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    Lawr Kornilow

    Lawr Kornilow (1870–1918) war ein General der russischen Armee. Er wurde vor allem durch die Kornilow-Affäre im Jahr 1917 bekannt – einen gescheiterten Putschversuch gegen die Provisorische Regierung, die unter Alexander Kerenski bestand.

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    Kornilow-Affäre

    Die Kornilow-Affäre war ein gescheiterter Putschversuch unter der Führung von General Lawr Kornilow (1870–1918) im August 1917. Nach dem Chaos der Julikrise sollten die militärische Disziplin gestärkt und der Petrograder Sowjet entmachtet werden. Kornilow sollte dazu zuverlässige Truppen nach Petrograd entsenden und forderte diktatorische Vollmachten. Obgleich Kornilow behauptete, auf Anweisung Kerenskis gehandelt zu haben, wurde er seines Kommandos enthoben. Der Putschversuch scheiterte, weil Kornilow keine Unterstützung für seine Pläne mobilisieren konnte.

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    Pawel Miljukow

    Pawel Miljukow (1859–1943) war Historiker und bis Ende 1917 einer der wichtigsten russischen Politiker. Er war Vorsitzender der Partei der Konstitutionellen Demokraten („Kadetten“) und in der dritten und vierten Duma Fraktionsvorsitzender seiner Partei. 1917 fungierte er für kurze Zeit als Außenminister der Provisorischen Regierung und sicherte in dieser Eigenschaft den Verbündeten Russlands im April zu, dass Russland nicht aus dem Krieg ausscheiden würde. Nach dem Sieg der Bolschewiki ging Miljukow ins Exil und lebte bis zu seinem Tod in Paris.

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    Zarin Alexandra Fjodorowna

    Victoria Alix Helena Louise Beatrice von Hessen und bei Rhein (1872–1918) wurde aufgrund ihrer Heirat mit Zar Nikolaus II. im Jahre 1894 zur letzten russischen Zarin Alexandra Fjodorowna. Während des Ersten Weltkrieges geriet sie aufgrund ihrer deutschen Abstammung und ihres Vertrauensverhältnisses zu Rasputin innerhalb der russischen Öffentlichkeit zunehmend in Misskredit. Alexandra Fjodorowna wurde im Juli 1918 gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern von den Bolschewiki erschossen. Im Jahr 2000 wurde die Familie von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.

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    Zarskoje Selo

    Zarskoje Selo (dt. Zarendorf) war eine Sommerresidenz der Zarenfamilie, deren Bau Anfang des 18. Jahrhunderts begann. Das über mehrere Jahrzehnte entstandene Ensemble ist schließlich von Rokoko, Klassizismus und Jugendstil geprägt und befindet sich rund 25 Kilometer südlich vom Stadtzentrum St. Petersburgs. 1990 wurde es in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Seit 1918 trägt der Ort den Namen von Alexander Puschkin, der 1817 das Lyzeum in Zarskoje Selo abschloss. Gegenwärtig ist Puschkin ein Bezirk St. Petersburgs mit rund 90.000 Einwohnern.

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    Grigori Rasputin

    Grigori Rasputin (1869–1916) war ein russischer Wanderprediger, dem übernatürliche Fähigkeiten nachgesagt wurden und der am Hof Nikolaus’ II. großen Einfluss genoss. Er erwarb insbesondere das Vertrauen der Zarin Alexandra Fjodorowna, die von ihm Heilung für ihren Sohn erhoffte. Rasputin wurde zum Ratgeber des Zarenpaares und nahm während des Ersten Weltkrieges immer größeren Einfluss auf politische Entscheidungen. Im Dezember 1916 fiel er einer Verschwörung höchster Kreise zum Opfer, die in ihm eine Gefährdung für den Fortbestand der Monarchie sahen. Die Mörder wurden rasch gefunden, aber auf Druck der Zarenfamilie Romanow kaum oder gar nicht bestraft.

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    Kasaner Kathedrale

    Die Kasaner Kathedrale gehört zu den Wahrzeichen St. Petersburgs. 1801 bis 1811 auf der Prachtstraße Newski Prospekt errichtet, wurde sie nach Napoleons Russlandfeldzug 1812 außerdem zu einem Denkmal für den Ruhm russischer Streitkräfte. In der Sowjetunion wurde die Kathedrale in ein Museum für Religionsgeschichte und Atheismus umgewandelt. Seit 1991 wird sie auch teils wieder für Gottesdienste genutzt.

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    Snamenskaja Ploschtschad

    Snamenskaja Ploschtschad ist einer der zentralen Plätze St. Petersburgs, der 1918 zu Ehren der Februarrevolution in Ploschtschad Wosstanija (dt. Platz des Aufstandes) umbenannt wurde. Der Name stammt von der Snamenskaja Kirche, die sich bis 1941 auf dem Platz befand.

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    Marseillaise

    Die Marseillaise wurde 1792 von Cloude Joseph Rouget komponiert und 1795 zur französischen Nationalhymne erklärt. Zahlreiche Freiheitsbewegungen und insbesondere die Arbeiterbewegung übernahmen das Lied. In Russland war die sogenannte Arbeitermarseillaise mit leicht veränderter Melodie und russischem Text beliebt. Das Stück beginnt mit den Zeilen „Lasst uns die alte Welt verdammen! Lasst uns ihren Staub von den Füßen schütteln!“ Zwischen März und November 1917 war die Arbeitermarseillaise die russische Nationalhymne.

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    Menschewiki

    Die Menschewiki (dt. „Minderheitler“) waren zunächst eine Gruppierung innerhalb der russischen Sozialdemokratie. Ihren Namen trugen sie nach einer einmaligen Abstimmungsniederlage bei einem Parteitag im Jahr 1903. Seit 1912 waren die Menschewiki eine eigenständige Partei. Im Jahr 1917 trugen sie die Politik des Petrograder Sowjets mit, die Provisorische Regierung zu stützen. Sie wandten sich gegen den Oktoberumsturz und setzten stattdessen auf die Konstituierende Versammlung. Die Partei wurde von den Bolschewiki verboten und viele ihrer Mitglieder emigrierten oder wurden repressiert.

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