Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Julikrise (1917)

    Als Julikrise oder Juliputsch wird ein von den Bolschewiki initiierter Umsturzversuch im Juli 1917 bezeichnet. Vor dem Hintergrund der gescheiterten militärischen Sommeroffensive der russischen Armee (Kerenski-Offensive) riefen die Bolschewiki zum Generalstreik auf, an dem sich zehn- wenn nicht gar hunderttausende Menschen beteiligten. Die schlecht koordinierte Aktion endete in einem Blutbad. Für die bolschewistische Partei waren die Ereignisse ein Desaster: Ihre Zeitungen wurden verboten und ihre Führer zur Fahndung ausgeschrieben. Lenin selbst konnte sich einer Verhaftung nur durch die Flucht nach Finnland entziehen.

    Von

  • Gnose

    Befehl Nr. 1

    Der Befehl Nr. 1 vom 1./14.3.1917 war die erste Anweisung des Sowjets an die in Petrograd stationierten Soldaten, reichte aber in seiner Wirkung weit darüber hinaus. In allen militärischen Einheiten sollten Komitees aus gewählten Vertretern gebildet werden. Die zentrale Passage dieses Befehls lautete: „Die Befehle der militärischen Kommission der Staatsduma sind nur in den Fällen auszuführen, wenn sie zu den Befehlen und Beschlüssen des Sowjets der Arbeiter- und Bauerndeputierten nicht in Widerspruch stehen.“

    Von

  • Gnose

    Lawr Kornilow

    Lawr Kornilow (1870–1918) war ein General der russischen Armee. Er wurde vor allem durch die Kornilow-Affäre im Jahr 1917 bekannt – einen gescheiterten Putschversuch gegen die Provisorische Regierung, die unter Alexander Kerenski bestand.

    Von

  • Gnose

    Kornilow-Affäre

    Die Kornilow-Affäre war ein gescheiterter Putschversuch unter der Führung von General Lawr Kornilow (1870–1918) im August 1917. Nach dem Chaos der Julikrise sollten die militärische Disziplin gestärkt und der Petrograder Sowjet entmachtet werden. Kornilow sollte dazu zuverlässige Truppen nach Petrograd entsenden und forderte diktatorische Vollmachten. Obgleich Kornilow behauptete, auf Anweisung Kerenskis gehandelt zu haben, wurde er seines Kommandos enthoben. Der Putschversuch scheiterte, weil Kornilow keine Unterstützung für seine Pläne mobilisieren konnte.

    Von

  • Gnose

    Pawel Miljukow

    Pawel Miljukow (1859–1943) war Historiker und bis Ende 1917 einer der wichtigsten russischen Politiker. Er war Vorsitzender der Partei der Konstitutionellen Demokraten („Kadetten“) und in der dritten und vierten Duma Fraktionsvorsitzender seiner Partei. 1917 fungierte er für kurze Zeit als Außenminister der Provisorischen Regierung und sicherte in dieser Eigenschaft den Verbündeten Russlands im April zu, dass Russland nicht aus dem Krieg ausscheiden würde. Nach dem Sieg der Bolschewiki ging Miljukow ins Exil und lebte bis zu seinem Tod in Paris.

    Von

  • Gnose

    Zarin Alexandra Fjodorowna

    Victoria Alix Helena Louise Beatrice von Hessen und bei Rhein (1872–1918) wurde aufgrund ihrer Heirat mit Zar Nikolaus II. im Jahre 1894 zur letzten russischen Zarin Alexandra Fjodorowna. Während des Ersten Weltkrieges geriet sie aufgrund ihrer deutschen Abstammung und ihres Vertrauensverhältnisses zu Rasputin innerhalb der russischen Öffentlichkeit zunehmend in Misskredit. Alexandra Fjodorowna wurde im Juli 1918 gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern von den Bolschewiki erschossen. Im Jahr 2000 wurde die Familie von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.

    Von

  • Gnose

    Zarskoje Selo

    Zarskoje Selo (dt. Zarendorf) war eine Sommerresidenz der Zarenfamilie, deren Bau Anfang des 18. Jahrhunderts begann. Das über mehrere Jahrzehnte entstandene Ensemble ist schließlich von Rokoko, Klassizismus und Jugendstil geprägt und befindet sich rund 25 Kilometer südlich vom Stadtzentrum St. Petersburgs. 1990 wurde es in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Seit 1918 trägt der Ort den Namen von Alexander Puschkin, der 1817 das Lyzeum in Zarskoje Selo abschloss. Gegenwärtig ist Puschkin ein Bezirk St. Petersburgs mit rund 90.000 Einwohnern.

    Von

  • Gnose

    Grigori Rasputin

    Grigori Rasputin (1869–1916) war ein russischer Wanderprediger, dem übernatürliche Fähigkeiten nachgesagt wurden und der am Hof Nikolaus’ II. großen Einfluss genoss. Er erwarb insbesondere das Vertrauen der Zarin Alexandra Fjodorowna, die von ihm Heilung für ihren Sohn erhoffte. Rasputin wurde zum Ratgeber des Zarenpaares und nahm während des Ersten Weltkrieges immer größeren Einfluss auf politische Entscheidungen. Im Dezember 1916 fiel er einer Verschwörung höchster Kreise zum Opfer, die in ihm eine Gefährdung für den Fortbestand der Monarchie sahen. Die Mörder wurden rasch gefunden, aber auf Druck der Zarenfamilie Romanow kaum oder gar nicht bestraft.

    Von

  • Gnose

    Kasaner Kathedrale

    Die Kasaner Kathedrale gehört zu den Wahrzeichen St. Petersburgs. 1801 bis 1811 auf der Prachtstraße Newski Prospekt errichtet, wurde sie nach Napoleons Russlandfeldzug 1812 außerdem zu einem Denkmal für den Ruhm russischer Streitkräfte. In der Sowjetunion wurde die Kathedrale in ein Museum für Religionsgeschichte und Atheismus umgewandelt. Seit 1991 wird sie auch teils wieder für Gottesdienste genutzt.

    Von

  • Gnose

    Snamenskaja Ploschtschad

    Snamenskaja Ploschtschad ist einer der zentralen Plätze St. Petersburgs, der 1918 zu Ehren der Februarrevolution in Ploschtschad Wosstanija (dt. Platz des Aufstandes) umbenannt wurde. Der Name stammt von der Snamenskaja Kirche, die sich bis 1941 auf dem Platz befand.

    Von