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    Marseillaise

    Die Marseillaise wurde 1792 von Cloude Joseph Rouget komponiert und 1795 zur französischen Nationalhymne erklärt. Zahlreiche Freiheitsbewegungen und insbesondere die Arbeiterbewegung übernahmen das Lied. In Russland war die sogenannte Arbeitermarseillaise mit leicht veränderter Melodie und russischem Text beliebt. Das Stück beginnt mit den Zeilen „Lasst uns die alte Welt verdammen! Lasst uns ihren Staub von den Füßen schütteln!“ Zwischen März und November 1917 war die Arbeitermarseillaise die russische Nationalhymne.

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    Menschewiki

    Die Menschewiki (dt. „Minderheitler“) waren zunächst eine Gruppierung innerhalb der russischen Sozialdemokratie. Ihren Namen trugen sie nach einer einmaligen Abstimmungsniederlage bei einem Parteitag im Jahr 1903. Seit 1912 waren die Menschewiki eine eigenständige Partei. Im Jahr 1917 trugen sie die Politik des Petrograder Sowjets mit, die Provisorische Regierung zu stützen. Sie wandten sich gegen den Oktoberumsturz und setzten stattdessen auf die Konstituierende Versammlung. Die Partei wurde von den Bolschewiki verboten und viele ihrer Mitglieder emigrierten oder wurden repressiert.

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    Narodnaja Wolja (Zarenreich)

    Die Vereinigung Narodnaja Wolja (dt. Volkswille, Volksfreiheit) war eine radikale revolutionäre Organisation, die von 1879 bis 1884 bestand. Die Gruppe setzte auf individuellen Terror als Mittel des politischen Kampfes. Im März 1881 fiel Zar Alexander II. einem ihrer Attentate zum Opfer. Narodnaja Wolja gehörte zu den Vorläuferorganisationen anderer revolutionärer Gruppen, insbesondere der Partei der Sozialrevolutionäre. 

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    Aufstand in Zentralasien 1916

    In weiten Teilen Zentralasiens kam es 1916 zu einem bewaffneten Aufstand der muslimischen Bevölkerung. Der Aufstand entzündete sich an der geplanten Einberufung von Muslimen zum Militärdienst, weitete sich jedoch rasch zu einer antikolonialen Erhebung aus. Mehrere hunderttausend Menschen kamen während und nach dem Aufstand ums Leben; die meisten von ihnen waren Zentralasiaten. In Zentralasien war der Aufstand von 1916 der eigentliche Beginn des Bürgerkriegs.

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    antideutsches Progrom 1915 in Moskau

    Ende Mai 1915 kam es zunächst in Moskau, später auch in anderen Städten des russischen Imperiums zu „antideutschen“ Ausschreitungen. Zahlreiche Geschäfte, Firmen, aber auch Privatwohnungen von Deutschen wurden verwüstet und zerstört. Als Bedingungen für das Aufflammen antideutscher Ressentiments sehen Historiker neben antideutscher Propaganda und politischen Repressionen gegen in Russland lebende Deutsche vor allem die dramatischen Niederlagen russischer Truppen während des Ersten Weltkriegs an den Fronten.

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    Leninka

    Die Russische Staatsbibliothek in Moskau trug bis 1992 den Namen Lenins. Auch gegenwärtig wird die größte Bibliothek Russlands im Volksmund oft als Leninka bezeichnet.

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    Publitschka

    Die Russische Nationalbibliothek in St. Petersburg hieß bis 1992 Gossudarstwennaja publitschnaja biblioteka (dt. Staatliche öffentliche Bibliothek). Die zweitgrößte Bibliothek des Landes wird auch heute noch im Volksmund abgekürzt Publitschka genannt.

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    Zusammenschluss Russische Nationalbibliothek und Russische Staatsbibliothek

    Gemeint ist ein Projekt zur Fusion der größten Bibliotheken des Landes: der Russischen Staatsbibliothek in Moskau und der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg. Die Idee zur Verschmelzung kam offenbar Ende 2015 auf, die Regierung Russlands prüft derzeit das Vorhaben. Die Gewerkschaften befürchten Personalkürzungen in St. Petersburg, viele Nutzer der Petersburger Bibliothek kritisieren die Pläne. 

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    Bolschewiki

    Die Bolschewiki (dt. etwa: Mehrheitler) unter Führung von Wladimir Lenin waren zunächst eine Minderheitenfraktion innerhalb der russischen Sozialdemokratie. Ihren Namen erhielten sie aufgrund eines einmaligen Abstimmungserfolges über die Menschewiki (dt. etwa: Minderheitler) auf einem Parteitag im Jahr 1903. Nach der Parteispaltung im Jahre 1912 konstituierten sie sich als revolutionäre Kaderpartei. Im Oktober 1917 organisierten sie den Sturz der Provisorischen Regierung in Russland und gingen aus dem anschließenden Bürgerkrieg siegreich hervor. 

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    Leonid Andrejew

    Leonid Andrejew (1871–1919) war zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der bekanntesten russischen Schriftsteller. Andrejews Erzählungen und Dramen, die oft durch einen düsteren und unheilvollen Ton gekennzeichnet sind, zählen zum Pre-Expressionismus. Einige seiner Erzählungen, wie z. B. Das rote Lachen (1904) und Die sieben Gehenkten (1908), wurden auch ins Deutsche übersetzt.

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