Anastasianer. Im Vordergrund steht Schollenbezogenheit: Jeder Anastasianer solle sich einen Hektar Land aussuchen, es bebauen, bestellen und darauf einen „Raum der Liebe“ schaffen, der auch allen Nachkommen ein „ganzheitliches“ Leben mit der Natur ermöglichen soll.

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    Datschensiedlung

    Datschensiedlungen sind zumeist in Genossenschaften organisiert, deren Satzungen das dauerhafte Wohnen in Ferienhäusern häufig untersagen. Darüber hinaus ist Landwirtschaft in Datschensiedlungen grundsätzlich verboten.

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    Chmeli-Suneli

    Chmeli-Suneli ist eine ursprünglich georgische Gewürzmischung. Im ganzen Kaukasus besteht eine große Vielfalt an Varianten, zum Teil mit starken regionalen Unterschieden in der Zusammensetzung.

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    Stiftung Anastasia

    Anastasia ist die Protagonistin der von Wladimir Megre (geb. 1950) verfassten Romanreihe Die klingenden Zedern Russlands. Alle zehn Bände dieses zwischen 1996 und 2010 erschienenen spirituellen Werks wurden auch ins Deutsche übersetzt. Auf der Grundlage dieser Schriften entwickelte sich unter anderem in Russland und Deutschland eine gleichnamige neue religiöse Bewegung, die versucht, nach den Ideen Anastasias zu leben. Im Vordergrund steht dabei ein selbstbestimmtes Leben auf Familienlandsitzen. Seit 2013 existiert auch die karitative Stiftung Anastasia: Nach Eigenauskunft engagiert sie sich vor allem für sozial benachteiligte Kinder. Einige Kritiker werfen der Bewegung allerdings Bereicherung vor.

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    Rodnaja Partija

    Im Programm der 2013 registrierten Partei Rodnaja Partija (dt. Heimatliche Partei) taucht das Wort Liebe besonders häufig auf. Es geht dabei um die Schaffung eines „Raums der Liebe“, um die „Energie der Liebe“ und um „Liebe zur Natur“. Die Partei befürwortet einen Rückzug auf die eigene Scholle, deren Bestellung und ein „ganzheitliches“ Leben mit der Natur. Da es die Rodnaja Partija nicht schaffte, erforderliche 200.000 Unterschriften von Unterstützern vorzulegen, wurde sie zur Dumawahl 2016 nicht zugelassen.

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