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    Migalki

    Da viele Politiker und hohe Beamte Sondersignale im Straßenverkehr verwenden dürfen, sorgen sie mit deren allzu häufigem Einsatz vor allem im notorischen Stop-and-go-Verkehr Moskaus häufig für Empörung. 2006 formierte sich etwa die sogenannte Gesellschaft der blauen Eimerchen – eine öffentlichkeitswirksame soziale Bewegung, die bei Flashmobs mit angeklebten Spielzeugeimern auf Autodächern ironisch Protest kundgibt. Ende 2006 verfügte Wladimir Putin, die Anzahl der Sonderrechte von 7.000 auf 1.000 zu reduzieren. Die Gesellschaft der blauen Eimerchen dokumentiert seitdem die Verstöße.

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    Ochotny Rjad

    Ochotny Rjad ist eine Straße im Zentrum Moskaus, unweit des Kreml. Hier, im Haus Nr. 1, befindet sich das Plenum der Russischen Staatsduma. Zu Zeiten der Sowjetunion war hier das Komitee der Wirtschaftsplanung Gosplan untergebracht.

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    Staraja Ploschtschad

    Staraja Ploschtschad (dt. Alter Platz) ist ein Platz im Zentrum Moskaus, rund ein Kilometer vom Kreml entfernt. Wie die Bezeichnung Kreml steht auch Staraja Ploschtschad als ein Synonym für politische Macht. Hier, im Haus Nr. 4, befindet sich die russische Präsidialverwaltung: die zentrale staatliche Behörde, die die Arbeit des Präsidenten koordiniert. Zu Zeiten der Sowjetunion befand sich im Gebäude das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei – eines der obersten Entscheidungsgremien des Landes.

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    systemische Oppositionsparteien

    Gemeint sind die Fraktionen der Kommunistischen Partei, der LDPR und der Partei Gerechtes Russland. Sie werden oft zur „systemischen Opposition“ gezählt, weil sie an Wahlen teilnehmen und in den Parlamenten vertreten sind. Viele Beobachter sind der Auffassung, dass diese Parteien das autoritäre politische System stützen, da sie die Institutionen legitimieren und unzufriedene Protestwähler auffangen, ohne dem Kreml gefährlich zu werden.

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    Pawlow-Possad-Tuch

    Pawlow-Possad-Tücher sind zumeist rechteckige (und oft mit Fransen versehene) wollene Überwürfe, deren symmetrische florale Muster sich oft zu einem Mittelpunkt hin orientieren. Die vor allem von Frauen getragenen Tücher sind bunt verziert – entweder bestickt oder bedruckt. Das Kleidungsstück gilt als ein Erzeugnis des traditionellen russischen Handwerks. Dessen Zentrum formierte sich im 18. Jahrhundert in Pawlowski Possad – heute eine Stadt mit rund 60.000 Einwohnern, etwa 70 Kilometer östlich von Moskau.

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    Bliny

    Bliny ist die osteuropäische Variante von Eier- bzw. Pfannkuchen. Sie sind meistens rund und werden entweder als Fladen oder mit unterschiedlichen Füllungen verzehrt. Der Hefeteig für Bliny wird meistens aus Weizen- und Buchweizenmehl angesetzt.

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    Woiwode

    Der slawische Herrschertitel Woiwode bedeutet übersetzt Heerführer. Die deutsche Entsprechung ist der Herzog. In manchen lokalen Traditionen wird zum Masleniza-Fest ein Frühlings-Woiwode bestimmt. Seine symbolischen Aufgaben ähneln zum Teil den Aufgaben eines Karnevalsprinzen.  

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    Chorowod

    Chorowod ist ein in vielen slawischen Kulturen anzutreffender, ritueller kreisförmiger Reigen mit Chorgesang.

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    Tschutschelo

    Diese Masleniza-Figur (auch Tschutschelo genannt) ist eine stilisierte Schreckgestalt, die als eine Verkörperung des Masleniza-Festes während der Feierlichkeiten verbrannt wird. Die Figur gilt als ein kulturelles Überbleibsel der archaischen Vorstellung von einer gestorbenen und auferstandenen Gottheit. Außerdem symbolisiert sie Fruchtbarkeit: Früher wurde Tschutschelo-Asche auf Feldern verteilt, diese sollte die anstehende Aussaat begünstigen.

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    Masleniza

    Masleniza ist ein Fest mit heidnischen Wurzeln. Es wird üblicherweise eine Woche lang vor der Großen Fastenzeit begangen: Einerseits – analog dem europäischen Karneval – als Vorbereitung auf das orthodoxe Osterfest, andererseits als Übergang vom Winter in den Frühling. Zu den wichtigsten Traditionen gehören die Verbrennung der Masleniza-Figur (Tschutschelo), Schlittenfahrten, Gesänge, Vergnügungen und das Verzehren von Bliny – eine osteuropäische Variante der Eier- bzw. Pfannkuchen. Die Bezeichnung Masleniza stammt von maslo ab – Butter; sie verweist darauf, dass Fleischverzehr während der Woche vor dem Fasten bereits untersagt, Verzehr von Milchprodukten aber erlaubt ist.

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